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Sarma und Maisbrötchen aus Serbien

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Das Essen ist schon fast bereit. Es sieht so aus, als ob Andja Spicher Vojnovic eine ganze Fussballmannschaft eingeladen hätte. «Das ist in Serbien normal, wenn Besuch kommt», sagt sie. «Es wäre eine Katastrophe, wenn es zu wenig Essen hätte, wenn man Besuch hat. Gäste werden immer gross bekocht.» Was damit genau gemeint ist, stellt sich schnell heraus. Zuerst gibt es Pita gefüllt mit Lauch und Käse, danach eine Sauerrahmsuppe mit Gemüse und Fleisch. Dazu ein serbisches Brot mit Sesam. Schliesslich Cevapcici (Hackfleischstäbchen) und Pljeskavice–ähnlich wie Hamburger–mit serbischem Salat aus Gurken, Tomaten und Käse. Alles hausgemacht.

Der Hauptgang lässt auch nicht lange auf sich warten. Die gebürtige Serbin serviert eine Schale mit Fleischvogelähnlichen Rollen. «Das ist Sarma, eine Spezialität aus Serbien», erklärt sie (siehe Kasten). Dazu serviert sie Maisbrötchen. Auch das ist alles selbst gemacht. Wie auch das Dessert: süsse Pita mit Apfelstückchen, Rosinen und Baumnüssen und serbische Profiteroles. «Die serbische Küche ist ziemlich deftig, und es wird viel gegessen», sagt Andja Spicher Vojnovic lachend. «Vor allem ist oft die ganze Familie am Tisch, und es wird viel geredet.»

Alleine in die Schweiz

Die Serbin aus Vojvodina lebt nun seit 23 Jahren in der Schweiz. Als 41-Jährige flüchtete sie aus ihrer Heimat, weil sie als Polizistin in den Kosovokrieg hätte ziehen müssen. «Es kam für mich nicht infrage, in den Krieg zu gehen. Ich liess alles zurück und flüchtete alleine in die Schweiz.» Hier angekommen wurde sie von Bekannten aufgenommen und lernte dann ihren heutigen Mann, Peter Spicher, kennen. «Die Flucht aus meiner Heimat war eine schwierige Zeit für mich. Ich bin der Schweiz unendlich dankbar für alles.»

An Serbien hat sie viele schöne Erinnerungen. «Ich gehe viel nach Serbien in die Ferien und geniesse es immer, dort zu sein. Vor allem auch das Essen ist jeweils wunderbar und erinnert mich an mein Leben in Serbien», erzählt sie. «Wir haben zu Hause oft Fisch gegessen. Mein Vater war ein passionierter Fischer.» Selber habe er aber nie auch nur einen einzigen Fisch gegessen. «Er hat alles gemacht: gefischt, den Fisch ausgenommen und zubereitet. Aber gegessen hat er ihn nie», sagt die Pflegefachfrau aus Überstorf und lacht.

Spanferkel bei Festen

Die Zutaten, die Andja Spicher Vojnovic für ihre serbischen Spezialitäten benötigt, findet sie oft im Detailhandel. «Grosse Lebensmittelläden haben seit einiger Zeit gemerkt, dass die Nachfrage nach Lebensmitteln aus dem Balkan gross ist und wollen diese abdecken. Deshalb finde ich dort vieles, was ich zum Kochen brauche», erzählt sie. In Bern gebe es zudem eine serbische Metzgerei. «Cevapcici, Pljeskavice oder ein Spanferkel: Dort findet man alle serbischen Fleischspezialitäten.»

Spanferkel sei eine grosse serbische Spezialität, so Andja Spicher Vojnovic. An Festen wie Taufen oder Hochzeiten werde oft ein Spanferkel serviert. «Manchmal stehen grosse Feste an. Da können manchmal 15 Spanferkel nebeneinander brutzeln.» Peter und Philipp Spicher, ihr Mann und ihr Sohn, freuen sich immer darüber. «Spanferkel ist etwas vom Besten, was es gibt», meint Peter Spicher.

Das Rezept

Sarma–serbische Sauerkrautwickel

Zutaten:1 Kilogramm Hackfleisch, 3 Zwiebeln, 5 Knoblauchzehen, 2 Beutel Sarma-Spezialgewürz, 400 Gramm Risottoreis, 100 Gramm geräucherter Speck,1⁄2Deziliter Öl, 30–35 Sauerkrautblätter, 1 Rüebli, Petersilie, Salz, Pfeffer.

Zubereitung:Zwiebeln, Knoblauch und Rüebli andünsten. Abkühlen lassen. Danach mit dem rohen Hackfleisch vermischen, das Sarma-Spezialgewürz, Salz und Pfeffer zufügen. Ungekochter Risottoreis in die Fleisch-Gemüse-Masse geben und wieder gut vermischen. Anschliessend die Masse in Sauerkrautblätter einwickeln und auf niedriger Stufe vier bis fünf Stunden in Wasser und Öl garen lassen.fab

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