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Schnelles 4:0 war zu grosse Hypothek

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Schnelles 4:0 war zu grosse Hypothek

Gottéron verliert auch sein zweites Saisonspiel gegen Lausanne

Das Stade de Malley wird für Gottéron immer mehr zum schwarzen Schaf. Im Sonntagsspiel setzte es für Gottéron gegen Schlusslicht Lausanne eine bittere 5:3-Niederlage ab. Nach acht Niederlagen in Folge holten die Waadtländer gegen ein konfuses Freiburg endlich wieder einmal beide Punkte. Das schnelle 4:0 war im Endeffekt für die Gäste eine zu grosse Hypothek.

Von KURT MING

Umgekehrte Vorzeichen für Gottéron vor dem Match in Lausanne gegenüber dem SCB-Spiel. Diesmal ging der HCF aufgrund der letzten Vorstellungen als leichter Favorit ins Rennen, aber auf dem Eis sah im stimmungsvollen Malleystadion plötzlich alles anders aus. Nicht die Drachen machten im ersten Drittel das Spiel, sondern der Heimklub. Allerdings machte es ihnen Freiburg ziemlich leicht. Die beiden ersten Tore kassierte man in Unterzahl und beim wohl schon entscheidenden 3:0 kurz nach dem ersten Seitenwechsel lief der HCF Baschkirow und Co. voll in den Hammer. «Wenn man so dumme Fehler macht wie wir, kann man nicht gewinnen», übte Howald gleich nach dem Spiel Selbstkritik. Dabei dachte er wohl an die zwei ersten Gegentore. Bei Schallers 1:0 kassierte Lintner einmal mehr eine unnötige Strafe, was zu einer doppelten Unterzahl führte, und dem Treffer von Landry ging ein unverzeihlicher Wechselfehler des Coach-Duos Popichin/Malkow voraus.

Dazu kam ein katastrophaler Start ins Mitteldrittel. Dabei wollte man laut Gil Montandon just in dieser Phase eine Reaktion zeigen. Aber bevor dies möglich war, lag Gottéron schon mit vier Längen hinten und der Match war zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger gelaufen. Lausanne kämpfte spätestens jetzt um sein Leben, wie Popichin das Aufbäumen des Tabellenletzten am Ende richtig beschrieb.

Freiburgs Aufholjagd kam zu spät

Gleich nach Slehofers viertem Tor (24.) nahm Popichin wutentbrannt ein frühes Time-out, um seine Jungs nochmals neu zu motivieren. Resultatmässig gings ab diesem Moment für die Freiburger aufwärts, denn bis zur 54. Minute kam man dank Toren von Hentunen, Vauclair und Wirz bis auf einen Treffer an die immer nervöser werdenden Waadtländer heran. Aber insgesamt hatte der HCF auch an diesem Sonntag nicht die Mittel, um zumindest noch einen Zähler zu holen. Wie schon gegen den SCB am Vorabend spielten ab dem zweiten Drittel die jungen Stürmer Berthoud, Sprunger und Sassi nicht mehr. Im dritten Block versuchten Schümperli, Schneider und Wirz ein bisschen Druck auf die nicht gerade sattelfeste Heimabwehr zu machen. Mit wenig Erfolg, denn auch im zweiten Wochenendspiel gingen die Tore nur auf das Konto des ersten Blocks, denn Wirz schoss seinen Treffer, als er schon mit Karlberg und Hentunen auf Torjagd ging. Als Mona am Schluss für einen sechsten Feldspieler Platz gemacht hatte, traf Zenhäusern noch ins leere Tor. Dies war übrigens das dritte Tor eines Ex-Freiburgers in diesem Derby! Insgesamt hatte auch das bessere Powerplay des Siegers einen Einfluss auf die Endabrechnung.
Lausanne – Gottéron 5:3 (2:0, 2:2, 1:1)

Malley. – 7384 Zuschauer. – SR Stalder, Mauron/Rebillard. Tore: 8. Schaller (Zenhäusern, Landry/Ausschlüsse Saffi, Lintner) 1:0. 16. Landry (Boileau/Ausschluss Berthoud) 2:0. 21. Baschkirow (Landry) 3:0. 24. Slehofer (Schaller, Andenmatten) 4:0. 29. Hentunen (Karlberg/Ausschluss Emery) 4:1. 40. Vauclair (Montandon, Howald) 4:2. 54. Wirz (Studer, Karlberg) 4:3. 60. (59:51) Zenhäusern (Oliver Kamber, Boileau) 5:3 (ins leere Tor). Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Lausanne, 6mal 2 Minuten gegen Gottéron.
Lausanne: Thomas Berger; Boileau, Emery; Keller, Michel Kamber; Reist, Ngoy; Merz; Tuomainen, Landry, Baschkirow; Zenhäusern, Oliver Kamber, Conz; Schönenberger, Weibel, Brown; Andenmatten, Slehofer, Schaller.
Freiburg/Gottéron: Mona; Lintner, Rhodin; Gerber, Studer; Raphael Berger, Marquis; Haldimann, Birbaum; Hentunen, Karlberg, Plüss; Berthoud, Wirz, Sprunger; Vauclair, Montandon, Howald; Schneider, Schümperli, Sassi.
Bemerkungen: Lausanne ohne Holzer und Steck (beide verletzt), Gottéron komplett. 24. Timeout Gottéron. 31. Pfostenschuss Schümperli. Gottéron zwischen 58:08 und 59:51 ohne Goalie. Beste Spieler: Landry und Vauclair.
Keine Frage der Kraft

Schon des Öfteren hat Gottéron nach einem Samstagssieg am Sonntag den Kürzeren gezogen. Für Jukka Hentunen ist dies keine Frage der Kraft: «Überhaupt nicht, wir waren zu Beginn im Kopf nicht bereit. Gegen Bern lief der Puck für uns, heute eben nicht. So ist eben Hockey.» Gil Montandon, der an diesem Wochenende trotz der gestrigen Niederlage ein gelungenes Comeback gab, sprach die Schwierigkeiten seines Teams, einen Rückstand aufzuholen, direkt an: «Wir haben ganz einfach nicht genügend Substanz, um jedes Spiel zu kontrollieren. Wir wussten schon um die Wichtigkeit dieses Spiels, kamen aber ganz einfach nicht aus den Startlöchern. Und mit jedem Tor wurde Lausanne frecher.»

Auf der Gegenseite freute sich Pascal Schaller über sein erstes Tor gegen Gottéron, seit er die Freiburger verlassen hatte: «Wichtig ist natürlich der Sieg, aber dieser Match gibt mir Selbstvertrauen.» Das Nachlassen nach dem 4:0 führt der Flügel auf die fehlende Sicherheit im Spiel der Rotweissen zurück: «Die vielen Niederlagen zuletzt haben Spuren hinterlassen. Aber jetzt gehts sicher wieder bergauf.» Eines ist klar, Gottéron verpasste gestern in Lausanne nicht nur, den Abstand zum Sheehan-Team auf 7 Punkte zu erhöhen, sondern muss ab sofort wieder vermehrt Richtung Tabellenende schauen. mi

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