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Schon als Junge ein Seebär

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Schon als Junge ein Seebär

Pierre Tschachtlis Element ist das Wasser

Seit dreissig Jahren gibt er Segel-und Motorboot-Unterricht, vermietet Pedalos, Segelschiffe und fährt Seetaxi. Im Hafen Murten ist Pierre Tschachtli auch Hafenmeister. Im Dezember ist nur noch wenig Betrieb auf dem See, dann ist es Zeit für ihn, es den Zugvögeln gleichzutun und für ein paar Wochen in wärmere Gebiete zu fliegen.

Autor: Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

«Einen solch fantastischen Job möchte ich auch haben, nichts als den ganzen Tag mit dem Aperitif-Glas in der Hand auf der Quaimauer stehen, durch die schicke Sonnenbrille den Segelschülerinnen zusehen und mit den Wassersportlern fachsimpeln», solches hört der Hafenmeister oft von den Touristen. Mittlerweile stört ihn das auch kaum noch.

Mit der Kälte kommt die Ruhe

Pierre Tschachtlis Alltag ist anspruchsvoll und vielseitig. Im Sommer geht die Arbeit schon morgens um sechs Uhr los und dauert bis spät in die Nacht hinein. Spätestens an Ostern kommen die ersten Ausflügler. An Pfingsten und während des Sommers ist Hochbetrieb am Hafen. Ruhig wird es erst, wenn die Luft- und Wassertemperaturen sinken und die ersten Zugvögel auf ihrem Flug in die Winterquartiere im Seeland Halt machen. «Am See ist jede Saison wunderschön, die Sonnenuntergänge im Sommer oder jetzt, wenn die Herbstnebel über das Wasser kriechen, das verleidet einem nie. Sehen Sie dort, wie die Enten und Zugvögel geschickt ganze Fischschwärme in den Hafen jagen und sich dann auf ihre Beute stürzen!», sagt der 58-jährige Seebär, dem die Begeisterung für die Natur und den Wassersport auch nach langen Jahren im Beruf nicht abhanden gekommen ist. Schon von klein auf hat er am Murtensee gefischt. «Ich war schon als Bub ein kleiner Seebär», erklärt Pierre, der später Bootsbauer wurde bzw. Segellehrer und Schiffsführer auf Binnengewässern und in der Hochsee-Schifffahrt war. Segeltörns im Mittelmeer sind immer noch seine Passion.

Seerettung, Auskünfte und Tourismus

Mit seinen hellen Augen mustert Pierre Tschachtli sein Gegenüber und kontrolliert dabei unaufhörlich mit einem Seitenblick, ob sich etwas Auffälliges auf dem See ereignet. Denn als Hafenmeister ist er für den reibungslosen Betrieb beim grossen Seehafen und dem kleineren, gleich daneben, verantwortlich.Gelegentlich muss er mit seinem Motorboot in Seenot Geratene sicher ans Ufer bringen. «Der beste Retter ist derjenige, der zuerst am Ort ist», erklärt der Fachmann. Bis im Spätherbst kommen Segler aus der Region, aber auch von Bern, Basel und Zürich an den Murtensee. Gut vertreten sind auch deutsche Touristen. Der Hafenmeister reserviert die Bootsplätze für die Stammgäste, weist den Besuchern, die vom See her kommen, den richtigen Parkplatz für ihr Schiff zu. Er erklärt, wo Frischwasser gepumpt, Abwasser und Toilettentank entleert werden und weist den Weg zu den Duschanlagen. Tschachtli mietet das Hafenbüro von der Stadt Murten, gewährleistet dafür die Dienste als Hafenmeister. Gleichzeitig kann er von hier aus seine Segelschule betreiben.

Ferien in der Toskana

Ende November sind nur noch wenige Schiffe im Hafen verankert, vereinzelt kommen noch Hobbyfischer. Jetzt kann der Hafenmeister die Buchhaltung erledigen, Abrechnungen für die Standplätze und Reservationen für die kommende Saison machen. Die Bootsplätze in Murten sind verglichen mit denen von grösseren Seen günstig, pro Quadratmeter bezahlt man 60 Franken für eine Saison.«Jetzt freue ich mich auf ein paar Ferienwochen in der Toskana, wo ich mit Freunden spazieren und die herrlichen italienischen Essen geniessen werde», sagt Pierre Tschachtli. Denn bald beginnt schon wieder die neue Saison am Murtensee.Informationen zur Segelschule: www.segelschule-murtensee.ch

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