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Schutzhunde erfreuen nicht alle Wanderer

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Wer in den letzten zwei Wochen auf die Kaiseregg wanderte, traf auf dem Pass auf eine grosse Schafherde–und gelegentlich auch auf Herdenschutzhunde. «Es gab deswegen mehrere Reklamationen», sagt Ueli Pfister, Präsident des Vereins Herdenschutzhunde Schweiz und Herdenschutzbeauftragter in den Kantonen Freiburg und Bern, auf Anfrage. «Auf dem Kaisereggpass gibt es halt auch extrem viele Touristen.» Leute, die sich sonst vor Hunden fürchteten, würden auch bei Herdenschutzhunden verängstigt reagieren.

Hirt hat auf Pass gezeltet

Markus Nyffeler ist der Hirt, der mit den 1250 Schafen und den vier Schutzhunden umherzieht. «Es gibt grundsätzlich sehr wenige Probleme», sagt er. Gewisse Wanderer würden sich wegen der Hunde nicht weitertrauen. Angriffe von Hunden auf Menschen gab es gemäss Nyffeler keine.

Aufgrund der grossen Zahl an Wanderern hat er auf dem Pass gezeltet. «Einige Wanderer waren um elf Uhr nachts mit Stirnlampen unterwegs und andere kamen bereits um vier Uhr morgens, um den Sonnenaufgang zu sehen», erzählt er. Wenn er vor Ort war, konnte er den Wanderern die Angst vor den Hunden nehmen. «Und die allermeisten haben sich über die Schafe gefreut und sich nicht an den Hunden gestört.»

Tourismusbüro klärt auf

Auf dem Tourismusbüro in Schwarzsee haben sich in den vergangenen zwei Wochen einige Wanderer über die Herdenschutzhunde beklagt. «Im Verhältnis zur Zahl der Wanderer waren es aber extrem wenige», erklärt Tourismusdirektor Adolf Kaeser. Im Tourismusbüro ist ein Flyer erhältlich, der erklärt, wie sich Wanderer den Hunden gegenüber am besten verhalten sollen.

Ausserdem steht das Büro mit dem Hirten in Kontakt und kann so besorgten Wanderern genau mitteilen, wo sich die Herde befindet. An den Wegweisern sind auch Warnschilder angebracht. «Die Wanderer müssen sich an die Herdenschutzhunde gewöhnen, wie beispielsweise auch daran, dass Mutterkühe auf den Alpen sind», sagt Kaeser. Schwarzsee Tourismus sei aber sehr darauf bedacht, alles zu tun, damit sich die Wanderer sicher fühlten. «Es kann nicht sein, dass wegen der Herdenschutzhunde die Touristen ausbleiben», so Kaeser.

 Ueli Pfister weist darauf hin, dass die Risse durch den Wolf deutlich abnehmen, sobald Herdenschutzhunde im Einsatz stehen. In der Herde von Markus Nyffeler wurde in diesem Sommer noch kein Schaf gerissen. Für den Herdenschutzbeauftragten Pfister ist klar: «Der Wolf wird in Zukunft präsent sein. Sollen die Alpen weiterhin von Kleinvieh genutzt werden, sind Herdenschutzhunde notwendig.»

Vom Kaisereggpass verschwinden die Schafe und somit auch die Hunde vorerst aber wieder; Markus Nyffeler zieht mit seiner Herde weiter Richtung Roter Kasten.

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