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Schallers Jagd nach dem ersten Titel

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Autor: Michel Spicher

Grosse Abwesende bei den nationalen Titelkämpfen, die von heute bis Sonntag stattfinden, ist die siebenmalige Meisterin Jeanine Cicognini. Die Walliserin hat ihre Saisonplanung voll auf die erneute Qualifikation für die Olympischen Spiele ausgerichtet und wird in Zürich nicht an den Start gehen.

Vorteil Schaller

Erste Anwärterinnen auf ihre Nachfolge sind die routinierte Sabrina Jaquet, die in Frankreich Interclub spielt, sowie Nicole Schaller (Union Tafers-Freiburg). Die erst 18-jährige Schmittnerin wurde im letzten Jahr Vize-Meisterin und musste sich erst im Final in zwei Sätzen gegen Cicognini geschlagen geben. Im Halbfinal hatte sie Sabrina Jaquet klar mit 21:15, 21:10 bezwungen – und es gibt einige Gründe, die dafür sprechen, dass es dieses Jahr ähnlich sein wird.

Sabrina Jaquet, sowohl im Mixed als auch im Doppel Titelverteidigerin, startet in drei Disziplinen, Nicole Schaller konzentriert sich auf das Einzel. In einem allfälligen Finalduell dürfte die Freiburgerin ausgeruhter sein als ihre Gegnerin und über die grösseren Kraftreserven verfügen, wenn es hart auf hart geht.

Ganz ohne Druck

Ein weiterer Grund, der für Schaller spricht: Sabrina Jaquet hat in den letzten fünf Jahren stets den Doppel- und den Mixed-Titel geholt, im Einzel schaffte sie es aber noch nie zuoberst aufs Podest. Mit ihren 25 Jahren ist die Neuenburgerin allerdings nicht mehr die Jüngste. Will sie ihren Traum vom Einzelgold noch verwirklichen, muss sie es möglichst bald tun. Sie weiss, dass in Zürich die Chance auf einen Titelgewinn wegen der Absage von Cicognini gross ist – so gross, wie vielleicht nie mehr. Als sich die Ausgangslage letztmals so aussichtsreich präsentierte (2008 in La Chaux-de-Fonds) hatte, verlor Jaquet im Final überraschend gegen Monika Fischer. Zu stark lastete der Druck auf Jaquets Schultern.

Anders sieht es bei Nicole Schaller aus. Die 18-Jährige kann in Zürich frei aufspielen: «Ich weiss, dass sich mir eine gute Chance bietet, den Titel zu holen. Sollte es aber nicht gelingen, geht deswegen keine Welt unter. Dann gewinne ich halt ein anderes Mal. Wenn ich voll konzentriert bleibe und mein Spiel durchziehen kann, ist der Titelgewinn möglich.»

Damit Freiburg elf Jahre nach Judith Baumeyer (2001) wieder einmal eine Schweizer Badminton-Meisterin erhält, hat Schaller viel trainiert. «Mit meinem Trainer habe ich die letzten Tage viel an meiner Schnelligkeit gearbeitet.»

Männer: Christian Bösiger als Titelfavorit und Olivier Andrey als Herausforderer

Bei den Männern ist der 27-jährige Titelverteidiger Christian Bösiger (BC Solothurn) erneut der meistgenannte Favorit. Sein gefährlichster Herausforderer ist gleichzeitig sein Angstgegner: Der vier Jahre ältere Olivier Andrey (Union Tafers-Freiburg) gewann vier seiner bisher fünf Einzel-Goldmedaillen nach Finalerfolgen gegen den Solothurner, während dieser nur 2007 den ersten von bislang drei Einzeltiteln gegen Andrey eroberte.

Durch Verletzung handicapiert

Zu einem Finalspiel zwischen den beiden wird es dieses Jahr sicher nicht kommen. Bösiger und Andrey treffen in Zürich bereits im Halbfinal aufeinander – wenn es der Freiburger überhaupt so weit bringt. «An den Freiburger Meisterschaften habe ich mir eine Wadenzerrung geholt. Wegen der laufenden Meisterschaft konnte ich die Verletzung nicht richtig ausheilen. Trotzdem ist der Halbfinal mein Minimalziel.»

Titel-Ambitionen hegen auch der letztjährige Finalist Christoph Heiniger (St. Gallen-Appenzell) und sein Klubkollege Livio Dorizzi sowie Anthony Dumartheray (Yverdon). Letzterer gilt allerdings bislang primär als Doppelspezialist und strebt bei den Männern mit Bösiger den vierten sowie im Mixed mit Sabrina Jaquet den siebten Titel an.

Freiburger Doppelstärke

Trotz Verletzung wird Olivier Andrey in drei Disziplinen antreten: im Mixed zusammen mit Audrey Fellay, im Doppel an der Seite von Teamkollege Roman Trepp. Dem eingespielten Duo läuft es in der Meisterschaft zwar nicht so gut wie auch schon, bis in den Viertelfinal dürften sie es trotzdem schaffen. Dort wartet dann mit Schmid/Trippet die erste Knacknuss.

Noch grössere Chancen auf den Medaillengewinn im Doppel hat eine anderer Union-Spieler: Florian Schmid ist mit seinem Partner Thomas Heiniger (St. Gallen-Appenzell) an Nummer zwei gesetzt. Die beiden dürften wohl bis ins Finalspiel durchmarschieren, dort allerdings gegen die Titelverteidiger Bösiger/Dumaratheray – wie schon im Vorjahr – den Kürzeren ziehen.ms

Programm

Schweizer Meisterschaften 2012

Donnerstag: Von 15 bis ca. 23 Uhr.

Freitag: Von 9 bis ca. 21 Uhr.

Samstag: Von 12 bis ca. 21 Uhr mit ab 19 Uhr den Finals im Frauen-Einzel und Männer-Doppel.

Sonntag: Von 10 bis ca. 16 Uhr mit ab 13 Uhr den Finals im Männer-Einzel, Frauen-Doppel und Mixed.

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