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Schüler lernen Kandidaten kennen

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«Politik heisst, Interessen zu vertreten und für Anliegen zu kämpfen», begrüsste Vorsteher Urs Perler gestern über 200 Lernende des Kollegiums Heilig Kreuz in der schuleigenen Aula. Auf dem Stundenplan standen für einmal keine Aufsätze, sondern ein Podiumsgespräch. Zwei Wochen vor den eidgenössischen Wahlen bekamen die Lernenden der deutschsprachigen dritten und vierten Klassen die Gelegenheit, fünf Freiburger Nationalratskandidaten Fragen zu stellen. Gerhard Andrey (Grüne), Christine Bulliard-Marbach (CVP), Jean-François Steiert (SP), Fabian Winkelmann (Jungfreisinnige) und Claudia Zosso (Junge SVP) standen Red und Antwort zu allerlei brisanten Themen wie Flüchtlingskrise, Lohngleichheit der Geschlechter, Revision der AHV oder Atomausstieg.

 Die Mittelschülerinnen und Mittelschüler–von denen viele am 18. Oktober erstmals Wählen gehen können–wollten von ihren Gästen auch wissen, was sie von der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative halten. Christine Bulliard sagte, der Bundesrat mache angesichts der schwierigen Voraussetzungen eine gute Arbeit: «Es muss alles in Bewegung gesetzt werden, um den Volksentscheid so umzusetzen, dass sich daraus keine Nachteile für die Schweiz ergeben.» Von der Idee, über das Geschäft noch einmal neu abzustimmen, halte sie nichts. Jean-François Steiert erklärte, dass sich das Stimmvolk wohl aber ohnehin noch einmal zum Geschäft äussern müsse: «Eine Lösung mit Kontingenten hat die Aufkündigung der bilateralen Verträge und damit ein Referendum von mitte-links zur Folge. Eine Lösung ohne Kontingente wird das Referendum von rechts nach sich ziehen.» Gerhard Andrey war der Meinung, dass vielen Leuten die Konsequenzen ihres Entscheids nicht bewusst gewesen seien: «Mich würde interessieren, ob die Leute die Aufkündigung der bilateralen Verträge mit der EU tatsächlich wollen.» Fabian Winkelmann meinte, dass von den bilateralen Verträgen mit der EU alle profitiert hätten und es vielen Menschen in der Initiative nur darum gegangen sei, ein Zeichen gegen die Einwanderung zu setzen: «Aber für dieses Problem muss ein anderes Mittel gefunden werden.» Claudia Zosso sagte, dass die Schweiz darauf angewiesen sei, mit dem Ausland zusammenzuarbeiten, um zu überleben. Sie denke aber, dass der Bundesrat bisher noch zu wenig für die Umsetzung gemacht habe: «Es müssen rasch Lösungen gefunden werden.»

Viel Konsens

Ein EU-Beitritt der Schweiz in naher Zukunft war denn auch für keinen der fünf Politiker ein Thema. Ebenso waren sich alle Diskussionsteilnehmer darüber einig, dass die Schweiz in Zukunft ohne ihre Kernkraftwerke auskommen würde. Für die gleichgeschlechtliche Ehe sprachen sich alle Kandidierenden bis auf Christine Bulliard aus. Die Beibehaltung des Finanzausgleichssystems zwischen den Kantonen hingegen wurde von allen Kandidaten befürwortet, bis auf Claudia Zosso. Die Jungpolitikerin sprach sich zuerst gegen den Finanzausgleich aus, revidierte ihre Äusserung dann und liess sie schliesslich offen stehen.

In einer Schlussrunde erklärten die Kandidierenden einerseits ihre Motivation, sich für den Nationalrat aufstellen zu lassen, und motivierten die Jugendlichen andererseits, am 18. Oktober ihr Wahlrecht wahrzunehmen.

 

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