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Schaferabach: 38 neue Holzsperren bremsen die Kraft des Wildbachs

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Autor: Imelda Ruffieux

Die Forstequipe des Staates hatte Glück. Seit Beginn der Arbeiten im Bett des Schaferabaches am 3. August hielt das Wetter. So standen die Arbeiter bei ihrem Einsatz nicht in einem reissenden Wildbach, sondern meistens in einem kleinen Rinnsal. Auch ohne hohen Wasserstand stellten sich die Arbeiten im Schaferabach im Schwarzseetal als nicht leicht heraus.

Starkes Gefälle

Der Bach, der im Gebiet Augustinerli entspringt und im Tal in die Kalte Sense fliesst, befindet sich nämlich an ziemlicher Steillage. «Das Gefälle beträgt bis zu 57 Prozent», bestätigt Thomas Oberson. Der Revierförster im zweiten Forstkreis hat die Arbeiten, die in diesen Tagen zu Ende gehen, geleitet.

Wichtig für Waldwirtschaft

Der Schaferabach ist schon in den 1940er-Jahren verbaut worden. Weil das Gebiet aber vor einiger Zeit leicht ins Rutschen geriet, haben sich die damals eingebauten Sperren verschoben bzw. sind zerstört worden. «Wir wollten nicht riskieren, dass die Erschliessungsstrasse, die den Bach überquert, durch die Hangbewegung gefährdet wird», erklärt Oskar Lötscher, Präsident der Mehrzweckgenossenschaft Schwyberg-Ättenberg, die Gründe für das Projekt. Die Forststrasse stellt die einzige Verbindung zur Alphütte Notsvorschis dar und ist ein wichtiger Zugang für die Waldbewirtschaftung.

Erste Phase schon realisiert

Bereits vor fünf Jahren ist der untere Teil, von der Sense den Hang hinauf, saniert worden. Nach den Unwettern von 2003 war das Gebiet aber zu nass, um darin zu arbeiten. «Das Gelände musste sich zuerst wieder setzen», führt Oskar Lötscher aus.

Bei der jetzigen Bachsanierung hat man ein etwas anderes System gewählt. Lagen die Sperren bisher einige Meter auseinander, so wurden sie jetzt verbunden aneinandergebaut.

Wasser gezielt führen

Dieser Treppenbau verhindert, dass das Wasser des Bachs irgendwo versickert und weiter unten unkontrolliert wieder zum Vorschein kommt. «Mit dieser Methode können wir das Wasser fast 100-prozentig dort durchführen, wo es hinsoll», erklärt Oskar Lötscher. Wenn sich nun das Gelände im Flyschgebiet etwas bewegt, dann hat die ganze Sperrentreppe etwas Spiel und kann sich mitbewegen. So ist die Bachverbauung weniger anfällig auf Schäden.

Gute Dienste geleistet

Auch wenn einige der Sperren beschädigt waren, so sind sich die Forstfachleute doch der Qualität der ersten Bachverbauung vor bald 70 Jahren bewusst. Vor allem, wenn man daran denkt, mit welchen Mitteln damals gearbeitet wurde.

«Für die damaligen Klimaverhältnisse hat die Bachverbauung gute Dienste geleistet», ergänzt Forstingenieur Anton Thalmann. «Heute haben wir viel öfters Starkregen mit hohen Niederschlagsmengen als früher.» Die Sperren müssen entsprechend dimensioniert werden.

Vom Rinnsal zum Wildbach

Mit Überläufen von bis zu vier Metern Breite sehen sie bei Niedrigwasser recht mächtig aus. «Man darf nicht vergessen, dass dieser heute harmlos aussehende Bach ein Wildbach ist», betont Anton Thalmann. Bei dieser Hangneigung und entsprechenden Ereignissen könne er innert kurzer Zeit anschwellen. Bei der Bewilligung des Projekts habe man auch den Schutz der Hoflandernbrücke in Betracht gezogen, welche die wichtige Verbindung zwischen Zollhaus und Sangernboden sicherstellt.

79 Sperren

Für die Sanierung der Bachverbauung wurden insgesamt 444 Kubikmeter Holz verwendet. Es wurde mit einer Seilbahn ins Gelände gebracht und mit einer Baumaschine eingepasst. Gemäss Thomas Oberson ist es zu 90 Prozent vor Ort geschlagen worden. Insgesamt wurden 38 neue Sperren erstellt. In der ersten Phase hatte man bereits 41 solcher Bauwerke im unteren Teil des Bachs errichtet.

Der endgültige Abschluss der Arbeiten wird erst im nächsten Jahr erfolgen. Dann sollen nämlich am Bachufer Erlen gepflanzt werden. Sie sorgen dafür, dass die Schwellen stets feucht bleiben, wie Thomas Oberson ausführte.

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