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Schnelles Essen aus dem Fast-Food-Tempel

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Auf der Murtenstrasse in Granges-Paccot herrscht dicht gedrängter Verkehr. Busse, Autos und Lastwagen drängen vom unterirdischen Poya-Kreisel her kommend in Richtung Autobahn. Zwischen die Motorengeräusche mischt sich hektisches Hupen. Im vorüberrauschenden Verkehr verdichtet sich eine Atmosphäre der Flüchtigkeit und Rastlosigkeit – Symp­tome der modernen Welt, in der die Zeit immer knapper zu werden scheint. Über dem Geschehen thront auf einer hohen Stange der grosse gelbe M der Restaurantkette McDonald’s, der zu einem Symbol dieser Schnelllebigkeit geworden ist. McDonald’s steht für schnelles und preiswertes Essen. Vor dem Eingang zum Fast-Food-Tempel sitzt ein Mann in seinem Auto und gibt am Drive-in-Schalter seine Essensbestellung auf. «Ich esse mein Mittagessen in meinem Auto direkt hier auf dem Parkplatz», sagt er und düst weiter zum Ausgabeschalter.

30 Jahre Freiburger Fast Food

Es ist früher Nachmittag. Die Räumlichkeiten des Restaurants sind gut gefüllt. In kleinen Warteschlangen stehen Kunden vor den Kassen. «Wir bestellen eigentlich immer dasselbe», sagen zwei Teenager, die auf ihre Bestellung warten. Aus der Küche dringt der Duft von Fleisch und Pommes frites. «Unser Erfolg beruht darauf, dass wir die Kunden schnell bedienen. Ob sie dann auch schnell essen, ist ihnen überlassen», sagt Roland Jeanbourquin. Der 72-jährige Freiburger betreibt als Lizenznehmer seit über dreissig Jahren Restaurants von McDonald’s Schweiz im Kanton Freiburg. Die Filiale in Granges-Paccot hat er 1998 gegründet und verwaltet sie bis heute. Zuvor hob er 1985 das Restaurant an der Romontgasse aus der Taufe und war damit in der Schweiz so etwas wie ein McDonald’s-Pionier: Die Filiale im Freiburger Stadtzentrum war erst die vierte hierzulande (siehe Kasten). Seit jener Zeit habe sich die Gesellschaft stark verändert, betont Jeanbourquin. «Wir waren damals die einzigen, die schnellen Service und Take-away anboten», sagt er. «Heute ist Take-away allgegenwärtig. Überall gibt es Kebab, Pizza und Sandwichs.»

14 Stunden am Tag geöffnet

Die Firmenstrategie von McDonald’s bediene letztlich ein Bedürfnis der heutigen Gesellschaft, sagt Jeanbourquin: «Die Leute wollen sich nicht mehr zwei Stunden Zeit nehmen fürs Mittagessen. Dafür wird von ihnen schlicht zu viel erwartet. Sie machen lieber kurz Mittag, um dann am Abend mehr Freizeit zu haben.» Um die Kunden zu fast jeder Tageszeit bedienen zu können, hat das Restaurant in Granges-Paccot an einem Werktag 14 Stunden geöffnet. Rund 60 Angestellte kümmern sich um die Wünsche der Kunden – fast alle arbeiten Teilzeit und viele sind Stundenten.

45 Sekunden für einen Burger

Während die Kunden vor der Kasse oder an den neuen Bestellautomaten warten oder es sich an einem Tisch bequem machen, ist in der Küche viel los. Es ist heiss, und die Luft ist dick. Von Stress ist aber nicht viel zu spüren. Die Angestellten sind gut aufeinander abgestimmt und sausen in den engen Gängen hastig hin und her. Jede Bewegung folgt den strikten Regeln der sogenannten Systemgastronomie. Auf der einen Seite der Küche brutzeln Pommes frites und Chicken Nuggets in zwölf Fritteusen. Auf der anderen Seite brät ein junger Mann in der grünen McDonald’s-Uniform Hamburger. Das geschieht in einem grossen Grill, welcher die Fleischstücke ganz genau 45 Sekunden mit zwei heissen Platten von beiden Seiten brät. Schiefgehen kann hier eigentlich nichts. In der Mitte des Raumes werden die verschiedenen Hamburger zusammengesetzt. Damit dies so schnell wie möglich geht, ist jeder Arbeitsschritt genau vorgegeben. «Wir erhalten viele Zutaten bereits vorbereitet geliefert», so Jeanbourquin. «In unserer Küche braten wir die Fleischportionen, toasten das Brot und garnieren die Burger. Alles verläuft nach klaren Rezepten und Vorgaben.»

