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Sakrale Konzerte à discrétion

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Die Zahlen sind beeindruckend: Von Mitte März bis Anfang Juni singen und spielen 12 000 Mitwirkende an 36 Cantars-Festtagen in 25 Schweizer Orten insgesamt 440 sakrale Konzerte und Kabarettaufführungen, halten Lesungen und Referate. Die zweite Ausgabe des schweizweiten Kirchenklangfestes Cantars 2015 ist ein Anlass der Superlative. Niemals zuvor haben die Interpreten sakraler Musik und Kultur in der Schweiz eine vergleichbare Bühne erhalten.

 Mittendrin im kirchenklangfestlichen Treiben steht am Samstag auch das beschauliche Tafers. 19 Ensembles aus dem Sensebezirk und aus dem französischsprachigen Kantonsteil fiebern dem Auftritt in der Pfarrkirche entgegen: Junge Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten genauso wie ältere Mitglieder von Cäcilien-, Gospel- oder Gemischten Chören. Reformierte ebenso wie Katholiken.

Musik vereint und berührt

«Es ist ein Fest für die Chorfamilie», sagt Ruth Schmidhofer, Kommunikationsbeauftragte von Cantars Tafers, bei einem kurzen Schwatz. Ein verbindender und grenzüberschreitender Anlass ist es noch dazu: Viele Chöre haben sich für das Fest zusammengetan, ein gemeinsames Programm einstudiert und so frische Bande geknüpft oder alte erneuert. Musik vereint und berührt.

Bis unmittelbar vor dem Glockenschlag zur Mittagsstunde, wenn das erste Konzert beginnen kann, drängen sich noch immer Leute in das lichtdurchflutete Gotteshaus. Alle Sitzreihen sind bis auf den letzten Platz gefüllt. Wer das Stehen nicht scheut, sucht sich einen Platz mit guter Sicht auf die Bühne, die im Altarraum eigens für die zwölf Cantars-Konzerte aufgebaut wurde. Das Prinzip: Jede Stunde ein neues Ensemble, jede Stunde ein neues Konzert. Und das von Mittag bis Mitternacht. Sakrale Konzerte à discrétion sozusagen. «Musik bewegt, fordert und bringt Menschen näher zusammen», sagt CVP-Ständerat Urs Schwaller in seinem Grusswort über die Kraft der Klänge: «Musik ist Leben, und ein Leben ohne Musik wäre Leere.» Er bedanke sich bei den Mitwirkenden für ihr Schaffen, das auf eine Reise in ferne Länder und längst vergangene Epochen entführen werde.

Applaus erfüllt den Saal, als die Sängerinnen und Sänger zur Bühne schreiten. Vor der ganz in Schwarz gekleideten Sängerwand nehmen Musiker mit Streichinstrumenten Platz. Die ersten Klänge erfüllen den Raum. Gänsehaut. Scheinbar mühelos entlocken die Chormitglieder ihren Stimmorganen berührende Laute. Bedrohliche und bedrückende Passagen lassen erzittern. Erhabene und frohlockende Klänge finden auch in den hintersten Reihen Gehör. Die Akustik des Raumes trägt die Schwingungen in einer beeindruckenden Klarheit und Eindringlichkeit in die entlegensten Winkel des Raumes. «Wir loben, preisen, beten dich an», singt der Chor über den «König des Himmels». Orgeltöne und Stimmwelten prallen aufeinander und umarmen sich in Harmonie – umgarnt vom sanften Spiel der Streichinstrumente. Besucher schliessen die Augen und versinken in der Kraft der Musik.

Applaus, Schulterklopfen, hier ein «Bravo», da ein «Ich gratuliere!». Sänger und Publikum verlassen gemeinsam die Kirche, und ein neues Ensemble sowie ein neues Publikum strömen hinein. Ihre ersten Klänge erfüllen den Raum. Wieder Gänsehaut …

Erfolgreiche Bilanz: Feststimmung trotz Regen

B ereits beim ersten Konzert – als der Gemischte Chor Alterswil und der Cäcilienchor Tafers gemeinsam auf der Bühne standen – ist die Pfarrkirche in Tafers fast aus allen Nähten geplatzt. Die Besucherzahlen konnten über alle zwölf Konzerte hinweg auf einem konstant hohen Niveau gehalten werden, wie ein zufriedenes Cantars-Organisationskomitee um Präsidentin Simone Cotting gestern verkündete. Lediglich bei drei Konzerten sei die über 400 Sitzplätze umfassende Kirche «nur» zu zwei Dritteln gefüllt gewesen.

Insgesamt hätten über 1500 Besucher das Kirchenklangfest in Tafers miterlebt. «Es war ein überwältigender Anlass. Die Euphorie und Begeisterung hat sich von Stunde zu Stunde gesteigert», bilanzierte Cotting gestern. Für den fulminanten Abschluss des von Mittag bis Mitternacht andauernden Konzertmarathons sorgte der Cäcilienverein Gurmels mit der Tangomesse von Martin Palmieri.

Im Cantars-Konzept fanden alle Facetten sakraler Musikkultur in der Pfarrkirche Platz: vom klassisch kirchlichen Chorgesang über Gospellieder bis hin zu rockigen Klängen. «Keiner der teilnehmenden Chöre hat sein Programm einfach abgespult. Alle haben den Anlass mitgelebt und den Raum mit Klang gefüllt. Die Schwingungen waren spürbar», freute sich die OK-Präsidentin Cotting. Auch der am frühen Abend einsetzende Regen konnte den reibungslosen Abläufen, der Begeisterung und der guten Stimmung nichts anhaben.

Rund 1000 warme Mahlzeiten hat die Küchenmannschaft ausgegeben. Insgesamt standen am Kirchenklangfest 80 freiwillige Helfende im Einsatz, und das Sensler Museum gewährte allen Besuchern während des ganzen Tages kostenlosen Eintritt. mz

Bis zum Abschluss der schweizweiten Veranstaltungsreihe am 7. Juni in St. Gallen stehen noch 17 weitere Cantars-Tage auf dem Programm. Informationen unter: www.cantars.org

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