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«SCD light» bezieht Kanterniederlage

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Autor: Stefan Meuwly

Fussball 1. Liga Die Startaufstellung des SCD offenbarte auf den ersten Blick, dass es in diesem vorletzten Meisterschaftsspiel nicht mehr um viel ging. Stammgoalie Schneuwly wurde durch Ersatzmann Christian Piller ersetzt, in der zentralen Abwehr kam wie am vergangenen Mittwoch Mathieu Bueche zum Einsatz, und im Sturm vertraute Trainer Weber, an der Seite von Gigic, auf den erst 16-jährigen Kushtrim Azizi.

Ungenügendes Abwehrverhalten

Die Erwartungen an das Gästeteam hielten sich daher im Vorfeld in Grenzen. Dass nach den 90 gespielten Minuten auf der Anzeigetafel «Locaux: 6, Visiteurs 0» stand, war aber auch für den Düdinger Chefcoach frustrierend: «Die letzte Konsequenz hat heute gefehlt. Zudem haben wir gegen Schluss der Partie wieder Geschenke verteilt, welche der Gegner natürlich angenommen hat.»

Dabei waren die Spielanteile keineswegs einseitig verteilt. Düdingen hatte ähnlich viel Ballbesitz, die Torchancen waren ebenfalls auf beiden Seiten gut verteilt, und die Eckballstatistik sprach mit 8:0 deutlich zu Gunsten der Gäste. Das Übel war im völlig ungenügenden Abwehrverhalten zu suchen. Die Hintermannschaft erwischte einen rabenschwarzen Tag.

Protokoll des Grauens

Hier in chronologischer Reihenfolge das Protokoll des Grauens:

7. Minute, 1:0: Niemand fühlt sich für Torjäger Koum zuständig, der an der Strafraumgrenze angespielt wird und seelenruhig einschieben kann.

22. Minute, 2:0: Bueche stellt sich im Zweikampf mit Kuzmanovic ungeschickt an und verschuldet einen Strafstoss. Gormond verwertet sicher.

65. Minute, 3:0: Düdingens Abwehr viel zu passiv. Der eingewechselte Ellegaard trifft zur Vorentscheidung.

73. Minute, 4:0: Ein zugegebenermassen frecher Heber von Koum überrascht die Abwehr mitsamt Goalie Piller.

85. Minute, 5:0: Ein kräftiger Weitschuss von Ellegaard, Torwart Piller macht keine gute Figur, und schon wieder zappelt es im Netz.

91. Minute, 6:0: Kuzmanovic erhält von den Düdingern Geleitschutz und trifft zum Schlussstand.

Jenny spricht Klartext

SCD-Abwehrchef und Routinier Pascal Jenny fand nach dem Spiel deutliche Worte. Er macht primär zwei Gründe für die schwachen Leistung seines Teams geltend: «Die Einstellung einiger Spieler hat heute nicht gestimmt. Die vielen Fehler waren die logische Konsequenz.»

Einen weiteren Grund sieht Jenny in der Abwesenheit zahlreicher Stammspieler, welche zu einem deutlichen Substanzverlust geführt hat. «Wir mussten zuletzt ständig auf wichtige Spieler verzichten. In der 1. Liga holt man so einfach keine Punkte. Entweder zieht man es bis zum Schluss durch und spielt mit der besten Mannschaft oder man schickt ein Juniorenteam.»

Charaktertest nicht bestanden

Für Trainer Weber war dieses Spiel ein Charaktertest. Einen, den offenbar nur wenige im Team bestanden haben dürften. Der 0:6-Klatsche ist laut Weber auch etwas Positives abzugewinnen: «Zumindest kamen wieder einige junge Spieler im Team zu Spielpraxis. Das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen zustande kommt.» Für das letzte Saisonspiel gegen die Nachwuchsauswahl des BSC Young Boys wird laut Weber aber wieder ein anderer SCD auflaufen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Zuschauer im Birchhölzli zum Abschluss einer sonst erfolgreichen Saison nochmals bessere Fussballkost vorgesetzt be- kommen.

Telegramm

Genf – Düdingen 6:0 (2:0)

Stade de Frontenex. – 120 Zuschauer. – SR: R. Djurhuus (Gerôisa/Petersen).Tore: 7. Koum 1:0; 22. Gormond (Penalty) 2:0; 65. Ellegaard 3:0; 73. Kouk 4:0; 85. Ellegaard 5:0; 91. Kuzmanovic 6:0.

Urania Genf: Van der Laan; Cereda, Da Silva, Blanco, Formenti (67. Rovira); Ameti, Cerimi (63. Fertikh), Kuzmanovic, Gormond; Eyer (46. Ellegaard), Koum

SC Düdingen: Piller; Spicher, Jenny, Bueche (46. Grossrieder), Islami; Spycher, F. Stulz, Henchoz (75. Messerli); M. Stulz; Azizi (46. Kuriger), Gigic.

Bemerkungen: UGS ohne Simo, Kadhraoui, Verneuil (alle verletzt) und Mocanu (gesperrt). SCD ohne L. Schneuwly (verletzt), Rotzetter (gesperrt), A. Schneuwly, Perler, Brügger, Pelle (alle abwesend).

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