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Schneeabsicherung für Riggisalppiste

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Seit 1998 werden die Skipisten am Schwarzsee künstlich beschneit. Nach mehreren Ausbauetappen wird heute ein Fünftel der 98 Hektaren der Pisten mit Schneekanonen bearbeitet. Ohne diesen Kunstschnee wäre es den Kaisereggbahnen Schwarzsee AG nicht möglich, den Betrieb wirtschaftlich zu führen. Allein letzten Winter konnten die Anlagen dank der Beschneiung an 80 Tagen geöffnet sein–länger als alle anderen Stationen im Kanton.

Mehr Schneesicherheit

Jetzt will das Bahnunternehmen die Beschneiung optimieren, damit die gesamte blaue Piste und möglichst auch jene im Bereich Stalden–Gypsera schneesicher werden. «Wenn die Skipisten an der Kaiseregg nicht offen sind, haben wir 50 Prozent weniger Gäste», sagt Felix Bürdel, Verwaltungsratspräsident der Kaisereggbahnen. Das Projekt, das mit 1,9 Millionen Franken veranschlagt ist, war bei den kantonalen Stellen bereits in der Vorprüfung und liegt ab morgen öffentlich auf. Statt wie bisher während rund einem Monat Kunstschnee zu produzieren, sollen die Pisten während sieben bis acht Tagen mit einer grösseren Menge intensiver beschneit werden.

100 Sekundenliter Wasser

Dafür braucht es neue Leitungen, einen Ausbau der Installationen und einen höheren Wasserbezug aus dem Schwarzsee. Bisher werden 32 Sekundenliter gepumpt, neu soll diese Frequenz auf 100 Sekundenliter erhöht werden. Der jährliche Wasserverbrauch von 43 000 Kubikmeter bleibt im Durchschnitt gleich, die Menge wird aber in kürzerer Zeit entnommen. Das Bahnunternehmen hat das Ingenieurbüro Pronat in Schmitten mit einer Studie beauftragt, um herauszufinden, wie sich dies auf die Gewässer auswirkt. Das Büro kommt zum Schluss, dass eine erhöhte Wasserentnahme «nach heutigem Wissensstand zu keiner wesentlichen Änderung des gewässerökologischen Zustandes der Warmen Sense, des Schwarzsees oder weiter flussabwärts liegender Gewässer führt». Die Ingenieure regten an, ein Kontrollsystem über die Restwassermenge zu installieren–dies, um zu gewährleisten, dass die Restwassermenge nicht unter die kritischen 200 Sekundenliter fällt. Diesen Vorschlag hat das Bahnunternehmen in Absprache mit dem Kanton aufgegriffen. Eine Messstation am Auslauf des Sees wird deshalb Alarm schlagen, wenn der Wert unter die festgelegte Menge fällt.

Im Auge behalten

Das Amt für Wald, Wild und Fischerei, Sektion Gewässer, hat in der Vorprüfungsphase bereits Stellung zum Projekt bezogen. Dem Fischereiverwalter Jean-Daniel Wicky war es ein Anliegen, die Situation in der Warmen Sense genau zu beobachten. Insbesondere dürfe die natürliche Fortpflanzung der Forelle im Rohrmoos im Winterhalbjahr auf den Kiesbänken nicht beeinträchtigt werden.

Die Kaisereggbahnen haben Vertretern des Deutschfreiburgischen Heimatkundevereins am Dienstag das Projekt vorgestellt. Wie Präsident Franz-Sepp Stulz auf Anfrage erklärte, wird der Verein das Projekt prüfen und allfällige Bedenken anmelden. Das Gleiche gilt für Pro Natura Freiburg. Gemäss Geschäftsleiterin Yolande Peisl will die Naturschutzorganisation das Dossier erst studieren, bevor sie Stellung bezieht.

Felix Bürdel hofft, dass keine Einsprachen erfolgen, zumal das Projekt dem kantonalen Richtplan entspreche. Dort ist unter anderem festgehalten, dass die Beschneiung nur auf problematische Stellen eines Skigebiets beschränkt wird, wie etwa auf untere Pistenbereiche und stark besonnte Stellen. Zudem halte sich das Unternehmen genau an den Zonenplan Schwarzsee beziehungsweise den Spezialplan für touristische Anlagen. Dieser ist am 5. März 2014 vom Staatsrat genehmigt worden.

