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«Schreiben ist zur Passion geworden»

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Monique Baeriswyl-Mauron aus Tafers erzählt in ihrem Buch «Aventias Stunde» zwei Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben und doch miteinander verknüpft sind. Die eine spielt in der Gegenwart, die andere ist in der Keltenzeit angesiedelt. Bei beiden geht es um menschliche Schicksale und um Krisen, welche die Protagonisten bewältigen müssen. Der Roman nimmt den Leser deshalb mit auf gleich zwei spannende Reisen. Das Buch ist gut geschrieben, dramaturgisch clever aufgebaut, enthält überraschende Wendungen und ein wenig – aber nicht zu viel – Mystery. Den gelungenen Erstling stellt die Autorin am 7. Oktober in Tafers vor. Im Gespräch mit den FN erzählt sie, wie er entstanden ist.

Am Anfang war der Osterhase

Sie habe schon als Kind den Wunsch gehabt zu schreiben, erzählt Monique Baeriswyl-Mauron. «Als Zweitklässlerin habe ich einmal angefangen, eine Geschichte rund um den Osterhasen aufzuschreiben. Ich habe begonnen und wollte schreiben, bis das Heft voll ist», erinnert sie sich. Eine ihrer Kurzgeschichten ist vor einigen Jahren bei einem Wettbewerb des Freiburger Schriftstellervereins ausgezeichnet worden. Zwei weitere erscheinen im Dezember in einem Kurzgeschichtenband zum Thema Winter.

Der Anfang der Geschichte ihres ersten Romans sei eine Art Running Gag in ihrer Familie, erzählt sie. Sie habe nach abendlichen Spaziergängen oft zu ihren Kindern gesagt, wie es wohl wäre, wenn bei ihrer Rückkehr plötzlich eine fremde Familie in ihrem Haus wohnen würde. «Mein Sohn hat dann mal gesagt: Schreib das doch auf, dann wirst Du die Idee los.» Am nächsten Tag hat sie sich an den Computer gesetzt und angefangen zu schreiben. Das war im Januar 2013. «Ich habe damals nicht gewusst, wohin mich die Geschichte führt, ich habe es einfach laufen lassen.»

Ein zusätzliches Element

Die abenteuerliche Geschichte von Familie Huber, die buchstäblich aus der Zeit fällt und ihr bisheriges Leben auf den Kopf gestellt sieht, war ihr als Handlungsstrang bald klar. «Aber ich wollte ein zusätzliches Element hineinbringen», erklärt die Autorin. «Ich bin auf die Kelten gestossen, weil ich ihre Geschichte so faszinierend finde.» Sie habe viel gelesen, mit Archäologen gesprochen, Vorträge besucht und sei in vielen Museen gewesen. Da es kaum Schriftzeugnisse aus der Keltenzeit gibt, rühren die Kenntnisse über diese Epoche vor allem aus der Auslegung archäologischer Funde. «Mir haben ihre speziellen Rituale und die zum Teil krassen Glaubensvorstellungen gefallen.»

Ausgrabungen laufen

Sie habe ein paar wissenschaftliche Fakten genommen und sich erlaubt, gewisse Details, wie es gewesen sein könnte, selbst auszuschmücken. So erzählt ihr Roman die Geschichte des Keltenjungen Cadan, der vor 2500 Jahren lebte, gerne Druide wäre und auf seinem Weg einige Schicksalsschläge erleiden muss.

Der Titel des Buchs bezieht sich auf die Göttin Aventia, die im helvetischen Aventicum, dem heutigen Avenches, verehrt wurde. Die Autorin findet es spannend, dass vor einigen Jahren unter den allseits bekannten Ruinen der römischen Siedlung Reste einer älteren, keltischen Stadt gefunden worden sind. Die Ausgrabungen sind am Laufen. «Ein Teil meines Romans spielt also in einer Zeit, die aktuell wieder in den Fokus archäologischer und historischer Forschung rückt.»

Rund zwei Jahre hat Monique Baeriswyl-Mauron an ihrem Buch gearbeitet. Ermuntert durch die Reaktionen einiger Testleser hat sie es an einige Verlage geschickt; mit dem Verlag «Sage und Schreibe» kam sie schliesslich ins Gespräch. «Es ist ein geniales Gefühl, das Buch nun in den Händen zu halten», sagt sie. «Aventias Stunde» ist ein Roman, der sich gemäss Beschreibung des Verlags bereits an Jugendliche richtet. Die packende Geschichte wird aber Leserinnen und Leser jeden Alters begeistern, die spannend aufgebaute Erzählungen mögen.

Dienstag ist Schreibtag

«Schreiben ist mittlerweile für mich zu einem intensiven Hobby geworden. Zu einer Passion», sagt die 49-jährige Sekretärin, Hausfrau und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Sie habe sich ertappt, dass sie sich mit der Hausarbeit beeilt habe, um wieder zur Geschichte gehen zu können. Schliesslich wurde der Dienstag zu ihrem Schreibtag, an dem sie sich ganz ihren Figuren gewidmet hat. Deshalb könne sie sich auch gut vorstellen, an ein neues Buchprojekt zu gehen. «Aber jetzt erst einmal abwarten, wie dieses ankommt.»

Monique Baeriswyl-Mauron: «Aventias Stunde – Cilia und Lars im Bann der Kelten», Verlag Sage und Schreibe, Bern.

Vernissage: Gasthof St. Martin in Tafers, Sa., 7. Oktober, 18 Uhr.

«Ich habe damals nicht gewusst, wohin mich die Geschichte führt, ich habe es einfach laufen lassen.»

Monique Baeriswyl-Mauron

Autorin

«Mir haben die speziellen Rituale und die zum Teil krassen Glaubensvorstellungen der Kelten gefallen.»

Monique Baeriswyl-Mauron

Autorin

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