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Schöne Bescherung

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Die Abstimmungsbroschüre zur Poyabrücke ist eine Augenwischerei, das Projekt wird zur politischen Zwängerei. Es geht heute nicht mehr um das Projekt, sondern um die Bundesgelder. Da ist es ganz normal, wenn bei den Politikern der Verstand aussetzt. Der Verstand sagt, dass der Verkehr sich bei der Kreuzung St. Leonhard (insgesamt drei Ampeln!) bis weit in den Tunnel hinein stauen wird. Da hilft auch die Studie der ETH Lausanne nichts: Bereits eine Ampel bei der Uni Perolles blockiert die Zufahrt zur Perollesbrücke. Die «schönste» Brücke aller Freiburger Brücken wird das gesamte Agy- und Juraquartier ins Chaos stürzen, die Folgekosten gehen an die Stadt Freiburg, die Verkehrsprobleme bleiben aber ungelöst. Die Annahmen zur Verkehrsentwicklung sind untertrieben, wie die in den 6er-Jahren, als man dachte, der Verkehr würde stagnieren. Das Agyquartier hat sich so stark verändert, dass der Anschlusspunkt der Brücke an die Murtenstrasse am falschen Ort ist. Es ist nicht logisch, dass man eine Brücke dort plant, wo es am schwierigsten und die Saane am breitesten ist, und einen Tunnel gräbt, der sich im Grundwasser befindet.Leider wurde das Projekt innerhalb des Kantons nie kritisch betrachtet. Der kantonalen Kommission für Architektur und Siedlungsplanung (CAU) wurde es zur Beurteilung vorenthalten. Das ist etwa so unverständlich, wie wenn man die Finanzkommission bei wichtigen Bugetentscheidungen übergehen würde. Könnte man mit 120 Mio. Fr. nicht schon fast zwei Brücken bauen? Eine städtische, um das Burgquartier zu entlasten und eine Brücke als Autobahnzubringer und Entlastungsstrasse für Düdingen. Es wurde nicht eine einzige Studie städtebaulicher Art in Auftrag gegeben, weder für das aktuelle Projekt noch für andere Möglichkeiten. Ist das die Raumplanung unseres Kantons? Es fehlt innerhalb des Raumplanungsamtes ein Gremium, das unabhängig von politischen Sachzwängen denken kann und sich der qualitativen Entwicklung des Kantons annimmt. Der Kanton hat kein griffiges Konzept, wie er solche Grossprojekte bewältigen soll. Was machen wir, wenn morgen «Galmiz 2» anklopft? Was nützt uns eine Poyabrücke, die dem Verkehr schon vor ihrer Fertigstellung nicht genügt? Wir könnten auch in fünf Jahren über ein besseres Projekt abstimmen. Cyrill Haymoz und Oliver Schmid, Freiburg

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