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Sanft verdichten, moderat wachsen

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Der aktuelle Ortsplan der Gemeinde Villars-sur-Glâne stammt aus dem Jahr 1993. Seither hat sich die Gemeinde stark entwickelt: Die Bevölkerungszahl stieg von rund 8000 auf über 12 000 Einwohner; 2005 erreichte Villars-sur-Glâne die Schwelle von 10 000 Einwohnern und gilt seither als Stadt. «Wir sind zu einer Park-Stadt geworden», sagt der für die Raumplanung zuständige Gemeinderat Bruno Marmier (Grüne). Villars-sur-Glâne habe einen urbanen Charakter entwickelt, biete aber immer noch viele Grünflächen. Dies solle unbedingt so bleiben. Grünzonen, Parks und öffentliche Plätze, die zur Lebensqualität beitragen, sind darum ein wichtiger Bestandteil des neuen Ortsplans, den die Gemeinde am Freitag öffentlich auflegt.

 Insgesamt gehe es, nach einer Phase des raschen Wachstums, in den nächsten fünfzehn Jahren eher um eine sanfte Entwicklung, so Marmier. Nebst den Grünzonen spielen der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und eine langsame Verdichtung in den Wohnquartieren eine wichtige Rolle. Eine solche Verdichtung sei sowohl in Einfamilienhaus-Quartieren als auch bei Wohnblöcken möglich.

Zwei neue Bauzonen

Trotzdem ist in Villars-sur-Glâne nicht nur Konsolidierung angesagt. In zwei Gebieten will die Gemeinde weiter wachsen: in Bertigny-West (zwischen Villars-Vert und der Autobahn) und in der Zone Croset (südlich des Quartiers Les Dailles). Croset und ein Teil von Bertigny-West befinden sich aktuell in der Landwirtschaftszone. Eine Umzonung ist gemäss dem neuen eidgenössischen Raumplanungsgesetz nur möglich, wenn es andernorts zu einer Kompensation kommt. Gemeinderat Bruno Marmier hofft dabei auf die Unterstützung des Kantons: Villars-sur-Glâne selbst habe kein Bauland, das es auszonen könnte. Bertigny-West zähle aber gemäss kantonalem Richtplan zu den Arbeitszonen von kantonaler Bedeutung. Darum sei es auch im Interesse des Kantons, Lösungen zu finden.

«So oder so ändert die eidgenössische Gesetzgebung die Strategie der Gemeinde nicht grundsätzlich», betont Marmier. Der Ortsplan sei kohärent und stehe im Einklang mit dem kantonalen Richtplan und mit dem Agglomerationsplan. «Alles, was sich ändern könnte, wäre der Zeitplan.»

Arbeitszone Bertigny-West

Für die Zone Bertigny-West sehen sowohl die Gemeinde Villars-sur-Glâne als auch die Agglomeration Freiburg und der Kanton eine Arbeitszone für Unternehmen mit hoher Wertschöpfung vor. Gleichzeitig ist Bertigny-West einer von drei Standorten, die für den Bau des geplanten kantonalen Schwimmzentrums in Frage kommen (die FN berichteten). Beides schliesst sich gemäss Bruno Marmier nicht aus: «Sollte das Schwimmbad hier gebaut werden, steht zwar weniger Land für Unternehmen zur Verfügung, dafür würde das Bad den Standort noch attraktiver machen.»

In der Zone Croset soll dereinst ein Ökoquartier entstehen. Das bedeute einerseits, dass etwa auf nachhaltiges Bauen, den Einsatz von erneuerbaren Energien und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr geachtet werde, erklärt Gemeinderat Marmier. Andererseits gehe es auch darum, dass Begegnungsorte für die Einwohner entstünden und eine ausgeglichene soziale Durchmischung herrsche.

 Das Wachstum wird in der drittgrössten Gemeinde des Kantons also auch in den nächsten Jahren weitergehen, wenn auch moderater als zuletzt. Vor allem das Quartier Cormanon-Ost hat zur Bevölkerungszunahme der letzten Jahre beigetragen. Heute leben dort über 1600 Personen. So grosse Überbauungen sind vorerst in Villars-sur-Glâne nicht mehr geplant. Trotzdem rechnet Bruno Marmier damit, dass die Gemeinde in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren ihren fünfzehntausendsten Einwohner wird begrüssen können.

Der neue Ortsplan wird nach Ablauf der Einsprachefrist überarbeitet, im Herbst nötigenfalls ein zweites Mal aufgelegt und bis Ende Jahr beim Kanton eingereicht.

Die Gemeinde organisiert zwei Informationsabende über den neuen Ortsplan: Di., 20. Mai., und Do., 22. Mai, um 19.30 Uhr im Schulhaus Cormanon.

Belle-Croix: Kommen Autos unter den Boden?

I m Rahmen der Ortsplan-Revision hat die Gemeinde Villars-sur-Glâne eine alte Idee für den Doppelkreisel Belle-Croix beim Einkaufszentrum Moncor aus der Schublade geholt: Die Idee, die bereits zu Beginn der Nullerjahre zur Diskussion stand, sieht vor, den Verkehr unter die Erdoberfläche zu verlegen und überirdisch einen ganz neuen Platz zu gestalten. Momentan sei dies noch Zukunftsmusik, sagt Gemeinderat Bruno Marmier. Zudem habe auch der Kanton ein Wörtchen mitzureden, da es sich um Kantonsstrassen handle und sich ein Teil des Landes im Besitz des Kantons befinde. cs

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