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Schliessung von drei Asylantenheimen

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Schliessung von drei Asylantenheimen

Das Freiburgische Rote Kreuz entlässt acht Personen

Das Freiburgische Rote Kreuz wird ihre drei Zentren für Asylbewerber in Pensier, La Verrerie und La Poya in Freiburg spätestens Ende März 2005 schliessen. Damit verbunden sind acht Entlassungen.

Von PIERRE-ANDRÉ SIEBER/La Liberté

Obwohl es in einer Krisenzeit grösste Mühe bedeutet ein neues Heim zu eröffnen, werden jetzt deren drei geschlossen. Dies ist in der Tat der Entscheid, welcher das Freiburgische Rote Kreuz am Freitag getroffen hat, im Einverständnis mit dem Kantonalen Sozialamt. Die drei Asylanten-Zentren werden spätestens Ende März 2005 mangels Asylbewerber geschlossen.

Diese Massnahme wirkt sich selbstverständlich auf den Personalbestand aus: Acht Mitarbeiter (Nachtwächter, Sozialarbeiter) der Asyl-Abteilung des Roten Kreuzes werden entlassen. Damit geht der Bestand dieser Abteilung von 87 auf 79 Mitarbeiter zurück.

Asylbewerber
werden «Sans-papiers»

«Glauben Sie nicht, dass dieser Rückgang an Asylbewerbern auf eine erfolgreiche Asylpolitik der Schweiz zurückzuführen ist», betont Charles Dewarrat, Direktor des Freiburgischen Roten Kreuzes. «Man muss wissen, dass die abgewiesenen Asylanten die Schweiz nicht verlassen, sondern die Reihen der Sans-papiers verstärken. Das ist die Folge dieser restriktiven Politik», fügt er bei.

Dewarrat nimmt an, dass diese Politik vom Bund bestätigt und die teilweise Auflösung des Dispositivs für die Aufnahme der Asylanten zusätzliche Probleme gesundheitlicher, sozialer und rechtlicher Natur verursachen werde. So weist er darauf hin, dass die Asylanten an der Grenze medizinisch untersucht werden, um Krankheiten festzustellen, die auch tödlich enden können, wenn keine Pflege erfolge. «Ein Papierloser kann nicht von einer solchen Untersuchung profitieren», gibt er zu bedenken.
«Die Leute, welche die Schweiz nicht verlassen, müssen sich irgendwie durchschlagen. Man sieht es schon bei uns. Einige versuchen, in Notschlafstätten zu übernachten», führt er weiter aus. Das Zentrum von La Verrerie kann 50 Personen, jenes der Poya 82 und jenes von Pensier 70 Personen beherbergen. Das Poya-Zentrum wird allerdings nicht ganz geschlossen. Ein Pavillon, welcher heute für dringende Fälle benötigt wird, wird künftig für Asylbewerber offen stehen, auf deren Gesuch nicht eingegangen wird.

Nach der Schliessung der drei Zentren verbleiben in der Stadt Freiburg weitere drei (Les Remparts, 60 Plätze; Burg, 70 Plätze; La Chassotte, 80 Plätze). In Bulle gibt es drei Zentren mit 133 Plätzen, in Estavayer eines mit 125 und in Romont eines mit 22 Plätzen.

Suche im Sensebezirk geht weiter

Auch wenn drei Zentren geschlossen werden, ist der Sensebezirk weiterhin verpflichtet, nach einem Heim Ausschau zu halten. Laut Dewarrat wird die ausgeglichene Verteilung nach Regionen durch die Schliessung nicht in Frage gestellt. Nach seinen Worten ist das Kantonale Sozialamt weiterhin auf der Suche nach einem Gebäude im Sensebezirk.

Wie der Direktor des Roten Kreuzes weiter ausführt, geht es auch nicht an, die von der Schliessung betroffenen Zentren als Reserve zu behalten. «In den verbleibenden Strukturen gibt es auch Reserveteile mit 10 bis 20 Betten, die bei Bedarf rasch zur Verfügung gestellt werden können», sagt er. Charles Dewarrat schliesst auch nicht aus, dass bei einem weiteren Rückgang der Asylbewerber im Jahre 2005 oder 2006 auch weitere Entlassungen vorgenommen werden müssen. «Das Rote Kreuz wird aber alles unternehmen, um diese Abgänge so verträglich wie nur möglich zu gestalten», ergänzt er. bearbeitet von FN/az

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