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Schneekanonen retteten die Skisaison

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Autor: karin aebischer

In Schwarzsee ist die Saison zu Ende. Gestern haben die Verantwortlichen beschlossen, die Skilifte bis zum nächsten Winter nicht mehr laufen zu lassen. Derselbe Entscheid fiel am Donnerstag in Jaun. Trotz wenig Schneefall schauen die Betriebsleiter beider Skistationen auf keine schlechte Wintersaison zurück. An je 85 Tagen waren die Anlagen offen.

«Dank den Schneekanonen waren die unteren Lifte in Jaun immer offen», sagt Thomas Buchs. Er beschreibt die Saison als «mittelmässig». Der Gastlosen-Lift hingegen war im Januar und Februar während sieben Wochen geschlossen. «Dort haben wir keine Beschneiungsanlagen.» Vor einer Woche brachte der Gastlosen-Bügellift zum allerletzten Mal Skifahrer nach oben. Im nächsten Winter steht an seiner Stelle eine Vierersesselbahn (siehe Kasten).

Nebenangebote lohnen sich

Dass die Kaiseregg-Bahnen AG in Schwarzsee die Anzahl Beschneiungsanlagen für diese Saison auf 20 aufgestockt hat (elf Schneekanonen, neun Lanzen), hat sich gelohnt. Wegen der tiefen Temperaturen konnten 12 von insgesamt 20 Pistenkilometern beschneit werden und waren gemäss Betriebsleiter Erich Brülhart stets in einem guten Zustand: «Wir hatten gute Rückmeldungen von den Gästen.» Was den Personal- und den Stromaufwand betreffe, sei die Saison sehr intensiv gewesen. Trotzdem werde man wohl an das Ergebnis des Vorjahres anknüpfen können. Dies nicht zuletzt wegen der gut besuchten Nebenangebote wie Nachtskifahren und Nachtschlitteln. «Und wegen der treuen Gäste», betont Brülhart. Das Festtagsgeschäft und die Fasnachtswoche seien gut gewesen.

Am Moléson bleibt diese Saison als «katastrophal» in Erinnerung. Für Januar und Februar rechnet Direktor Antoine Micheloud mit einem Umsatzverlust von 75 Prozent im Vergleich zu einem durchschnittlichen Jahr. Den Verlust der ganzen Saison schätzt er auf 50 bis 60 Prozent. Weil Schneekanonen fehlen, musste der Skibetrieb vom 3. Januar bis zum 20. Februar eingestellt werden. Auch für nächsten Winter werden gemäss Micheloud keine Kanonen angeschafft. «Wir haben das Glück, auch auf den Sommertourismus setzen zu können.» Falls bis zum 28. März noch Schnee fallen sollte, werden die Skilifte der Station Moléson noch einmal in Betrieb genommen.

Einbussen auch in Charmey

Der Präsident von Charmey Tourismus, Jean-Pierre Thürler, rechnet mit 60 Prozent weniger Umsatz gegenüber dem Winter 2009/10. Nach dem guten Start im November und Dezember waren die Anlagen in Charmey im Januar und Februar an 14 Tagen geschlossen. Charmey verfügt lediglich über zwei Schneekanonen.

Im Skigebiet La Berra entscheidet Betriebsleiter Philippe Gaillard am Sonntag, ob die Saison beendet wird. Er rechnet mit 15 Prozent weniger Einnahmen als im Vorjahr, ist aber dennoch nicht völlig unzufrieden mit der Saison: «Wir hatten viele Aboverkäufe, eine gute Fasnachtswoche und konnten den Gästen dank Schneekanonen gute Pistenverhältnisse bieten.»

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