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Sankt Nikolaus läutet den Advent ein

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Ein Karussell aus einer anderen Zeit drehte sich vor dem Tinguely-Museum flink im Kreis. Warm eingepackte Kinder flogen lachend an ihren Eltern vorbei, die an warmem Tee nippten und miteinander plauderten. Zu Tausenden strömten die Menschen vorgestern ins Freiburger Burgquartier. Etwas Erwartungsvolles lag in der glühweingeschwängerten Luft.

Breit gefächertes Programm

Aus der mehrheitlich dunkel angezogenen Menschenmenge stachen ein paar knallrote Luftballons heraus. Hie und da schwebte ein Sankt Nikolaus, festgebunden an einem zarten Kinderhändchen, durch die Gassen.

Ein breites Angebot an Aktivitäten liess bereits den ganzen Tag Gross und Klein auf ihre Kosten kommen. Musik für die Erwachsenen, Märchenstunden, Schminken und Eselreiten für die Kleinen. Der Handwerkermarkt beim Kollegium Sankt Michael lud zum Flanieren ein und erfreute sich grossen Zulaufs, wie die Veranstalter mitteilten. An 56 Ständen boten dort Handwerker und Kollegiumsklassen allerlei Selbstgemachtes an.

Babalou war auch dabei

Schon bald breitete die Nacht ihre Dunkelheit über die Freiburger Gassen. Die kleine Lea aus Freiburg war mit ihrer Familie am Umzug – wie jedes Jahr. «Ich hoffe, dass ich den Santiklaus von ganz nah sehe», verriet sie. Und natürlich wollte sie auch einen Lebkuchen zu fassen kriegen. «Also mindestens einen.»

Kurz vor sechs kam dann Bewegung ins Burgquartier. Rund 200 Musiker und Sänger der Chöre St. Michael, Les Marmousets und Les Enchanteurs sowie die Pfeifer und die Musikgesellschaft des ­Kollegiums St. Michael kündigten den Sankt Nikolaus musikalisch an. Noch ein wenig warten…

Und endlich konnte jeder einen Blick auf den Santiklous und seinen Esel Babalou werfen. Lebkuchen flogen in hohem Bogen durch die Luft und wurden irgendwo von geschickten Besuchern auf­gefangen. «Der kann aber ganz schön weit werfen», staunte ein kleiner Junge hoch oben auf den starken Schultern seines Vaters.

Klimawandel und Populismus

«Meine lieben Kinder», begrüsste der Santiklous die jubelnde Menge vom Balkon der Kathedrale aus und erzählte, dass er bereits seit Freitag in der Stadt sei, jedoch inkognito. Er habe eine Nacht im Neigh-borHub verbracht und verstanden, wie wichtig ein schonender Umgang mit den Ressourcen unserer Erde sei.

Mit Blick auf die Feierlichkeiten rund um das 200-Jahr-Jubiläum von Nova Friburgo freute sich der Santiklous darüber, dass «mit Caipirinha und nicht nur mit Gifferstee» angestossen worden sei. Er erinnerte sich auch daran, wie die Freiburger Vorfahren damals in Brasilien aufgenommen wurden. Er appellierte an die Menge, sich für die Aufnahme von Flüchtlingen zu engagieren und erzählte: «Auf meinem Weg hierher bin ich durch viele vom Populismus geprägte Länder gereist. Ich bin stolz, dass ihr Freiburger nicht so seid. Ihr geht vielleicht ins ‹Popu›, aber dafür seid ihr noch lange keine Populisten.» Schelte gab es für die Politiker. «Zu akzeptieren, dass die Läden samstags bis 17 Uhr geöffnet sind», mahnte der kritische Heilige. «Ist das vernünftig? Habt ihr dabei an die Familien gedacht?»

Bilanz

Veranstalter vermelden rund 30 000 Umzugsteilnehmer

Die Veranstalter der Sankt-Nikolaus-Feier, das Kollegium Sankt Michael sowie die Stadt Freiburg ziehen eine sehr positive Bilanz, wie sie in einem gemeinsamen Communiqué mitteilen. Am samstäglichen Umzug wurden «nahezu 30 000 Personen» gezählt, wie es heisst. Das Fest habe damit «seinen Zauber voll entfaltet». Aber auch der Handwerkermarkt habe von einem grossen Zulauf profitiert. Die 56 Stände hätten «ein grosses Publikum begeistert». Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer hätten auch die fünf Vorstellungen des Puppentheaters angezogen. Diese erstmals durchgeführten Aufführungen seien das Werk von Schülern des Kollegiums Sankt Michael. Und schliesslich habe auch der spielerische Parcours «Der Garten des Sankt Nikolaus» im Ehrenhof des Kollegiums einen «klaren Erfolg» dargestellt, heisst es weiter. Am gestrigen Familientag haben ebenfalls insgesamt rund 1800 Personen teilgenommen, wie die Veranstalter gegenüber den FN sagten.

jcg

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