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Schlechte Werbung für die Zehnerliga

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Dass seit dieser Saison nicht mehr acht, sondern zehn Teams in der NLA spielen, soll nicht zuletzt dabei helfen, den Basketballsport in der Deutschschweiz zu promoten. Wie Winterthur stieg auch Olympics gestriger Gegner Swiss Central in die Nationalliga A auf. Die Partie im St. Leonhard verkam jedoch zum Beweis dafür, dass durchaus Zweifel angebracht sind, ob die Strategie aufgehen wird. Einseitige Partien wie jene beim 109:57-Sieg der Freiburger dürften kaum gute Werbung für das Schweizer Basketball sein und eher früher als später zu Zuschauerschwund führen.

Der Klassenunterschied ist ebenso logisch wie erklärbar. Die beiden Clubs spielen zwar nun beide in der NLA, finanziell befinden sie sich aber weiterhin nicht in derselben Liga. Während die Freiburger mit einem Budget von mehr als einer Million Franken operieren, sind es bei Swiss Central gerade einmal 200 000 Franken. Nebst den (billigen) Ausländern erhalten nur einzelne Schlüsselspieler eine (bescheidene) Spesenentschädigung.

Vielsagende Statistiken

Nicht verwunderlich deshalb, dass das gestrige Duell bereits weit vor Spielhälfte entschieden war. Nachdem die Gäste aus Luzern Olympic mit einem guten Start überrascht und zur Mitte des Startviertels 12:7 noch geführt hatten, verkam die Partie zum Freiburger Monolog. Mit einem 25:3-Zwischenspurt sorgte das Heimteam für klare Verhältnisse. Nach 13 Minuten war der Match beim Stand von 32:15 entschieden. Indem sie ab und zu Showeinlagen wie etwa Slam Dunks einstreuten, sorgten die Freiburger in der restlichen Spielzeit immerhin dafür, dass die 750 Zuschauer nicht einschliefen. Er sei zufrieden, dass sein Team nach der Niederlage am Freitag in Genf mit einem Sieg habe reagieren und er den jungen Spielern viel Einsatzzeit habe geben können, sagte Olympic-Trainer Petar Aleksic nach dem Spiel. Viel mehr gab es aus Freiburger Sicht nicht zu analysieren. Die Statistiken sagten genug über das Spiel aus. Olympic holte 54 Rebounds, Swiss Central 26, Olympic versenkte 53,8 Prozent der Würfe, Swiss Central 31,7, Olympics Bankspieler steuerten 47 Punkte bei, diejenigen von Swiss Central 13.

«Kann aus Cervelat kein Rumpsteak machen»

Man habe nicht das wahre Gesicht von Swiss Central gesehen, sagte der Freiburger Spieler Slobodan Miljanic. Das wahre Gesicht habe man letzte Saison gesehen, als die Zentralschweizer Olympic im Schweizer Cup an den Rand einer Niederlage gebracht hatten. «Ich hoffe tatsächlich, dass das nicht unser wahres Gesicht war», sagte Gästetrainer Danijel Eric mit einem fast schon ein wenig verzweifelten Lächeln. Nach vier Spieltagen fällt die Bilanz ernüchternd aus. Sein Team steht weiter ohne Punkt da. Höhepunkt war bisher, dass Swiss Central letzten Freitag Massagno immerhin in zwei Verlängerungen zwang. «Wir wussten im Sommer, was uns erwartet. Wir haben nach dem Aufstieg in Sachen Schweizer Spieler keine Verstärkungen geholt und auch nicht gerade die teuersten Ausländer verpflichtet.» Wenn dann wie gestern mit Andre Stephens auch noch ein Ausländer ausfällt, ist guter Rat teuer. So lieferte Richard Carter eigentlich eine Ein-Mann-Show ab. Seine 30 Punkte nutzten der Mannschaft aber wenig. «In der NLA sind alle Spieler physisch sehr stark. Das ist wohl der grösste Unterschied zur NLB», sagte der Amerikaner, der bereits letztes Jahr für Swiss Central spielte.

Sein Trainer pflichtet ihm bei. Er spricht von einem Lernprozess, der erst gerade begonnen habe. «Aber natürlich kann man aus einer Cervelat kein Rumpsteak machen. Wenn ein Spieler heute 190 Zentimeter gross ist, wird er nicht plötzlich in vier Monaten 205 Zentimeter gross sein.» Doch er sei «natürlich sehr zufrieden», mit seinem Team in der NLA zu spielen, sagt Eric. «Es ist einfach wichtig, dass die Spieler unbedingt mitmachen wollen. Denn es ist mental nicht einfach, mit 52 Punkten Differenz zu verlieren.»

Telegramm

Olympic – SwissCentral 109:57 (55:33)

St. Leonhard.–750 Zuschauer.–SR: Wirz/Marmy/Mazzoni.

Freiburg Olympic:Williamson (0 Punkte), Miljanic (19), Wright (9), Kovac (21), Jurkovitz (13); Kazadi (7), Mbala (2), Fongué (12), Cotture (20), Leemans (6), Monteiro.

Swiss Central:Carter (30), Güttinger (5), Sparks (6), Mandic (3), Plüss; Lushaj (6), Morandi (3), Stevanovic (2), Volic (2), Tomic.

Bemerkungen:Freiburg Olympic ohne Molteni, Swiss Central ohne Stevens (verletzt). 5 Foul: Tomic (30.), Plüss (39.).

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