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Sanierung des Rathauses wird teurer

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Als der Grosse Rat Ende März 2017 einen Studienkredit von 1,43 Millionen Franken zum Umbau und der Sanierung des Rathauses in Freiburg genehmigte, wurden die Baukosten auf ungefähr 15 Millionen Franken geschätzt.

Nun hat der Staatsrat dem Parlament die Botschaft zum Verpflichtungskredit für die Arbeiten vorgelegt, und darin ist ein Betrag von 19 Millionen Franken zusätzlich zum Studienkredit vorgesehen. «Seit dem letzten Jahr wurden noch detailliertere Studien vorgenommen, die höhere Kosten im Bereich des Kellers und des Platzes vor dem Rathaus ergaben», so Baudirektor Jean-François Steiert (SP). Dabei geht es um die Restaurierung des historischen Gebäudes, des Mobiliars und der Konsolidierung des Untergrundes vor dem Hauptgebäude.

Gemäss Steiert hat man mögliche Einsparungen geprüft, darauf aber verzichtet, weil das Projekt in seiner Gesamtheit infrage gestellt worden wäre.

Künftig eine Wandelhalle

Die zusätzlichen Sondierungen wurden im Rahmen des Studienkredits durchgeführt. Fachleute haben dabei die Spuren der Bauetappen des Gebäudes aktualisiert, Änderungen durch verschiedene Eingriffe erkannt, den Gebäudezustand detailliert überprüft sowie den künstlerischen und historischen Wert des Mobiliars und der Einrichtung bestimmt.

Das aus einem Studienauftrag hervorgegangene Siegerprojekt «Fryburg» zeichnet sich gemäss der staatsrätlichen Botschaft wie folgt aus: «Das Resultat der Arbeiten wird ein Gebäude sein, das näher an seinen Ursprüngen ist.» So werde die historische Sub­stanz des Gebäudes mit zeitgenössischen Massnahmen zur Geltung gebracht. Insbesondere wird die ehemalige Kornhalle im Erdgeschoss wieder in ihrer Gesamtheit hergestellt. Dieser Eingangsraum soll zu einer eigentlichen Wandelhalle des Freiburger Rathauses werden. Hier werden sich die Wege der Politiker, der Verwaltung und des Publikums kreuzen. Sie kann auch für repräsentative Anlässe genutzt werden.

Von diesem Raum im Erdgeschoss werden Treppen und ein Lift hoch zum Grossratssaal führen. Dadurch wird der Zugang auch für Personen mit einer Behinderung gewährleistet. Das ehemalige Wachhaus auf der rechten Seite des Vorplatzes soll für Sitzungen von Kommissionen genutzt werden können. Und schliesslich soll auch das Sekretariat des Gros­sen Rats im Rathaus Platz finden und neue Büroräumlichkeiten erhalten.

Sessionen bei der Polizei

Das Projekt sieht auch eine Modernisierung der Gebäudetechnik vor. Bisher hatte das Gebäude keine spezifische Wärmedämmung. Der globale Energieverbrauch soll deutlich gesenkt werden. Geheizt wird weiterhin mit Gas.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2020 und 2021 vonstattengehen. In dieser Zeit wird der Parlamentsbetrieb aufrechterhalten, aber der Grossratssaal kann nicht benutzt werden. Erst war eine Auslagerung des Ratsbetriebs nach Grangeneuve zur Diskussion gestanden. Gemäss Jean-­François Steiert zeichnen sich nun aber Sessionen «ex­tra muros» im neuen Polizeigebäude in Granges-Paccot ab. Dies würde Zusatzkosten von höchstens 344 000 Franken verursachen.

Der Verpflichtungskredit für das Rathaus soll im Parlament möglichst im Oktober behandelt werden, so Ratspräsident Markus Ith (FDP) auf Anfrage der FN.

Chronologie

Knapp 500 Jahre alt

Das Freiburger Rathaus, heute Sitz des Kantonsparlaments, wurde 1522 erbaut. Immer wieder fanden im Verlauf der Jahrhunderte Arbeiten statt. So wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts weitreichende Arbeiten im Erd- und Untergeschoss durchgeführt. 1999 wurde der Grossratssaal restauriert. Die nun geplanten Umbauarbeiten sollen 2020 beginnen; der Bezug ist für November 2021 geplant.

uh

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