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Schüler brechen in ihre Schule ein

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Schüler brechen in ihre Schule ein

Grosser Sachschaden in den Direktionsbüros an der OS Marly

Während der Fasnachtsferien sind zwei ehemalige und ein gegenwärtiger Schüler der OS ins Sekundarschulhaus Marly eingebrochen. Sie haben viel zerstört und gestohlen, wurden aber am gleichen Tag gefasst.

Von PIERRE-ANDRE SIEBER (La Liberté)

Einen aussergewöhnlichen Einbruch gab es in der Nacht auf Donnerstag an der Orientierungsstufe Marly. Zwei ehemalige Schüler und ein Drittkürsler profitierten von den momentanen Bauarbeiten an der neuen Aula der OS. Über die Baustelle brachen sie eine Tür auf, die sie in den Schulhausgang führte. Ihr Ziel waren das Büro des Direktors, dasjenige seiner beiden Stellvertreter sowie das Sekretariat.

Mithilfe von Werkzeug, das sie auf der Aula-Baustelle fanden, schlugen sich die Jugendlichen mit Gewalt durch die massiven Bürotüren. Der Handwerker, der neue Türen einsetzen musste, meinte, er habe nie solch grosse Schäden gesehen – auch an den Metallrahmen. Die metallenen Türangeln seien abgebrochen gewesen.

Am schlimmsten kam das Büro der beiden Stellvertreter dran, die innerhalb der Schule für die Disziplin verantwortlich sind. «Die Botschaft war klar», sagte OS-Direktor Michel Pittet, «die Einbrecher wollten sich rächen, weil der beteiligte Schüler, der jetzt noch an der OS ist, vom Disziplinverantwortlichen bestraft worden war.»

Das Büro des Direktors wurde weniger beschädigt, aber auch hier belief sich der Sachschaden auf mehrere tausend Franken. Bei ihrem Besuch hatten die Jugendlichen Festplatten mit wichtigen Schuldaten zerstört. Diese konnten nicht mehr vollständig wiederhergestellt werden. «Die Einbrecher nahmen auch wertvolle Geräte mit: ein Laptop, ein digitaler Fotoapparat und zwei elektronische Agenden. Sie liessen aus einer Kasse auch eine kleine Summe Bargeld mitgehen», sagte Direktor Pittet.

Die Polizei leistete eine rasche und effiziente Arbeit. Am Donnerstagmorgen um 7 Uhr wurde der Einbruch festgestellt. Um 10 Uhr kam die Jugendbrigade und die bürgernahe Polizei auf Platz. Nach Informationen durch die Direktion waren sie eine halbe Stunde später bei den Verdächtigen daheim. Am Donnerstagabend gaben diese alles zu und die gestohlenen Geräte konnten der Schule zurückgegeben werden.

«Es ist wichtig, dass solche Delik-
te nicht ungestraft bleiben», kom-mentierte Michel Pittet. Er hatte Mühe, seine Enttäuschung zu verbergen, auch wenn nur wenige der 562 Schüler Probleme machen würden. «Ehrlich: Es ist schwer, so etwas mitanzusehen. Wir sind immer dialogbereit, aber um in Kontakt zu treten, muss der Jugendliche einverstanden sein. Und da hat es eine klare Blockade gegeben.»
Der Direktor sollte den junge Drittkurs-Einbrecher und dessen Eltern am Donnerstag treffen. Der 15-Jährige hatte den Disziplin-Verantwortlichen bedroht, nachdem dieser ihn bestimmt darum gebeten habe, die Regeln der Schule einzuhalten. Daneben habe der Junge aber keine schulischen Probleme. Es seien nur Verhaltenschwierigkeiten, sagte Pittet.
Über das Strafmass muss der Jugendrichter entscheiden. Der Mertenlacher Schuldirektor hat den Teenager für fünf Tage suspendiert, fünf weitere Tage soll er in der Struktur «Ressort» mit Problemschülern verbringen. Er solle seine obligatorische Schulzeit beenden können, noch sei aber nicht klar wo, sagte Pittet. «Wir haben kaum Mittel. Es ist schliesslich das erste Mal, dass ein Schüler in seine Schule einbricht.»
bearbeitet von chs/FN

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