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Samuel Walsers neue offensiven Freiheiten

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Mit einem Vierjahresvertrag von Davos zu Gottéron gewechselt, führt Samuel Walser die dritte Sturmformation der Freiburger an. Der 26-jährige Solothurner gehört in diesem noch jungen Championat zu den wenigen sicheren Werten im Ensemble von Gottéron. Im Gespräch mit den FN spricht der 31-fache Schweizer Internationale über seine neue Rolle, benennt die Unterschiede zwischen seinem Ex-Trainer Arno Del Curto sowie Gottéron-Coach Mark French und erklärt, warum der Meistertitel das Ziel von Freiburg sein muss.

Samuel Walser, als Sie im letzten November bei Gotté­ron unterschrieben haben, sagten Sie, dass Sie nach fünf Jahren in Davos eine neue Herausforderung suchen. Der holprige Saisonstart hat Sie darin bestätigt …

Ja, ich habe diese Herausforderung in Freiburg sicherlich gefunden. Es war wichtig, dass wir mit den beiden Siegen vom Wochenende ein wenig Ruhe reinbekommen haben und nun wissen, dass wir noch gewinnen können. Wenn wir gut arbeiten, vor allem miteinander, und diejenigen Spieler mitziehen, denen es nicht so gut läuft, dann wendet sich das Blatt. So ist eben der Teamsport. Es ist sehr wichtig, dass wir uns gegenseitig helfen.

Woran lag es grundsätzlich, dass Freiburg so harzig und mit drei Niederlagen begonnen hat?

Im ersten Spiel gegen Lausanne beispielsweise kassierten wir etwa 20 Strafminuten – so kannst du natürlich nicht gewinnen. Zudem haben wir in den ersten drei Partien nur gerade drei Tore erzielt. Das war sicher auch ein Punkt. Immerhin sind wir von Spiel zu Spiel ein bisschen besser geworden. In jedem Match haben wir ein Drittel dominiert. Jetzt müssen wir schauen, dass wir Konstanz hinbekommen und unser Spiel über drei Drittel durchziehen können.

Mit drei Assists waren Sie am Samstag gegen die Lakers Topskorer von Gottéron. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Saisonstart?

Ich wäre lieber nicht der Topskorer gewesen und wir hätten dafür mehr Punkte geholt, das wäre sicher besser gewesen. Doch ich habe mich hier schon ganz gut eingelebt. Es ist ein super Team und eine tolle Umgebung. Der Club unterstützt die Spieler, wo er kann. Es ist wirklich alles sehr professionell. Das sind ebenfalls Punkte, warum ich mich hier sehr gut aufgehoben fühle. Dennoch habe auch ich noch viel Steigerungspotenzial.

Ein Grund für Ihren Transfer war auch, dass Sie mit Ihrer Rolle in Davos nicht mehr ganz so zufrieden gewesen sind. Haben Sie die erhofften neuen Aufgaben erhalten?

Sicher, Gottéron hat ein ganz anderes Spielsystem als Davos. Es gibt defensive und offensive Aufträge, die wir alle befolgen müssen. Für die Center wie mich sind die Freiheiten aber grösser, besonders im Spiel nach vorne. Darin kann ich mich weiter verbessern, indem ich in diese neue Rolle hineinwachse und Dinge kreieren kann.

So haben Sie etwa Julien Sprunger neues Leben eingehaucht. Er ist für die beiden letzten Spiele an Ihre Seite gewechselt und hat gleich drei Tore erzielt…

Ich kannte Julien vorher nicht persönlich. Er ist wirklich ein flotter Typ, mit dem ich mich auch neben dem Eis sehr gut verstehe. Das ist sehr wichtig. Julien ist «Mister Gotté­ron», das war er auch für mich schon immer. Ich bin stolz, an seiner Seite spielen zu können, und probiere ihn so gut wie möglich einzusetzen. Ich bin froh, läuft es ihm jetzt, und ich hoffe, das dauert möglichst lange an.

Am Dienstag kehren Sie erstmals nach Davos zurück – mit welchen Gefühlen?

Heute (Red.: gestern Montag) denke ich noch nicht gross da­ran. Wir haben im Training Details ausgebessert, die wir zuletzt falsch gemacht haben. Morgen vor dem Spiel wird dann sicher ein Kribbeln aufkommen, das ist normal. Die Vorfreude auf das Spiel ist gross. Das Wiedersehen mit den alten Kollegen spornt mich an, mein bestes Hockey zu zeigen. Ich will unbedingt die drei Punkte holen.

Der HCD hat am Samstag zu Hause gegen die SCL Tigers gleich mit 0:7 verloren. Sie kennen Trainer Arno Del Curto bestens. Wie hat er auf diese Pleite reagiert?

