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Schlecht recherchiertes Jägerlatein

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wenn man den Leserbrief von Peter Wüthrich liest, hat man das Gefühl, dass die Jagdbehörden und die Jäger nicht viel Sachverstand haben.

Bei der Jagdplanung müssen verschiedenste Interessen gewahrt werden. Da sind die Jäger, die gerne einen hohen Wildbestand hätten, auf der andern Seite der Forst und die privaten Waldbesitzer sowie die Bauern, die den Wildbestand möglichst tief halten wollen wegen der Verbiss-Schäden. Die Schweiz ist eines der dichtbesiedeltsten Gebiete in Europa, die Freizeitaktivität findet immer mehr in der Natur statt. Das Wild wird an den Rand gedrängt, und in diesen Randgebieten sorgt das hohe Raubwildvorkommen (Wolf und Luchs) zusätzlich für Unruhe. Beim Hirsch und Rehwild drückt sich das mit hohem Verbiss an den Baum- und Strauchbeständen aus.

Wenn der Jagddruck erhöht wird, steigt die Reproduktionsrate eigentlich nur beim Fuchs und beim Schwarzwild, wenn die Leitbachen geschossen werden, welche die Rauschzeit bestimmen. Sonst hat die Jagd keinen Einfluss auf die Reproduktion.

Bei der Bündner Jagd werden die Abschusszahlen meist nicht erreicht, weil die kantonalen Gesetze für den Jäger sehr einengend sind; somit ist es logisch, dass die Bestände anwachsen.

Es ist ein Irrglaube, man komme ohne die Jagd aus. Das zeigt sich im Kanton Genf. Dort wird die Jagd durch Wildhüter ausgeübt, die nachts mit Scheinwerfern und Nachtsichtgeräten jagen; dies ist in der restlichen Schweiz verboten. So ethisch ist die Jagd im Kanton Genf daher nicht, wie sie immer dargestellt wird. In Genf kostet die Jagd den Staat mehrere Millionen Franken, im Rest der Schweiz wird die Jagd bewirtschaftet und spült so sehr viel Geld in die Staats- und Gemeindekassen.

Peter Wühtrich sprach von «Hobbyjägern». Dazu ist zu sagen, dass die Ausbildung zum Jäger zwei Jahre dauert. In Deutschland nennt man es das «Grüne Abitur». Eben doch schlecht recherchiertes Jägerlatein, der Leserbrief.

 

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