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Salminens Einzelaktion brach den Bann

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Am Samstag hatte ein selbstgefälliges Gottéron in Langnau verdient mit 2:5 verloren. Nicht mit der letzten Konsequenz agierend mussten die Freiburger zur Kenntnis nehmen, dass mit Standgas in dieser ausgeglichenen Liga nichts zu holen ist – auch nicht beim Aufsteiger. Man habe die Lektion gelernt, sagten die Spieler vor dem gestrigen «Rückspiel» unisono.

Die Bemühungen, den Worten Taten folgen zu lassen, waren denn auch ersichtlich. Einzig der Wille allein genügte nicht. Spielerisch war kaum mehr etwas zu sehen von dem Gottéron, das mit acht Siegen en suite fulminant in das Championat gestartet war und erst am Freitag im Spitzenkampf gegen den EVZ noch geglänzt hatte. Die Gastgeber taten sich gegen die abermals disziplinierten Tigers erneut sehr schwer und hatten Mühe, die Mittelzone erfolgsversprechend zu überbrücken. Das Fehlen des gesperrten Marc-Antoine Pouliot, für ihn rückte Center Flavio Schmutz von der vierten Linie vor, vermag nur am Rande als Erklärung für die fehlende Durchschlagskraft herzuhalten. Überdies beschnitten sich die Freiburger in der ersten Spielhälfte immer wieder durch Strafen ihrer Möglichkeiten. Etwas, das man unbedingt hatte vermeiden wollen, nachdem die Emmentaler am Samstag drei Treffer in Überzahl erzielt hatten.

Eine Pattsituation

Über einen Rückstand hätte sich Gottéron nach dem ersten Drittel wahrlich nicht beklagen dürfen. Die SCL Tigers, die ein hohes Forechecking betrieben, hatten zunächst die besseren Abschlüsse. So traf der Finne Ville Koistinen im Powerplay nur den Pfosten. Auf der anderen Seite war vieles nur Stückwerk, richtig zwingend tauchten die Freiburger kaum vor dem gegnerischen Tor auf. Zumeist harmlos blieb das Heimteam auch bei numerischer Überlegenheit. Gewiss, Jérémie Kamerzin hatte Pech bei einem Metalltreffer, die folgenden 57 Sekunden in doppelter Überzahl liess Gottéron jedoch ungenutzt verstreichen. Mangels Kreativität und spielerischem Esprit verstrickten sich die beiden Mannschaften mehr und mehr in einen Abnützungskampf, zusammenhängende Aktionen blieben die Ausnahme in einer qualitativ bescheidenden Partie.

Wie zumeist in solchen Pattsituationen bieten Einzelaktionen Hand zur Lösung. In der 34. Minute setzte Sakari Salminen, gestern der gefährlichste Freiburger, entschlossen zu einem Solo an und bezwang mit einem satten Handgelenkschuss Langnau-Hüter Damiano Ciaccio zum 1:0. Es war der fünfte Saisontreffer des Finnen. Das Führungstor verschaffte Gottéron Sicherheit. Das Team von Gerd Zenhäusern übernahm das Spieldiktat und hatte im Schlussabschnitt genügend Möglichkeiten (Greg Mauldin, Killian Mottet), den Sack zuzumachen, derweil bei den Gästen Topskorer Chris DiDomenico schon fast über Gebühr strapaziert wurde. Die drei Punkte waren auch noch nicht im Trockenen, als Benjamin Plüss in der 58. Minute einen Konter erfolgreich zum 2:0 abgeschlossen hatte. Dies, weil Yannick-Lennart Albrecht, der bereits am Samstag zweimal getroffen hatte, 57 Sekunden vor Ende verkürzen konnte. Mehr sollte dem Aufsteiger, der zuletzt dreimal in Folge gewonnen hatte, aber nicht mehr gelingen.

Krampf statt Glanz

Gottéron gebührt sicherlich Anerkennung, auch auf die zweite Saisonniederlage mit einem Sieg reagiert zu haben. Glänzen konnten die Freiburger indes nicht. Die Leichtigkeit des Seins, die sie noch vor nicht allzu langer Zeit ausgezeichnet hatte, ist dem Kampf und Krampf gewichen. Solange zumindest das Resultat wie gestern stimmt, ist damit gut zu leben. Gegen Langnau reichte diesmal eine bescheidene Offensiv-Leistung zum Sieg, bereits am Freitag abermals zu Hause gegen die torgefährlichen Davoser dürften zwei Treffer jedoch kaum genügen und wieder mehr Kreativität gefragt sein.

Telegramm

Gottéron – SCL Tigers 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)

St. Leonhard.–5606 Zuschauer.–SR Eichmann/Mollard, Fluri/Rohrer.Tore:34. Salminen (Sprunger) 1:0. 57. Plüss 2:0. 60. (59:03) Albrecht (Haas, Koistinen) 2:1 (ohne Torhüter).Strafen:je 4-mal 2 Minuten.

Freiburg-Gottéron:Conz; Kamerzin, Ngoy; Rathgeb, Picard; Maret, Schilt; Abplanalp; Fritsche, Gardner, Plüss; Mauldin, Schmutz, Mottet; Sprunger, Bykow, Salminen; Vauclair, Rivera, Marchon.

SCL Tigers:Ciaccio; Adrian Gerber,

Koistinen; Hecquefeuille, Kim Linde-

mann; Gossweiler, Weisskopf; Müller; Murray, Albrecht, Berger; Sandro Moggi, Gustafsson, Wyss; Bucher, DiDomenico, Nüssli; Haas, Schirjajew, Sven Lindemann.

Bemerkungen:Freiburg-Gottéron: ohne Pouliot (gesperrt), Loichat, Pivron und Neukom, SCL Tigers ohne Clark, Zryd und Claudio Moggi (alle verletzt).–Pfostenschüsse: Kamerzin (26.); Koistinen (5.). SCL Tigers von 58:23 bis 59:03 und ab 59:08 ohne Torhüter.–60. Timeout SCL Tigers.

Die FN-Besten:Salminen und Ciaccio.

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