Er wird die Spieler sicher ein bisschen zusammengestaucht haben. Davos wird gegen uns brutal kommen, darauf müssen wir gefasst sein. Wir müssen versuchen, mit Skorpionstichen gleich ein zwei Tore zu erzielen, um siegen zu können. Was alles in Davos passiert ist seit Samstag, kann ich aber nicht sagen. Das spielt aber auch keine Rolle, wir müssen sowieso nur auf uns schauen, egal, wie der Gegner heisst.

Wie sehr kann Del Curto aus seiner Haut fahren?

Er ist so, wie man ihn aus den Interviews kennt – er ist natürlich schon ein Heisssporn. Arno weiss ganz genau, wann es Zeit ist, um rumzuschreien, damit seine Mannschaft wachgerüttelt wird, und wann womöglich nicht der Moment dazu ist. Ganz abgesehen davon ist natürlich kein Spieler zufrieden, wenn er mit einem 0:7 vom Eis geht.

Für Davos dürfte es grundsätzlich eine schwierige Saison werden. Viele Spieler verliessen den Club, der nicht mehr der Magnet für die jungen talentierten Spieler zu sein scheint wie noch früher. Ist das System Del Curto mit der neuen Generation nicht mehr kompatibel?

Das ist eine schwierige Frage, dazu müsste man die Spieler in diesem Alter befragen. Aber es ist schon so: Entweder sucht man die Herausforderung bei Arno, oder man nimmt sie eben nicht an.

Mit Mark French haben Sie erstmals seit Jahren einen neuen Trainer. Was kann er besser oder macht er anders als Del Curto?

Er spricht sicher besser Englisch (lacht). Im Ernst, French ist im Vergleich zu Del Curto eher der ruhige Typ, der mehr im Gespräch auf seine Spieler eingeht. Aber auch er kann um 180 Grad drehen und schon mal laut werden. Das ist sehr wichtig für einen Trainer, schliesslich soll er ja nicht unser Freund sein, sondern eine Respektsperson.

Und wie sieht es taktisch aus?

Sein Spielsystem ist sehr gut – wir müssen es einfach befolgen. Das ist uns in den ersten Partien noch nicht gelungen. Da haben wir noch zu viele Fehler gemacht. Wenn wir die Vorgaben des Trainers erfüllen, dann sieht es ziemlich gut aus, dann kann etwas Gutes zusammenwachsen.

Gottéron werde sehr gute Titelchancen haben, sagten Sie im letzten November. Bleiben Sie dabei?

Das ist definitiv das grosse Ziel, an das wir alle glauben müssen. Deshalb kommen wir jeden Tag in die Eishalle, um besser zu werden. Wir dürfen nicht gleich den Kopf hängen lassen, wenn es einmal nicht rundläuft wie jetzt zu Saisonbeginn. Wir haben aus dieser Krise rausgefunden, aber es ist noch ein sehr weiter Weg. Zunächst müssen wir die Playoffs erreichen und dann schauen, was machbar ist. Das ultimative Ziel muss letztlich aber der Titel sein.

Der heutige Gegner

Die Fakten zum HCD

• Der HC Davos wartet nach fünf Partien noch auf sein erstes Powerplay-Tor.

• Auch das Penaltykilling funktioniert noch gar nicht. Mit einer Erfolgsquote von 74 Prozent hat Davos das schlechteste Boxplay der Liga.

• Bei den ZSC Lions auf dem Abstellgleis hat Inti Pestoni beim HCD schnell zu alter Stärke zurückgefunden und ist Topskorer (3 Tore, 2 Assists).

• Noch nicht der Alte ist hingegen der Finne Perttu Lindgren. Nachdem er fast die ganze letzte Saison verletzt ausgefallen war, ist er noch ohne Skorerpunkt.

• Verletzt sind Davyd Barandun, Dominic Weder und Jerome Portmann.

Auswärtsspiel in Davos

Keine Änderungen bei Gottéron

Gottéron wird heute beim HC Davos mit derselben Mannschaft wie zuletzt am Samstag beim 3:2-Heimerfolg gegen die Rapperswil-Jona Lakers antreten. Überzählig sind damit Laurent Meunier sowie die Gebrüder Marco und Sandro Forrer. Bemerkenswert: Drei Viertel der bisherigen Treffer von Gottéron (8 von 11) markierten die Freiburger Eigengewächse Julien Sprunger (3), Killian Mottet (2), Nathan Marchon (2) und Andrei Bykow (1).

fs

Heute spielen

Davos – Gottéron 19.45 Lakers – Lausanne 19.45 Lugano – Ambri 19.45 SCL Tigers – Biel 19.45 Zug – ZSC Lions 19.45

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