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Schloss zu verkaufen

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Das Untere Schloss in Zizers, das dem Bistum Chur gehört, soll verkauft werden. Die Gemeinde Zizers bestätigte kürzlich gegenüber Kath.ch eine entsprechende Meldung von SRF News. Der Preis sei Verhandlungssache, hiess es. Bistum, Gemeinde und die zuständige Stiftung müssten geschätzte 60  Millionen Franken aufbringen, wenn sie das Haus modernisieren wollten.

Das Untere Schloss in Zizers, das heute auch die Bezeichnung St.-Johannes-Stift trägt, wurde im 17. Jahrhundert von Rudolf von Salis als Privatgebäude erbaut. Die Familie schuf im Ort ein zweites bedeutendes Gebäude, das Oberes Schloss genannt wird. Das Untere Schloss diente rund 140  Jahre als Familiensitz. Im 19. Jahrhundert stand das Haus praktisch leer, da die Familie von Salis des Unteren Schlosses nach der fünften Generation ausgestorben war, schreibt Pfarrer Fridolin Gasser in seinem Werk «Zizers, vom Salis-Schloss zum St.-Johannes-Stift».

1899 erfolgte gemäss der Gasser-Chronik der Verkauf des Gebäudekomplexes an das Seraphische Liebeswerk. Es sollte ein Caritaswerk der Diözese, ein Kinderheim entstehen. Schliesslich fiel die Entscheidung zugunsten eines Heims für bedürftige Priester, welche an dem Ort ihren Lebensabend verbringen sollten. 1902 errichtete das Seraphische Liebeswerk seinen Besitz als Stiftung St.-Johannes-Stift, benannt nach Bischof Johannes Fidelis Battaglia (1829-1913), der sich zusammen mit dem bischöflichen Hofkaplan Johannes Ruoss für den Kauf des Hauses starkgemacht hatte.

Pflegeheim bis 2016

Die Barmherzigen Brüder vom heiligen Johannes von Gott (Krankenbrüder aus Bayern) führten von 1902 bis 1939 das Heim. Dieses erfuhr mehrere architektonische Änderungen, unter anderem den Umbau des zweistöckigen Rittersaals in die Schlosskapelle.

Nach dem Weggang der Krankenbrüder übernahmen die Dominikanerinnen aus Ilanz das Schloss und betrieben dieses 28  Jahre lang als diözesanes Caritaswerk. 1978 übergab der damalige Bischof von Chur, Johannes Vonderach, die Leitung und Verantwortung einem fünfköpfigen Stiftungsrat. Die Ordensgemeinschaft der Missionsfranziskanerinnen aus dem sanktgallischen Oberriet kümmerte sich ab 1978 um die Einrichtung, gab dann aber das Haus infolge Personalmangel auf. Nach ihrem Weggang diente das Haus bis 2016 als öffentliches Alters- und Pflegeheim, wie die Gemeinde Zizers auf ihrer Homepage schreibt.

«Dringend notwendig» wäre eine Sanierung gewesen, schrieb die Zeitung «Südostschweiz». Die Stiftung St.-Johannes-Stift, die Gemeinde Zizers und das Bistum Chur, dem Bischof Vitus Huonder vorsteht, als Liegenschaftsbesitzer hätten sich aber für diese Investition nicht erwärmen können. Im Auftrag der Stiftung suchte seit dem letzten Frühjahr die Firma Kuoni Mueller & Partner Investment  AG aus Zürich nach einer neuen Verwendung für das Schloss.

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