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Schmitten schreibt schwarze Zahlen und ist doch nicht ganz glücklich

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Schmittens Ammann Hubert Schafer und seine Gemeinderatskollegen konnten ihren Bürgern an der Gemeindeversammlung vom Freitagabend eine positive Jahresrechnung präsentieren. Die Rechnung 2016 schliesst bei einem Aufwand von rund 17,7 Millionen Franken und einem Ertrag von gut 17,9 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von gut 238 000 Franken. Budgetiert war lediglich ein Gewinn von gut 13 000 Franken. Nach den defizitären Rechnungen der letzten Jahre müsste das für die Gemeinde eigentlich ein Grund zur Freude sein. Gemeinderat Urs Perler, zuständig für das Finanz- und Steuerwesen der Gemeinde, musste aber relativieren: «Das überschüssige Geld hätten wir gerne für etwas anderes eingesetzt», sagt er. Er zeigte sich enttäuscht darüber, dass der Gemeinderat beim Budgetieren nur begrenzt frei sei. «Drei Viertel der Ausgaben unserer Gemeinde können wir nicht beeinflussen», so Perler. Von 100 Franken, welche die Gemeinde einplane, würden 73 Franken von aussen bestimmt. Das positive Ergebnis zeige also letztlich nur, dass der Kanton und die Gemeindeverbände sehr grosszügig budgetierten. «Deren Zahlen müssen wir dann übernehmen», sagt Perler. «Natürlich ist das Ergebnis erfreulich, es hat aber auch einen etwas faden Beigeschmack.»

Aufruf zur Wachsamkeit

Perler betonte auch, dass die Gemeinde auch in Zukunft tunlichst darauf achten sollte, sich nicht weiter zu verschulden. Denn auch die Steuererhöhung von vor zwei Jahren (die FN berichteten) habe bisher noch nicht stark genug eingeschlagen. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage und der Frankenstärke seien die Steuereinnahmen bei den juristischen Personen – also bei den Unternehmen – tiefer ausgefallen als erwartet. Die Mehreinnahmen aus den Steuern für natürliche Personen hätten das nur knapp ausgleichen können. Die 75 anwesenden Stimmbürger nahmen diese Ausführungen zur Kenntnis und stimmten der Jahresrechnung einstimmig zu. Auch die Investitionsrechnung der Gemeinde, die Nettoinvestitionen von rund 1,9 Millionen Franken ausweist, genehmigten die Schmittner Bürgerinnen und Bürger an der Gemeindeversammlung einstimmig und diskussionslos.

Ja zu zwei Kreditbegehren

Die Schmittner Stimmbürger genehmigten am Freitagabend zudem noch zwei Kredite. Zum einen sagten sie einstimmig Ja zu einem Kredit in der Höhe von 80 000 Franken für einen neuen Hoflader für den Werkhof der Gemeinde. «Das aktuelle Fahrzeug ist 15-jährig, der Ersatz ist unumgänglich», sagte Gemeinderat Hans Schnell. Der zweite Kredit erbat der Gemeinderat für ein neues W-Lan-Netzwerk für die Schulhäuser der Gemeinde. «Mit dem neuen Lehrplan ist das Internet aus dem Unterricht nicht mehr wegzudenken», betonte Gemeinderat Elmar Berthold. Die Schmittner Stimmbürger genehmigten den Kredit in der Höhe von 40 000 Franken einstimmig und diskussionslos.

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