Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Schon vorbei, ehe es richtig begann

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Noch vor wenigen Wochen hatten die erfolgreichen Geschwister aus Österreich–Doris und Stefanie Schwaiger liegen in der Weltrangliste auf Platz acht–grosse Ziele. An den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro sollte eine Medaille angestrebt werden. Kurzfristig stand die Titelverteidigung an den Europameisterschaften in Cagliari im Vordergrund, welche gestern begann. Realisiert hätten diese Ziele mit der Unterstützung von Martin Laciga, dem Vize-Weltmeister, dreifachen Europameister und zweifachen Vize-Europameister, werden sollen. Doch nun kommt alles anders. Nachdem das Schwaiger-Duo am 25. Mai beim World-Tour-Turnier in Prag noch den vierten Rang geholt hatte, gab die 29 Jahre alte Doris ihren Rücktritt bekannt. «Es ist alles ein wenig unglücklich gelaufen», sagt Martin Laciga.

Motivationsprobleme

Er habe nach Beginn der Zusammenarbeit schnell einmal gemerkt, dass es eine schwierige Situation sei. «Einen so raschen Entscheid habe ich aber nicht erwartet.» Doris Schwaiger schlug sich in der Vergangenheit mit diversen Verletzungen herum. «Deshalb habe ich eher damit gerechnet, dass sie eine längere Pause macht, um alle Verletzungen auszukurieren», so Laciga.

 Eine Mail von ihm nach dem Turnier brachte Doris Schwaiger aber zum Nachdenken. «Ich gab auf diesem Weg ein Feedback ans Team, in welchem ich auch ein paar negative Punkte anfügen musste.» Solche sind Laciga in Sachen Einstellung und Körpersprache aufgefallen. «Doris war am Limit. Das habe ich zu bedenken gegeben, damit Abklärungen getroffen werden konnten. So habe ich es ihr kommuniziert.»

 Auf dem Online-Portal «sportnet.at» lässt sich Doris Schwaiger wie folgt zitieren: «Mir ist über die Jahre langsam die Motivation–Tag für Tag an meine persönlichen Grenzen zu gehen–abhandengekommen. Das habe ich zu lange ignoriert.» Auch heuer habe sie wieder auf die nötige Motivationsspritze gewartet, diese blieb allerdings aus. Dabei war es nach den Olympischen Spielen 2012 noch ihre Schwester Stefanie gewesen, die sich Gedanken über einen Rücktritt gemacht hatte, sich dann aber von Doris überreden liess, noch bis Rio 2016 weiterzumachen. Nun ist aber endgültig Schluss mit dem Duo Schwaiger/Schwaiger, das sich am letzten Sonntag mit dem Turniersieg in Baden (Ö) definitiv verabschiedet hat.

Für Laciga kein Drama

 Ob Stefanie Schwaiger ihre Karriere mit einer neuen Partnerin fortsetzen wird, ist noch offen. «Stefanie ist am Überlegen», sagt Laciga. «Weil ich neu im Team bin (Red.: dazu gehört Co-Trainer Kersten Holthausen), will ich bei diesen Entscheidungen keine grosse Rolle spielen. Auch Doris hat sich vor ihrem Rücktritt mit der Familie und Freunden besprochen und nicht mit mir.» Die Zukunft des Freiburgers hängt nun von der Planung Stefanies ab. «Ich hoffe zunächst für Stefanie, dass sie eine Lösung findet und es für sie weitergeht. Erst dann steht zur Diskussion, ob ich einen Platz im neuen Team haben werde.»

 Für Laciga ist der Rücktritt von Doris Schwaiger insofern kein Drama, als dass er viele andere Projekte wie seine eigene Marketing & Management GmbH hat. «Der Trainerjob ist nicht meine Hauptbeschäftigung.» Klar ist für Laciga, dass ein eventuelles neues Team über Potenzial verfügt. «Wichtig ist für mich, dass möglichst hohe Ziele anvisiert werden.» Kontakte mit anderen Beachvolleyballern hat Laciga, der nach wie vor grosses Interesse am Coaching hat, keine.

«Doris war am Limit. Das habe ich zu Bedenken gegeben.»

Martin Laciga

Beachvolleyball-Trainer

«Wichtig ist für mich, dass möglichst hohe Ziele anvisiert werden.»

Martin Laciga

Beachvolleyball-Trainer

Mehr zum Thema