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Schmelzende Gletscher unter der Lupe

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Der gegenwärtige Klimawandel lässt Gletscher weltweit schrumpfen. Mit dem schmelzenden Eis gehen buchstäblich auch Süsswasserreserven bachab: Ohne Schmelz­wasser würden zahlreiche Flüsse viel weniger Wasser führen, gerade solche, die durch Trockengebiete wie die Anden oder Zentralasien fliessen und dort beispielsweise Landwirtschaft erst ermöglichen. Um einschätzen zu können, wie sich Gletscher und die damit verbundenen Süsswasserreserven künftig entwickeln werden, aber auch wie sich der Meeresspiegel verändern wird, brauchen Forschende aktuelle Daten über das heute weltweit vorhandene Eisvolumen.

Ein internationales Team von Gletscherforschenden hat nun anhand einer Kom­bina­tion von verschiedenen Modellen die Eisdickenverteilung und damit das Eisvolumen von rund 215 000 Gletschern weltweit neu bestimmt, wie die Universität Freiburg in einem Communiqué mitteilt.

Zwei der verwendeten Eisdicken-Modelle wurden von Forschern der Universität Freiburg entwickelt. Diese beiden Berechnungsansätze lieferten Resultate für die meisten Re­gio­nen und trugen damit massgeblich zu den Resultaten der Studie bei. «Aussergewöhnlich an der Studie ist, dass erstmals die Eisdicke aller Gletscher weltweit mit verschiedenen Berechnungsmodellen aus Gruppen mehrerer Universitäten bestimmt wurde», sagt Mat­thias Huss vom Departement für Geowissenschaften der Universität Freiburg. «Dies erlaubt es, einen Konsens zu finden und die Unsicherheiten besser zu quantifizieren.»

18 Prozent weniger

Die Forschenden klammerten das Meereis sowie die zusammenhängenden Eisschilde Grönlands und der Antarktis von ihren Berechnungen aus, nahmen jedoch jene Gletscher darin auf, die nicht mit einem dieser Eisschilde verbunden sind. Das Eisvolumen all dieser Gletscher beträgt gemäss der Studie aktuell rund 158 000 Kubikkilometer. Vor ein paar Jahren lag die Schätzung noch rund 18 Prozent höher. Die grössten Gletschermassen, nämlich rund 75 000 Kubik­kilometer, liegen in der Arktis und entsprechen nahezu der Hälfte des gesamten globalen Gletschervolumens. Es handelt sich dabei um Gletscher in der kanadischen und der russischen Arktis – beispielsweise Baffin Island oder Nowaja Semlja – sowie um solche an den Rändern Grönlands und auf Spitzbergen. Nebst Alaska weisen die Gebirge Hochasiens – ein Begriff, welcher nebst dem Himalaja und dem Tibetischen Plateau auch die Gebirge Zentralasiens umfasst – mit 7000 Kubikkilometern die grössten Eisvorräte ausserhalb der Arktis auf. Die Studie zeigt, dass dieses Eisvolumen bislang überschätzt wurde: Das neu ermittelte Eisvolumen ist um ein Viertel kleiner als in bisherigen Schätzungen.

«Aussergewöhnlich ist, dass erstmals die Eisdicke aller Gletscher weltweit mit verschiedenen Modellen bestimmt wurde.»

Matthias Huss

Universität Freiburg

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