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Sängerfreunde Berg feiern Jubiläum

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Autor: Heribert BAEchler

Düdingen Mit einer von H. O. Millsby arrangierten Intrada in höfischer Manier sorgten die Sängerfreunde Berg mit tänzerisch inszeniertem Auftritt für einen beschwingten Auftakt zu ihrem Jubiläumskonzert. Im Stile einer Musik-Revue der 60er-Jahre lockte der gastgebende Chor mit beseeltem Swing das Publikum zu heiteren Ovationen.

Swingender Drive

In den boulevardesken Titeln, Frauen sind anders und Männer mag man eben, von Hans Unterweger überzeugte das Ensemble durch seinen bewegt swingenden Drive. Wie Musik mit einem Schlag andere Emotionen zu erzeugen vermag, veranschaulichte auf eindrückliche Weise das Lied Der Bettelmann von L. Maierhofer. Dirigent Bruno Schaller übernahm das Bariton-Solo und lieferte, begleitet von seinem äusserst präsenten Chor, eine berührende Interpretation der Ballade der armen Kreatur.

Es fiel auf, wie selbstverständlich auch andere Chormitglieder im Laufe des Programms in Solistenrollen schlüpften und mit gekonnten Vorträgen überzeugten. Als die Gastgeber mit Hans bliib da, einem Marschlied von L. Maierhofer, ihren Part beendeten, erreichte das Stimmungsbarometer im voll besetzten Haus einen ersten Höhepunkt.

Auftritt der Gastchöre

Ils Emigrants, ein Männerchor aus Heimweh-Bündnern mit Sitz im zugerischen Baar, interpretierte traditionelle Weisen aus dem reichen Fundus der rätoromanischen Liedkultur. Der Gastchor gestaltete die elegischen Weisen mit feierlicher Innigkeit. In ihrer Ode auf den Monat August, Sera d’uost von Alvin Mouth, gestalteten die Sänger über ruhendem Ostinato in langen Legatobögen Harmonien von erhebendem Wohlklang. Das Publikum sang dankbar mit, als Dirigent Aaron Tschalèr zum Schluss das Publikum zum Mitsingen des Refrains der heimlichen Bündner Nationalhymne Dorma bain ermunterte.

Alle Facetten des Unglücks

Mit südländischem Temperament eroberte der Coro S.C.A.M aus Giornico im Nu die Herzen des Auditoriums. Die Vertreter der italienischen Schweiz erweiterten das Klangspektrum durch ihren typisch kehligen Stimmansatz. Im Benia calastoria von Pepi De Marzi zeichnete Dirigent Giotto Piemontesi mit der ganzen dynamischen Bandbreite alle Facetten des Unglücks eines Auswanderers in der Ferne nach. Über sanft ruhenden Ostinati spannten sich im Piano filigran lispelnde Akkorde, bis sie sich im tiefen Schmerz zum kraftvoll explodierenden Forte entluden. Mit dem bekannten La Montanara von Toni Ortelli verabschiedeten sich die Tessiner und machten den Vertretern aus der Westschweiz Platz.

Musetteartige Leichtigkeit

Unter der Leitung von Pierre Huwiler bereicherten die 16 Sänger von Lundi 7heures den Konzertabend mit einem fulminanten musikalischen Kaleidoskop des Lebens. Da kokettierten die Stimmen mit musetteartiger Leichtigkeit im französischen Chanson, beschworen in einer burlesken Szene den letzten Gang eines mexikanischen Generals, vereinigte sich ihr Gesang in schmerzlicher Betroffenheit zu einem Klagelied von Pablo Neruda. Über allem strahlte aber Violetta Parras Lied Gracias a la vida. Die Sänger entwickelten die grossartige Ballade aus einem gregorianisch anmutenden Intro mit wachem Gespür für die iberoamerikanische Sonorität und Rhythmik zu einer ergreifenden Ode an das Leben.

Wie die Vielfalt der Musik aus den vier Sprachregionen unser Land bereichert, demonstrierten die vereinigten Chöre zum Schluss mit Pierre Huwilers eigens zum Anlass komponierten Potpourri Swiss Ladies. Jedes Mal, wenn aus dem Reigen der Melodien das Grüetzi wohl, Frou Stirnimaa auftauchte, wuchs das Klatschen des Publikums zum Orkan.

Ein Dank von der Empore

Am Sonntagmorgen trugen die Sängerfreunde Berg die Festfreude in den Sonntagsgottesdienst der Pfarrei Schmitten. Zum Projektchor erweitert mit andern singfreudigen Männern machten sie mit der Aufführung der Deutschen Messe von Franz Schubert den Gottesdienst zu einem spirituellen Erlebnis. In der Sporthalle Gwatt fanden die gelungenen Jubiläumsfeierlichkeiten bei einem Festbankett mit Beteiligung der Bevölkerung ihren würdigen Abschluss.

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