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«Schön, ist Murten kein Disneyland»

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«Zuerst müssen wir unbedingt etwas trinken: Wir haben riesigen Durst», sagt Jean-Baptiste Faure. Eben sind er und sein Begleiter Didier Périn in Murten angekommen: Den Weg von ihrem Hotel in Praz haben die beiden Männer mit dem Velo zurückgelegt.

Jean-Baptiste Faure ist «Botschafter» für den Freiburger Tourismusverband in der Region Murten: Er und sieben weitere Personen wurden unter 25 Bewerbern dazu ausgewählt, im Rahmen eines Wettbewerbs Regionen des Kantons Freiburg in sozialen Netzwerken vorzustellen (siehe Kasten). Bedingung von Freiburg Region war, dass die Botschafter keine Insider sind, sondern «entdeckungsfreudige Neugierige». Jeder Teilnehmer hatte anschliessend Gelegenheit, seine Sicht der jeweiligen Destination während einer Woche im Internet zu posten: Letzte Woche war Jean-Baptiste Faure aus der Genferseeregion dran.

«Wow, all die Dächer»

 «Auf dem Weg nach Murten haben wir bereits fleissig gefilmt», sagt Faures Freund Didier Périn begeistert. Er zeigt auf den Bildschirm seines Smartphones: Auf den Videos sind Segelboote und Volleyballspieler zu sehen. Einen ersten Einkauf haben die Männer auch schon getätigt: zwei Stück Nidelkuchen. Während der Erfrischungspause probieren sie die Spezialität. Und sie sind sich einig: «Mmh, fein», kommentieren sie und strahlen über das ganze Gesicht.

«Ich hatte Lust, die Schweiz zu entdecken», sagt Faure über seine Teilnahme am Wettbewerb. Seit ein paar Jahren wohnt der Franzose in der Schweiz. Aufgewachsen ist er in der Nähe von Lyon, nun lebt er bei Nyon. «Ich habe schon an vielen Orten gewohnt, unter anderem in New York und Paris», sagt der Englisch- und Spanisch-Übersetzer, der in Genf bei der UNO arbeitet. Die Schweiz kenne er bisher noch wenig, sagt er. «Das Wallis und den Jura–vom Skifahren.» Ebenfalls habe er Zürich und weitere grössere Städte sowie das Tessin besucht. Durch Zufall entdeckte er den Wettbewerb von Freiburg Region im Internet, als er Informationen für einen Abstecher in die Stadt Freiburg suchte.

Vom Zvieri gestärkt geht es auf Entdeckungstour ins Murtner Stedtli: Über die Rathausgasse zum Schloss, vom auffallenden Altstadthaus Rüebeloch zur Ringmauer. «Wow, all die Dächer und Türme!», sagt Périn beeindruckt, als er nach dem Aufstieg das Stedtli überblickt. Ebenfalls gefallen ihm die zahlreichen in den Sandstein geritzten Inschriften von Besuchern, die sich an der Ringmauer verewigt haben. Immer dabei: das Smartphone. Faure macht Fotos, Périn fotografiert, filmt und schneidet das Material bereits unterwegs gekonnt: Er hat ein gutes Auge. Wieder im Stedtli unterwegs fällt Périn vor dem Kino eine Hochzeitsgesellschaft im 50er-Jahre-Look auf: Auch sie muss auf ein Foto. «Ich mag es, Menschen in meinen Videomix einzubeziehen», sagt er.

Erinnerungen an die Expo

Beim Schlendern durch die Hauptgasse entdeckt Faure das kleine Warenhaus: «Ein Manor im Altstadthaus!», sagt er überrascht. «Schön, ist Murten kein Disneyland.» Es gefalle ihm, dieses kleine, gut erhaltene, lebendige Städtchen zu entdecken. «Das Zeitlose, Friedliche und gleichzeitig Moderne: Das mag ich in der Schweiz», sagt der Franzose. In Frankreich sei architektonisch weniger weise gehandelt worden. Ebenfalls fallen Faure das viele Grün und die schönen Gärten auf.

Weiter geht die Erkundungstour zum Museum. «Schau, das ist noch von der Expo.02», sagt Périn begeistert zu Faure, als er die rostige Gedenktafel entdeckt, die an die Landesausstellung erinnert. Am See angekommen, bedauert Périn: «Schade, dass man den Monolith nicht erhalten konnte.» Die Tour ist zu Ende, die FN verabschieden sich bei den beiden Murtenseeregion-Entdeckern. Ausgestattet mit einem Rucksack voller Broschüren der Tourismusregion Freiburg gehe es am nächsten Tag weiter auf Erkundungstour, so Faure: unter anderem per Schiff auf dem Murtensee.

Falls sie gewinnen, wissen die Botschafter bereits, was sie mit der Gewinnsumme über 3000 Franken anstellen: Sie möchten damit eine Hilfsorganisation unterstützen, die sich um Kinder in Afrika und Haiti kümmert. «Das ist der Hauptgrund, warum wir beim Wettbewerb mitgemacht haben», sagt Faure.

Freiburg Region: «Botschafter» auf Erkundungstour

A cht «Botschafterinnen» und «Botschafter» mit Social-Media-Kompetenz suchte Freiburg Region, um im Sommer über ihre Entdeckungen in den Regionen Estavayer-le-Lac, Freiburg, Les Paccots, Greyerz, Schwarzsee, Romont und Murten in den sozialen Netzwerken zu berichten. Unter anderem wurde den Botschaftern und einer Begleitperson eine Übernachtung offeriert. Mindestens fünf Posts und einen Geheimtipp mussten vom Botschafter aufgeschaltet werden. Wer auf Facebook am meisten «Gefällt mir»-Klicks erhält, gewinnt 3000 Franken. Heute Abend wird der Gewinner bekannt gegeben. ea

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