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Schmitten setzt Abfalltourismus ein Ende

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Schmitten setzt Abfalltourismus ein Ende
Bei der Eröffnung der neuen Abfallsammelstelle im April 2008 war der Schmittner Gemeinderat zuversichtlich, den Betrieb ohne feste Öffnungszeiten führen zu können. Nun zwingt der rege Abfalltourismus die Behörde einzugreifen.
karin aebischer
Stolz präsentierte die Gemeinde Schmitten Ende April 2008 ihren frisch eröffneten Werkhof mit der Sammelstelle und dem neuen Schiessstand. Die Sammelstelle sollte den Schmittnern jederzeit zugänglich sein. Sperrgut durfte sogar gratis entsorgt werden.
Gemeinderätin Sophie Schneiter-Stoll rief ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger aber schon damals dazu auf, Ordnung zu halten. «So werden wir nicht dazu gezwungen, die Öffnungszeiten einzuschränken», meinte sie an der Einweihungsfeier.
Dank Stichproben entdeckt
Acht Monate später ist es nun bereits so weit: Der Gemeinderat hat beschlossen, die Öffnungszeiten der Sammelstelle einzuschränken und eine Betreuung einzuführen. Die Sperrgutmulde, welche von nun an kontrolliert wird, steht nur noch einmal im Monat zur Verfügung.
«Sehr viele Auswärtige haben ihr Sperrgut bei uns deponiert», erklärt Sophie Schneiter-Stoll. Dies habe man anhand von Stichproben feststellen können. Vor allem sei auch die Sperrgutmulde oft als Entsorgungsstelle für den normalen Haushalts-Kehricht genutzt worden. «Aufgrund dieser Begebenheiten werden wir das Abfallbudget überschreiten», so die Gemeinderätin. Mit der Einschränkung der Öffnungszeiten und der Wiedereinführung von Gebührenmarken für Sperrgut wolle man versuchen, das Budget wieder ins Lot zu bringen.
«Wir haben es versucht und uns immer die Option offen gelassen, falls nötig, die Öffnungszeiten einzuschränken», sagt Sophie Schneiter-Stoll. Die Enttäuschung über die Entwicklung, die die Abfallbewirtschaftung genommen hat, ist ihr anzuhören. «Es ist schade, dass wir diese Entscheidung treffen mussten. Die Leidtragenden sind die, die es immer richtig gemacht haben.»
Über die Änderungen auf der Sammelstelle habe man die Bevölkerung absichtlich nicht zu früh informiert. So wollte der Gemeinderat eine letzte grosse Welle von Abfalltourismus verhindern.
Die Sammelstelle ist seit dem 1. Januar 2009 jeweils dienstags und donnerstags von 14 bis 19 Uhr sowie am Samstagmorgen offen. «Wir hoffen, mit diesen Massnahmen die Situation zu verbessern und dem Verursacherprinzip gerecht zu werden», schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung.

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