Plaffeien: Entscheid fällt morgen

D ie Kosten für die Änderung in der Beschneiung auf den Pisten der Kaisereggbahnen belaufen sich auf 1,9 Millionen Franken, wobei das Unternehmen bereits letztes Jahr 300 000 Franken in die Verbesserung der Steuerung investiert hatte. Morgen entscheidet Plaffeien an der Gemeindeversammlung über den Antrag des Gemeinderates, sich mit einem A-Fonds-Perdu-Betrag von 300 000 Franken zu beteiligen. Otto Lötscher, Ammann von Plaffeien, begrüsst die Pläne des Bahnunternehmens. «Wir hoffen, dass der Campus Schwarzsee viele Übernachtungen generieren wird. Die Gäste buchen in der Regel im voraus und wollen deshalb die Garantie, dass sie bei ihrem Aufenthalt auch Skifahren können.» Der Tagestourismus sei zwar wichtig, doch generiere der Aufenthaltstourismus eine bessere Wertschöpfung für die Gegend. Von schneesicheren Anlagen würden auch die Gäste in Hotels, Pensionen und Chalets profitieren, weil dann Betten und Zweitwohnungen besser ausgelastet wären. Für Felix Bürdel ist es auch wichtig, das Angebot für die treue Stammkundschaft und die vielen Saison-Abonnenten zu verbessern. In der Vergangenheit hat das Unternehmen bereits rund vier Millionen Franken investiert, um die Auswirkungen des Klimawandels auf das Voralpen-Skigebiet aufzufangen.

Plaffeien hat sich schon früher an Projekten der Kaisereggbahnen beteiligt, bisher vor allem in Form von Aktienkapitalbeteiligungen. Von den 4,8 Millionen Franken Aktienkapital der Bahn hält Plaffeien 10,5 Prozent. Er sei optimistisch, dass das Geschäft von der Bevölkerung angenommen werde, so Otto Lötscher. «Sehr viele Skigebiete haben in den letzten Jahren ihre Beschneiung ausgebaut. Wir müssen mithalten, wenn wir konkurrenzfähig bleiben wollen.» im

Kaisereggbahnen: Eigentlich erst für später geplant

D ie Kaisereggbahnen Schwarzsee AG hatte die Investition in die Beschneiung bereits früher angekündigt. Allerdings sollte sie gemäss Businessplan erst in zwei Jahren erfolgen. Einer der Gründe, warum der Verwaltungsrat das Projekt vorziehe, sei der Umbau der Kaserne Schwarzsee in ein Ausbildungszentrum für Zivildienstleistende sowie in ein Sport- und Freizeitzentrum, sagt Verwaltungsratspräsident Felix Bürdel. «Wenn der Kanton schon so ein grosses Projekt auf die Beine stellt, dann wollen wir einen Beitrag leisten, dass es funktioniert.» Damit das Sport- und Freizeitzentrum gut belegt werden könne, brauche es Schneesicherheit. «Diese können wir gewährleisten, wenn wir die technische Beschneiung verbessern.» Zudem bauen die Skiclubs Schwarzsee und Plaffeien ein regionales Schneesporttrainingszentrum Mittelland auf. Dazu benötigen sie unter anderem Pisten, die sie für Rennen verwenden können. «Die Skiclubs mussten bis jetzt für ihre Trainings jeweils auf andere Gebiete ausweichen», erklärt der Plaffeier Ammann Otto Lötscher. Das hatte teils lange Anfahrtswege zur Folge.

Weitere geplante Bauprojekte verschieben sich: Das multifunktionale Mehrzweckgebäude, das die Bahngesellschaft mit der Gemeinde plant, soll 2017 realisiert werden. Die Vergrösserung des Berghauses Riggisalp ist in der Abklärungsphase und wird 2016 aktuell. im

Zum Projekt

Pumpengebäude wird erweitert

Zum Baugesuch der Kaisereggbahnen gehört neben der Messstation der Einbau einer zusätzlichen Wasserpumpe und eine Kapazitätsanpassung der elektrischen Anlage. Dafür wird das Pumpengebäude erweitert. Zudem sollen bis zu neun weitere Schnee-Erzeuger angeschafft werden, sodass es am Ende zwischen 35 und 40 wären. Damit wäre die Beschneiung flexibler, weil die Anlagen weniger gezügelt werden müssten. Am teuersten sind gemäss Felix Bürdel die neuen Leitungen, die von der Talstation Riggisalp bis zum Waldeingang, wo sich die rote und blaue Piste verzweigen, gezogen werden, sowie eine neue, grössere Leitung zum See für die Wasserentnahme.im

 

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