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Schlechter Lohn für eine gute Leistung

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 Anfang der Siebzigerjahre gastierte der grosse FC Basel das letzte Mal in einem Meisterschaftsspiel auf dem St. Leonhard. Damals wars noch in der NLA, und weit über 12 000 Zuschauer säumten das Fussballfeld beim torlosen 0:0. 40 Jahre später verliefen sich beim Erstligamatch gegen die zweite Garnitur der Rheinstädter nur noch gerade 182 Fans in dasselbe Stadion, davon eine Handvoll Basler Fans. Weil die Nachwuchsteams in den letzten fünf Spielen der Meisterschaft keine Spieler aus der ersten Mannschaft mehr einsetzen dürfen, sahen die Zuschauer deshalb bis auf Coach Benjamin Huggel keinen einzigen Akteur aus der Super-League-Mannschaft am Werk. Von der unterschiedlichen Tabellensituation der beiden Teams war dann in den 90 Minuten bei regnerischem und kaltem Wetter nicht viel zu sehen.

Viele Chance–nur ein Tor

Wie schon im Hinspiel mussten die Saanestädter gegen die Basler auch dieses Mal am Ende mit einer knappen 0:1-Niederlage vom Platz. Auf den ersten Blick war der Sieg der Gäste sicherlich nicht gestohlen, aber auch die Pinguine hatten durchaus die eine oder andere Möglichkeit, den angestrebten Punktgewinn zu realisieren. Vorab Ludovic Paratte vergab nach einer halben Stunde allein vor Keeper Mirko Salvi eine sogenannte hundertprozentige, sein Schuss zischte jedoch übers fast leere Tor. Dies sollte sich ein paar Minuten später rächen, als der FCB aus dem Nichts in Führung ging. Beim Weitschuss des omnipräsenten Spielmachers der Rheinstädter, Aurélien Chappuis, blieb allerdings Goalie Lorenzo Bucchi ohne Reaktion.

Freiburgs Steigerung

 Chancentod Michael Weber (27./56.) und die einzige Spitze Admir Seferagic verpassten ihrerseits auch, das Skore zu erhöhen.Während der Favorit aus Basel, bei dem der Schönberger Musa Corbaz bis zu seiner verletzungsbedingter Auswechslung im defensiven Mittelfeld sehr zur Freude seines Anhangs auf der Tribüne zum Zuge kam, die ersten 45 Minuten dominierte, konnten sich die Einheimischen in der zweiten Halbzeit steigern und laut Präsident Fragnière eine der besten Leistungen in dieser Saison zeigen. Die klarste Torchance vergab Bulle-Zuzug Karim Benslimane in der 52. Minute, als er nach einem Missverständnis in der FCB-Abwehr das Leder am leeren Tor vorbeischoss. Die Freiburger kämpften dann bis zum Ende um den möglichen Ausgleich; eigentlich nur schade, dass es ihr Coach verpasste, ausser Benoît Charrière noch einen weiteren ausgeruhten Auswechselspieler aufs Feld zu bringen. Mit seiner spielerischen Klasse brachte der Favorit den knappen Sieg so schliesslich doch noch über die Zeit.

 Eklat nach Spielschluss

 Der ohnehin seit Wochen umstrittene Trainer John Dragani leistete sich nach dem unglücklich verlorenen Match wohl in der ersten Enttäuschung einen kaum verzeihbaren Aussetzer. Statt sich in der Kabine bei der eigenen Mannschaft zu verabschieden, verschwand er durch die Hintertür des Stadions und stand auch für eine Stellungnahme bei der Presse nicht zur Verfügung. Dieser «Fauxpas» wird seine so oder so schwache Position laut Präsident Christophe Fragnière und Sportchef Steve Guillod sicherlich nicht stärken.

 Zu einer sofortigen Entlassung wollte sich die Klubleitung in der Hitze des Gefechtes doch nicht hinreissen lassen. Draganis unrühmlicher Abgang war schade, denn seine Boys hatten zuvor gegen einen offensichtlich fast übermächtigen Gegner gezeigt, was mit ein bisschen Glück und der richtigen Einstellung möglich wäre. Ob Dragani in den verbleibenden vier Spielen gegen den Abstieg das Team noch führen wird, ist nach diesem Eklat mehr als fraglich.

 

Telegramm

Freiburg – Basel U21 0:1 (0:1)

St. Leonhard: 182 Zuschauer.–SR Fabian Schmid.

Tor:40. Chappuis 0:1.

FC Freiburg:Bucchi; Monteiro, Buntschu, Bondallaz, Domo; Ndzomo, Naili; Benslimane, Paratte (51. Charrière); Chentouf.

FC Basel U21:Salvi; Nimeley (69. Kreuzer), Ritter, Dünki, Aliji; Araz (76. Jevtic); Rapp, Chappuis, Corbaz, Weber; Seferagic (90. Piperno).

Bemerkungen:Freiburg ohne Déglise, Deschenaux, Salaj, Zaugg, Bühler (alle verletzt), Marji (gesperrt); Basel U21 ohne Sheptim, Campo (bei U18). Verwarnungen: Rapp (52.), Ritter (66.).

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