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Schaffung von Lehrstellen fördern

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Schaffung von Lehrstellen fördern

Der Grosse Rat erteilt dem Staatsrat einen klaren Auftrag

Der Staat soll konkrete Massnahmen ergreifen, damit den Jugendlichen genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Der Grosse Rat hat am Dienstag ein entsprechendes Postulat überwiesen.

Von ARTHUR ZURKINDEN

Die zunehmenden Schwierigkeiten, welche die Jugendlichen bei der Suche nach einer geeigneten Lehrstelle antreffen, haben die Grossrätinnen Christine Bulliard (CVP, Überstorf) und Madeleine Genoud-Page (CSP, Freiburg) veranlasst, den Staatsrat aufzufordern, die Zahl der vom Staat angebotenen Lehrstellen zu erhöhen. Auch sollte die Freiburger Regierung Massnahmen ergreifen, um die Schaffung neuer Lehrstellen ebenfalls in der Privatwirtschaft zu fördern. Mit 104 zu 0 Stimmen hat der Grosse Rat ihr Postulat überwiesen.

Lehrmeister unterstützen

Nach Worten von Christine Bulliard hat sich der Lehrstellenmarkt heute nur deshalb entspannt, weil vermehrt Jugendliche nach der obligatorischen Schulzeit eine Übergangslösung suchen (z. B. ein 10. Schuljahr). Ihrer Ansicht nach muss insbesondere auch den Lehrmeistern Hilfe angeboten werden können, da die an sie gestellten Anforderungen gestiegen seien. Sie erwartet diesbezüglich konkrete Massnahmen. Die Sensler Grossrätin rief aber auch in Erinnerung, dass die Eltern ihre Kinder bei der Suche nach einer geeigneten Lehrstelle tatkräftig unterstützen müssen.

CSP-Sprecher Nicolas Bürgisser gab zu bedenken, dass die Zeiten, als noch die Traumlehrstelle gefunden werden konnte, vorbei seien. Seiner Ansicht nach ist der Lehrstellenmarkt kein Selbstbedienungsladen. Massnahmen müssten vor allem auch getroffen werden, damit es für die Privatwirtschaft attraktiv sei, Lehrstellen zu schaffen. «Wir wollen keinen Akademiker-Staat», betonte der FDP-Sprecher Jörg Schnyder und unterstrich so die Notwendigkeit, die Schaffung von Lehrstellen zu fördern.

Maria Grazia Conti (SP, Schmitten) hielt fest, dass 51 Prozent der Lehrstellen in handwerklichen Berufen angeboten würden, in diesem Sektor aber nur 30 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung tätig sei. Umgekehrt seien die Verhältnisse im Dienstleistungs-Sektor. Dies führe dazu, dass viele Jugendliche nach der Lehre keine Stelle fänden. Sie riet davon ab, einfach eine Lehrstelle anzunehmen. «So steigt das Risiko, dass es zu einem Abbruch der Lehre kommt», gab sie zu bedenken. Auch die Gefahr wachse, dass diese jungen Menschen krank und depressiv würden und in Alkohol und Drogen flüchten. «Der soziale Abstieg ist programmiert», betonte sie.

Die SP-Grossrätin forderte auch eine personalmässige Verstärkung der Berufsberatung, zumal heute die geburtenstarken Jahrgänge die Schule verlassen. Ihrer Ansicht nach müssten auch für Freiburg Gelder abspringen, wenn der Bund für die Lehrstellen-Task-Force 50 Millionen Franken zur Verfügung stellt.

Nicht bloss Ratschläge

«Ich erwarte nicht bloss Ratschläge, sondern konkrete und pragmatische Lösungen», verlangte ihr Parteikollege Martin Tschopp (Schmitten). Er bedauerte, dass in den Schulen die kreativen Fächer gestrichen werden. So würden die jungen Menschen das Interesse an den handwerklichen Berufen verlieren, «wenn nur noch digitales und akademisches Denken gefragt ist».

Alex Glardon (CVP, Cugy) und andere machten auch die Reform der KV-Lehre dafür verantwortlich, dass viele Unternehmen auf Lehrlinge verzichten. Dies bestätigte Volkswirtschaftsdirektor Michel Pittet. Er wies darauf hin, dass in gewissen Berufen der Wechsel vom Überfluss an Stellen zum Mangel und umgekehrt oft innert kürzester Zeit geschehen könne.

Aufsicht der Fachhochschule

Der Grosse Rat hat auch dem Beitritt Freiburgs zum interkantonalen Vertrag über die parlamentarische Aufsicht über die Fachhochschule Westschweiz zugestimmt. 42 Grossräte, 7 pro Kanton, werden diese Aufsicht wahrnehmen. Laut CVP- Sprecher Markus Bapst besteht die Gefahr, dass die Sitzungen «schwerfällig» werden.

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