Die 10-Minuten-Regel

Wo das Essen statt in Tellern in Schachteln und Verpackungen aus Pappe und Plastik serviert wird, füllen sich die Abfallsäcke. Die grosse Abfallmenge sorgt zuweilen für Kritik. «Unsere Verpackungen bestehen aber zu rund 90 Prozent aus erneuerbaren Rohstoffen wie Papier und Karton, die einfach in der Kehrrichtverbrennung entsorgt werden», betont Roland Jeanbourquin. Der Abfall, der in der Küche entsteht, wird zudem recycelt.

Auch McDonald’s Umgang mit Lebensmitteln wird oft kritisiert. Die Zehn-Minuten-Regel ist kein Mythos: Wenn ein Hamburger mehr als zehn Minuten im Wärmebehälter wartet, kommt er zum organischen Abfall. Damit am Ende des Tages nicht zu viele Lebensmittel im Abfall landen, setzt Jeanbourquin auf exakte Planung: «Wir arbeiten anhand von Erfahrungswerten und produzieren selten zu viel», sagt er. «Wir wissen ungefähr, wann wie viel gekauft wird.» In anderen Filialen von McDonald’s wird indes nur noch auf Bestellung produziert. Dieses etwas langsamere Bedienungsmodell kann sich Jeanbourquin in Zukunft auch für sein Restaurant vorstellen: «Das ist ein neues System, das McDonald’s erfolgreich getestet hat und auf das immer mehr Restaurants umsteigen.»

«Unser Erfolg beruht auf der schnellen Bedienung. Ob die Leute schnell essen, ist ihnen überlassen»

Roland Jeanbourquin

Lizenznehmer von McDonald’s

Zahlen und Fakten

Seit über 30 Jahren in Freiburg präsent

Der Siegeszug von McDonald’s begann 1955 in den USA. Heute ist der Fast-Food-Gigant mit rund 36 000 Standorten in 100 Ländern vertreten. 1976 öffnete in Genf das erste Restaurant in der Schweiz. Seit 1985 ist McDonald’s auch in Freiburg vertreten. Damals eröffnete der Lizenznehmer Roland Jeanbourquin (siehe Haupttext) die erste Freiburger Filiale an der Romontgasse. 1998 kam das Restaurant in Granges-Paccot dazu, das sich in unmittelbarer Nähe zur Autobahnausfahrt Freiburg Nord befindet und mit einem Drive-in-Schalter ausgestattet ist. McDonald’s verfügt heute in der Schweiz nach offiziellen Angaben des Unternehmens über 165 Standorte, die täglich rund 275 000 Gäste empfangen. Der Fast Food-Konzern kauft in der Schweiz jährlich rund 4500 Tonnen Rindfleisch ein. Das Unternehmen beschäftigt in der Schweiz aktuell rund 7000 Mitarbeitende und machte hier im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 709 Millionen Franken. 80 Prozent der Schweizer McDonald’s-Filialen werden im sogenannten Franchise-System von Lizenznehmern betrieben. Diese wirtschaften in ihren jeweiligen Restaurants zwar selbständig, müssen sich jedoch an die Vorgaben des Lizenzgebers halten. Seit 1998 bildet McDonald’s als einer der grössten Arbeitgeber des Landes auch Lernende aus – dies zunächst im Bereich Informatik und KV. Seit 2013 bildet McDonald’s Schweiz Lernende zu eidgenössisch anerkannten Fachfrauen und Fachmännern Systemgastronomie aus. Aktuell verfügt das Unternehmen über 31 Lehrstellen.

lr

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