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Sanierungs- und Erholungsphase

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Sanierungs- und Erholungsphase

Unternehmen weiterhin im Strudel der Strukturanpassungen

Das garstige Wirtschaftsklima und die ersten Anzeichen einer Morgenröte machen sich in der Entwicklung der Zahl der Unternehmen bemerkbar: Während die Zahl der Firmenkonkurse 2003 wieder anstieg, nahm die Zahl der Löschungen wie bereits 2002 nochmals spürbar ab.

Von WALTER BUCHS

Die Entwicklung der Zahl der im Handelsregister eingetragenen Firmen gibt Aufschluss über die aktuelle Wirtschaftslage. Sie ist ebenfalls ein Indiz, wie deren Zukunft eingeschätzt wird. Die vom Schweizerischen Verband Creditreform aufgrund der Veröffentlichung im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) publizierten Daten erlauben somit entsprechende Rückschlüsse.

Erneuerungsprozess

Mit insgesamt 365 Konkursanmeldungen im vergangenen Jahr (siehe Tabelle) werden im Kanton Freiburg die Rekordwerte der Jahre 1997 und 1999 nahezu erreicht. Dies deutet auf eine schwierige wirtschaftliche Situation im vergangenen Jahr hin. Gleichzeitig wurden 2003 «lediglich» 583 Firmen aus dem Handelsregister gelöscht, während es im Vorjahr 725 und 2001 gar 882 waren. Dies ist einerseits ein Hinweis darauf, dass in der Unternehmensstruktur weniger Sanierungsbedarf vorhanden ist und dass sich andererseits eine gewisse Wirtschaftserholung anbahnt.

Ansteig der Konkurse in Baubranche

Die Firmenkonkurse mussten 2003 eine Zunahme von 13,4 Prozent hinnehmen, die alle Tätigkeitsbereiche betrifft. Am grössten ist der Anstieg in der Baubranche, das Dreifache des Landesdurchschnitts. In den anderen Wirtschaftssektoren liegt der Anstieg beträchtlich unter dem gesamtschweizerischen Mittel.

Vom 1.1.2003 bis 31.12. 2003 sind im Kanton Freiburg 909 neue Firmen im Handelsregister eingetragen und im SHAB publiziert worden. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Minus von 3,6 Prozent gegenüber einem Plus von 3,5 Prozent auf Landesebene. Lediglich im Bereich Handel (namentlich Haushaltgeräte, Sportartikel und Maschinen) wird im Vergleich zu 2002 eine Zunahme ausgewiesen (+ 8,4 Prozent). Die anderen Branchen weisen eine rückläufige Tendenz auf, insbesondere Industrie und verarbeitendes Gewerbe.
Eine positive Entwicklung ist im Bereich Firmenlöschungen auszumachen: Einem Rückgang von 19,6 Prozent im Kanton steht eine Zunahme von 7,8 Prozent auf Landesebene gegenüber. In allen Wirtschaftsbranchen des Kantons mussten weniger Firmen aus dem Handelsregister gelöscht werden als im Vorjahr. Dabei fällt auf, dass trotz hoher Insolvenzquote im Baugewerbe die Zahl der Löschungen in diesem Bereich mit -27,6 Prozent verhältnismässig am deutlichsten abnahm. Dies weist auf den nach wie vor hohen Restrukturierungsbedarf in der Branche hin.

Beeindruckendes Nettowachstum

Die Differenz zwischen den Neueintragungen und den Löschungen ergibt das Nettowachstum der im Handelsregister eingetragenen Firmen. Dieses betrug im Jahre 2001 lediglich 51, stieg im Jahre 2002 auf 218 an und erreichte im vergangenen Jahr 326.

Dies entspricht auf kantonaler Ebene innert Jahresfrist einer Zunahme um 49,5 Prozent bei einem schweizerischen Mittel von -6,9 Prozent. Das Nettowachstum ist in Freiburg namentlich im Handel und im Baugewerbe besonders hoch ausgefallen, während Industrie und Gewerbe stagnierten.

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