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Schutz vor Hochwasser wird konkret

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Autor: karin aebischer

Nachdem es in der Gemeinde Wünnewil-Flamatt aufgrund von Überschwemmungen bereits mehrmals zu Sachschäden von mehreren Millionen Franken gekommen ist, zuletzt im Sommer 2007, soll nun ein Massnahmenkonzept die Gemeinde längerfristig vor Hochwasser schützen. Das Konzept soll in zwei Etappen realisiert werden. Der Staatsrat hat dem Grossen Rat die Botschaft und den betreffenden Dekretsentwurf soeben überwiesen. Darin ist ersichtlich, dass sich die Gesamtkosten der ersten Etappe für die Gemeinde auf fast vier Millionen Franken belaufen (siehe Kasten).

Wehre verschwinden

In einem ersten Schritt werden die baulichen Massnahmen im Unterlauf der Taverna umgesetzt. Damit soll sofort ein Schutz vor dreissigjährlichen Hochwassern sichergestellt werden. «Generell gilt es, das Bachbett an den kritischen Orten zu verbreitern. Man gibt der Taverna mehr Platz», erklärt Marius Cotting vom Bauamt Wünnewil-Flamatt. Zudem werde das Wehr der Mühlen AG sowie das Wehr der ehemaligen Mühle Blumisberg abgerissen. Um an diesen Stellen trotzdem ein gleichmässiges Gefälle sicherstellen zu können, werden Blockrampen eingebaut.

Für einen optimalen Einlauf der Taverna in die Sense und um die Liegenschaften an der Neueneggstrasse vor Hochwasser schützen zu können, wird gemäss dem Bauamtleiter an diesen Stellen der Bachlauf der Taverna verändert. Dies ebenfalls beim Zusammenfluss mit dem Würibach.

Neue Brücke wird gebaut

Auch zwischen dem Bahndamm und der reformierten Kirche von Flamatt muss der Lauf der Taverna geändert und auf die andere Seite verlegt werden. Die Kantonsstrasse wird die Taverna dadurch nicht mehr an derselben Stelle überqueren. Die alte Brücke wird abgerissen und eine neue mit einem optimalen Abflussprofil gebaut.

Zwei Rückhaltebecken

In einer zweiten Etappe sollen zwei grosse Hochwasserrückhaltebecken gebaut werden: eines im Mittellauf der Taverna (Burggraben) und das andere im Lettiswilbach (Schürgraben), dem Hauptzufluss, beim Weiler Schürgraben. Mit diesen Bauwerken sollen die Abflussmengen bei Hochwasser im Unterlauf der Taverna (Mühlital, Flamatt) deutlich gesenkt werden.

Der Staatsrat bezeichnet die Kosten für die beiden Rückhaltebecken von 1,2 Mio. Franken und 1 Mio. Franken noch als zu ungenau, so dass sie lediglich als Anhaltspunkte betrachtet werden dürfen. Sobald die Planung für die Rückhaltebecken genügend fortgeschritten sei, werde dem Grossen Rat ein zweites Dekret für deren Bau unterbreitet. «Derzeit sind wir an der Planung dieser Becken», sagt Marius Cotting. Für die betroffenen Grundeigentümer finde im November ein Informationsabend statt.

Gemeinden und Tiefbauamt zahlen mit

Die Gemeindepräsidentin Doris Bucheli-Betschart wie auch Marius Cotting zeigten sich am Mittwoch sehr erfreut darüber, dass dieses für sie «sehr wichtige Projekt» wohlschon bald einen Schritt weiter ist.

Am Massnahmenkonzept zum Schutz vor Hochwasser beteiligen sich nebst Wünnewil-Flamatt auch alle anderen Gemeinden im Einzugsgebiet der Taverna (Alterswil, Tafers, Düdingen, St. Antoni, Heitenried, Schmitten, Überstorf) sowie das Tiefbauamt. Die Beteiligung des Tiefbauamtes erkläre sich damit, dass auch die Kantonsstrasse von einem besseren Hochwasserschutz profitieren werde. Alle Partner haben dem Verteilschlüssel gemäss Verursacherprinzip bereits zugestimmt.

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