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Schwarzenburg sucht einen Investor

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Vor eineinhalb Jahren sagten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Schwarzenburg Nein zur Sanierung des Gemeindehauses. Das Projekt scheiterte an den Kosten (siehe Kasten). Doch für die Gemeinde bleibt es ein wichtiges Geschäft. Denn das über 100-jährige Gebäude bleibt sanierungsbedürftig. Zudem hat die Verwaltung nach wie vor zu wenig Platz.

 Deshalb hat eine vom Gemeinderat eingesetzte Arbeitsgruppe nun einen Vorschlag ausgearbeitet, wie das Problem der nötigen Sanierung und des Platzmangels der Gemeindeverwaltung zu lösen ist: Der Bau eines neuen Gebäudes auf der rund 1800 Quadratmeter grossen gemeindeeigenen Parzelle hinter dem Gemeindehaus. Damit soll Platz geschaffen werden für einen Teil der Verwaltung. Vorgesehen ist, dass in einer neuen Überbauung auch Wohnungen und Gewerberäume Platz finden. Gleichzeitig soll das Gemeindehaus saniert und ganz oder teilweise weiterhin als Verwaltung genutzt werden.

Investor gesucht

Die Überbauung auf dem Grundstück hinter der Gemeindeverwaltung soll ein Investor finanzieren. «Für einen zweiten Vorschlag müssen die Investitionskosten sinken, die für die Gemeinde anfallen», sagt Gemeindepräsident Ruedi Flückiger auf Anfrage der FN. Deshalb die Idee einer Überbauung, die ein Investor finanziert. Für die Gemeinde bliebe die Sanierung des Gemeindehauses, die wesentlich weniger als beim ersten Projekt kosten wird, weil der ursprünglich geplante Anbau wegfällt.

Deshalb ist er überzeugt, dass die Schwarzenburger Bevölkerung einer günstigeren Sanierung des Gemeindehauses, ohne Anbau, zustimmen werde. «Eigentlich haben wir auch gar keine Wahl, denn die Liegenschaft ist in einem schlechten Zustand und muss dringend saniert werden.»

 Für die Pläne mit einem zusätzlichen Neubau hinter dem Gemeindehaus will die Gemeinde ihre Parzelle grundsätzlich nicht verkaufen, sondern im Baurecht abgeben. «Wir rechnen damit, dass wir dann in dem Gebäude Büros mieten können, um den zusätzlichen Raumbedarf decken zu können.»

Studie soll Klarheit schaffen

 Die Arbeitsgruppe hatte auch andere Ideen gesammelt und auf dem gesamten Gebiet der Gemeinde Schwarzenburg Gebäude als alternative Standorte geprüft. Keines hätte aber von heute auf morgen bezogen werden können. «Im Gegenteil, hohe Investitionen wären notwendig gewesen, um diese in Büroräumlichkeiten umzufunktionieren», erklärt der Leiter der Arbeitsgruppe, Daniel Gilgen.«Noch sind diese Pläne erst eine Idee, wie wir unsere Probleme lösen könnten», sagt Flückiger. Deshalb könne er im Moment auch noch nicht sagen, wie hoch die Kosten für das ganze Projekt sind. «Um aber einen Investor zu finden, brauchen wir ein ausgearbeitetes Projekt.» Deshalb wird die Arbeitsgruppe laut Flückiger 2016 eine Studie präsentieren, um mögliche Nutzungen der gesamten gemeindeeigenen Parzelle aufzuzeigen. Der Gemeindepräsident ist überzeugt, eine gute Lösung zu finden. Auch, weil die beiden privaten Anstösser für die Überbauung eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde signalisiert hätten.

Die Gemeindeparzelle ist rund 1800 Quadratmeter gross. 

Abstimmung: Ursprüngliche Sanierung deutlich abgelehnt

I m Juni 2013 lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Schwarzenburg die geplante Sanierung des Gemeindehauses mit 66 Prozent Nein-Stimmen deutlich ab. Gemeindepräsident Ruedi Flückiger vermutete damals, dass die hohen Kosten der Grund für die Ablehnung gewesen seien. Ursprünglich rechnete der Gemeinderat mit Kosten von sechs Millionen Franken. Ein entsprechendes Vorprojekt wurde an einer Gemeindeversammlung auch gutgeheissen. Das definitive Projekt wurde aber deutlich teurer. Zur Abstimmung kam schliesslich ein Kredit von knapp acht Millionen Franken.

Das Nein zur Sanierung brachte für die Gemeinde Schwarzenburg hohe Kosten mit sich. Denn alleine die Projektierung kostete 570 000 Franken. Diese Pläne sind zu einem grossen Teil nicht mehr zu gebrauchen. tk

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