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«Schwarz ist eine sehr positive Farbe»

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Gerard Charrière stellt in der Galerie J.-J. Hofstetter aus

Alte Dinge, für manch einen wahrscheinlich Abfall, sind für Gérard Charrière potentielle Kunstwerke. Alles sei zu gebrauchen, man müsse nur die Augen öffnen, sagt der Künstler. Das klingt nach Recycling. Ist es – und mehr noch.

Die Verarbeitung von Fundstücken widerspiegelt eine Philosophie, dass aus allem, was vergeht, etwas Neues entsteht. «Aus entsteht immer Neues, jedes Ende ist ein Anfang», erklärt Charrière, ein Optimist aus Überzeugung. Im Leben könne allein die Hoffnung unsere Angst mildern, sich immer weiter fortbewegen zu müssen.
Farben sind ein zentrales Element von Charrières Schaffen. Eine Farbe soll Optimismus ausdrücken, Freude auslösen. Dies erstaunt, da Schwarz eine immer wieder auftauchende Farbe ist. Doch sie sei für ihn kein Ausdruck von Trauer: «Schwarz ist eine sehr starke, positive Farbe für mich. Und es gibt Tausende von Schwarz. Ich bin immer noch auf der Suche nach einer stärkeren Variante.». Als Ausgleich kontrastieren kräftige Farben mit dem häufig dunklen Hintergrund und «disqualifizieren» pessimis-tische Schwarzseher.
Jedes Bild ist mit einer sich flussähnlich schlängelnden Linie durchzogen, einem Pfad, einer Lebenslinie gleich. «Passages» nennt sie der Künstler. Es sind Wege ohne Anfang und Ende, sie durchkreuzen ein Bild und gehen beidseitig über den Rand hinaus. Das Leben erneuert sich ständig; ein fortwährender Prozess.
Grundlage sind reliefartige Landschaften, bestehend aus Kieselsteinen, Pflanzenteilen, bis hin zu Relikten technischer Geräte. Das Kleine ist hier wichtig und beschert dem Betrachter manche Überraschung.
Immer wieder thematisierte Form ist die Pyramide. Sie ist in Anlehnung an Tempel altamerikanischer Kultur in Mexiko entstanden und drückt für Charrière Ruhe und Meditation aus. Oft steht die Pyramide für das Mystische im Realen.
Einige Pyramiden lassen sich öffnen und offenbaren eine von aussen nicht erwartete Phantasiewelt. Andernorts wirkt die Landschaft als reale Welt und darin manchmal nur angedeutet die mystische Pyramide.
Gérard Charrière wiederholt nie ein Projekt. Einmal Gemachtes schliesst er ab und macht so den Weg frei für neue Ideen und Kreationen. Alles geht einmal. Und alles, was vergeht, eröffnet die Chance auf Erneuerung – «La vie se renouvelle toujours» (Das Leben erneuert sich ständig).

Bis zum 15.April sind die Werke von Gérard Charriére noch im Atelier von J. J. Hofstetter in der Samaritergasse Freiburg zu sehen; am 25.März ist der Künstler anwesend.

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