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Schlechtes Jahr für die Freiburger Kinos

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Obwohl das Kinobusiness ein volatiles Geschäft ist, kann das Jahr 2018 die Kinobetreiber nur enttäuschen. «Ja, es ist eindeutig das schwächste Jahr seit mindestens zehn Jahren», bestätigt Xavier Pattaroni, Programmchef von Cine­motion in Freiburg. Das Unternehmen betreibt Kinos in Bulle, Payerne und Freiburg. Pattaroni ist es sich gewohnt, in einem Bereich zu arbeiten, dem schon beim Aufkommen des Fernsehers der langsame aber sichere Tod vorausgesagt wurde. Die Multiplexkinos, wie Arena Cinemas in der Stadt Freiburg, machten es den Studiokinos und den herkömmlichen Kinobetreibern zusätzlich schwer. Doch nun trifft es alle knüppeldick – die Gros­sen wie die Kleinen. Laut dem Branchenverband Procinema wurden 2018 im Vergleich zum Vorjahr schweizweit 10,4 Prozent oder 1,4 Millionen Eintritte weniger verkauft. In den sogenannten Key Cities wie der Stadt Freiburg lief das Geschäft allerdings leicht besser als in den sogenannten Landkinos, wie in Payerne und Bulle.

Wer ist schuld?

Obwohl Xavier Pattaroni von Cinemotion auch heute noch sagen würde: «Das Kino ist nicht tot – bei Weitem nicht», verfolgt er drei Entwicklungen mit Argusaugen.

Erstens das Wetter: «Von Mitte April bis Ende Oktober war durchwegs schönes Wetter, mit Ausnahme einer Handvoll Wochenenden, an denen es regnete.»

Zweitens die Streamingdienste und technischen Geräte: «Auf dem Smartphone kann eine Person immer und überall Filme schauen, ohne sich zu einer vorgegebenen Zeit mit anderen Menschen in einen Kinosaal begeben zu müssen.»

Und schliesslich die Filmindustrie in Hollywood: Letztere erzielte im vergangenen Jahr laut dem deutschen Magazin «Der Spiegel» einen neuen Rekord in Nordamerika, und auch das Geschäft in China brummt. Beim Schweizer Publikum ziehen die Superhelden-Geschichten eins, zwei und drei dagegen nicht mehr. «Das haben wir in Bulle und Payerne gespürt. Es fehlt ihnen an Originalität.» In Multiplexkinos liefen diese Geschichten vielleicht besser, so Pattaroni. Nicht zuletzt auch wegen neuer Technologien wie ScreenX, wo Filmsequenzen mit Beamern auf zusätzliche Leinwände links und rechts im Kinosaal projiziert werden. Aber auch dort erreichten sie keine Traumquoten mehr.

Arena Cinemas Freiburg schrieb dazu auf Anfrage: «Wir können keine Angaben zu Zahlen oder sonstigen geschäftsinternen Bereichen herausgeben, da wir keine öffentliche, sondern eine private Firma unterhalten.» Auch der stellvertretende Generalsekretär von Procinema, Dominic ­Künzi, konnte keine Angaben zu einzelnen Kinobetreibern machen. Vom Besucherrückgang seien aber auch die Multiplexkinos betroffen. Pattaroni ist jedenfalls gespannt auf die künftigen Hollywood-Produktionen. Ob etwa die neuste Tendenz, bekannte Trickfilmfiguren, wie der König der Löwen, durch echte Tiere zu ersetzen, bei den Schweizern Erfolg hat, müsse sich zeigen.

Und der Schweizer Film?

Eigentlich müsste das die Stunde des Schweizer Films sein, könnte man meinen. Schweizer Produzenten müssten doch in die Bresche springen. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Der Marktanteil des Schweizer Films sank 2018 von 6,74  Prozent auf 6,5 Prozent. Einzig «Wolkenbruch» und «Papa Moll» waren Publikumsmagnete. Gemäss Xavier Pattaroni ist dieser Rückgang aber nicht alarmierend: «Der Marktanteil des Schweizer Films beträgt schon seit Jahren plus/minus fünf Prozent.» Und mehr Filme bedeuteten eben auch nicht automatisch mehr Zuschauer. Es gelte weiterhin der Grundsatz: «Ein gutes Drehbuch ist ein gutes Drehbuch ist ein gutes Drehbuch.» Produktionen wie «Die göttliche Ordnung» oder «#Female Pleasure» erzielten immer wieder tolle Resultate.

Das Rezept für die Zukunft der Kinos bestehe in einem Massnahmencocktail, so Pattaroni. «Das Erlebnis muss noch mehr in den Vordergrund gerückt werden.» Mit dem Kinosonntag im September, Opernübertragungen und anderen Events sei ein Anfang gemacht.

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