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Schneeklassen in Plaffeien zu Besuch

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Autor: Mireille Rotzetter

Der Grossteil der 70 Kinder aus Kasterlee und Lichtaart hat vor der Lagerwoche in Plaffeien noch nie auf den Skiern gestanden. An ihrem ersten Skitag wagten sich die elfjährigen Kinder aus Belgien aber bereits mutig den Hapferen-Hang hinunter. «Es macht Spass, ist aber auch anstrengend», sagte ein Junge, der gerade einige Kurven geschafft hatte. Sein Skilehrer lobte die Pisten und fügte hinzu: «Ich habe auch schon hier Ski fahren gelernt.»

Auch im Schulzimmer

Die Gemeinden Kasterlee und Plaffeien sind verbrüdert. Bruno Jörg vom Kasterlee-Komitee in Plaffeien, und Josef Zbinden, ehemaliges Mitglied der Kommission, erzählten, dass die Kinder meist bereits nach zwei, drei Tagen fähig seien, in Schwarzsee Ski fahren zu gehen.

Den Kindern machen die Tage auf der Piste Spass, auch wenn sie die Anstrengung in der Kälte nicht gewohnt sind. «Ein halber Tag Skifahren genügt den Kindern», sagte die Direktorin der Schule in Kasterlee, Viviane Wouters. Deswegen wurden die Kinder aufgeteilt: Am Morgen war die eine Hälfte auf der Piste und die andere im Schulzimmer, dann wurde gewechselt.

Gegend kennenlernen

Als Schulzimmer diente den belgischen Klassen die Buvette des FC Plaffeien, die Schulstunden liefen nicht ganz so ab wie normalerweise zu Hause. Am Donnerstagnachmittag schrieben die Kinder im Schulzimmer einen Brief nach Hause. Die Briefe der meisten Kinder fielen relativ kurz aus. «Wenn sie fertig sind, dürfen sie nach draussen in den Schnee», erklärte Viviane Wouters. Neben Skifahren und Schulstunden machten die Kinder Ausflüge ins Greyerzerland, zu den Eispalästen, nach Jaun und gingen auch ein bisschen wandern. «Die Berge finden sie etwas mühsam, weil es auf und ab geht», erzählte Wouters lachend. In Kasterlee liege der höchste Punkt auf 35 Metern über Meer.

Teure Schweiz

Viviane Wouters, die von ihrem Ehemann begleitet wurde, ist überzeugt, dass die Woche in Plaffeien für die Kinder eine gute Gelegenheit ist, eine neue Gegend und Kultur kennenzulernen. «Zudem können sie Ski fahren lernen, dazu haben sie zu Hause kaum die Möglichkeit.» Die Woche ist für die Kinder obligatorisch, da die Eltern aber einen finanziellen Beitrag übernehmen müssen, konnten trotzdem nicht ganz alle Kinder teilnehmen. «Die Gemeinde Kasterlee und die Schule unterstützen uns jedoch», sagte Wouters. Der starke Schweizer Franken ist für die Schneeklassen ein Problem. «Pro Kind kostet die Woche jetzt 25 Euro mehr.» Dennoch wollen die Belgier weiterhin nach Plaffeien reisen. «Wir werden hier immer herzlich empfangen», sagte Wouters. «Es sind Freundschaften entstanden», bestätigte Jörg.

Die belgischen Kinder folgen den Instruktionen ihres Skilehrers und schaffen so die ersten Kurven.Bild Aldo Ellena

Verbrüderung:Kontakte seit 1979

Die Freundschaft zwischen den Gemeinden Plaffeien und dem belgischen Kasterlee hat eine lange Geschichte. Josef Zbinden, ehemaliges langjähriges Mitglied des Kasterlee-Komitees in Plaffeien, erinnert sich, dass 1979 in Schwarzsee ein gemeinsames Fest stattgefunden hat. In Kasterlee wurde die Verbrüderung 1987, in Plaffeien 1989 offiziell gemacht. In den folgenden Jahren fand ein reger Kulturaustausch statt. Zahlreiche Plaffeier Vereine und Privatpersonen besuchten Kasterlee, im Gegenzug konnte Plaffeien etliche belgische Vereine und Gruppen empfangen. mir

Unterkunft

In Zivilschutzanlage und Hotels

Die 70 belgischen Kinder und zwölf Betreuenden waren in der Zivilschutzanlage und in den Hotels Alpenklub und Hirschen in Plaffeien untergebracht. Essen konnten sie in der Schulmensa. Die Gemeinde Kasterlee liegt in der Provinz Antwerpen, Flandern. Sie hat gut 18 000 Einwohner, die Sprache ist Niederländisch. Die Schneeklassen sind vergangenen Mittwochabend angekommen und reisen heute Abend ab. mir

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