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Schwarzer Tag für die SVP – die CVP rutscht durch

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Lange sah es gestern Nachmittag noch gut aus für die SVP. Die Bisherigen, Pierre-André Page und Jean-François Rime, schienen fest im Sattel zu sitzen. Doch dann kamen die Ergebnisse der Gemeinden Gibloux und Merlach und brachten die Verhältnisse zum Kippen. Rime verschwand von der Anzeigetafel, und Ursula Schneider Schüttel von der SP konnte aufatmen. Die SP rettete ihren zweiten Sitz. Mehr noch: Die linke Allianz von SP und Grünen holte ihren dritten Sitz, den sie vor vier Jahren an die SVP verloren hatte, wieder zurück.

Trotz vieler Wählerstimmen

Für SVP-Präsident Adrian Brügger ist das ein schwarzer Tag. «Es hat gut angefangen und schlecht aufgehört», sagte er nach Bekanntgabe des Endergebnisses. Er schaue mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den Wahlausgang: «Pierre-André Page erzielte mit fast 21 000 Stimmen das beste Resultat von allen gewählten Nationalräten. Auch die Liste machte am meisten Stimmen, und dennoch reichte es nicht für den zweiten Sitz.» Jean-François Rime habe die Abwahl aber nicht persönlich zu verant­worten. «Es ist die Summe vieler Elemente», die zum Ab­sacken der Partei von 24,2 auf ­19,2 Prozent geführt habe, sagte Brügger.

Allein geht es nicht

Zum einen seien da die Listenverbindungen der anderen Parteien gewesen. «Die Wahl hat gezeigt, dass wir es nicht aus eigener Kraft schaffen.» Andererseits habe die Klimadebatte eindeutig den anderen Parteien genützt. Das sei insofern ungerecht, als gerade die SVP-Klientel oft Bauern seien, die schon sehr viel für das Klima gemacht hätten. «Wir müssen diese Botschaft künftig besser rüberbringen.»

Listenverbindung sei Dank

Die Partei, die kräftig mit am rechten Bein der SVP gesägt hat, sind die Grünliberalen (GLP). Weil sie eine Listenverbindung mit der CVP eingingen, halfen sie dieser, ihren zweiten Sitz zu halten, so dass die Linke ihren dritten Sitz am Ende eben auf Kosten der SVP und nicht der CVP machte. Oder mit anderen Worten: Die CVP konnte gestern ihren markanten Verlust von 19,6 auf 14,2 Prozent nur dank der GLP unbeschadet verkraften.

Frauenmehrheit

Für die CVP werden künftig zwei Frauen im Nationalrat Einsitz haben. Neben der Bisherigen, Christine Bulliard-Marbach, wird Marie-France Roth Pasquier ins Bundeshaus einziehen. «Zwei Frauen im Nationalrat war eines unserer Ziele. Das haben wir geschafft», sagte ein sichtlich erleichterter Parteipräsident Markus Bapst. Marie-France Roth tritt die Nachfolge des abgetretenen CVP-Nationalrats Dominique de Buman an. Sie ist Vizepräsidentin der CVP Freiburg, Grossrätin, Gemeinderätin von Bulle und Vorstandspräsidentin von Mobul, dem Verkehrsverbund der Agglomeration von Bulle. Dank ihrer Wahl kommt es in der Freiburger Delegation des Nationalrats zu einer Frauenmehrheit.

«Mitte hat es schwer»

Es ist aber auch Markus Bapst bewusst, dass das Ergebnis seiner Partei nicht sonderlich erbaulich ist. «Wir haben das Problem, dass die CVP immer noch mit einem katholischen Konservatismus in Verbindung gebracht wird.» Zudem sei es in Zeiten zunehmender Polarisierung schwierig, eine Politik der Mitte zu verkaufen. Dabei sei die CVP sehr oft Mehrheitsbeschafferin. In der vergangenen Legislatur, wo im Nationalrat das Verhältnis zwischen dem Mitte-links-Lager und dem rechten Lager von FDP und SVP 99 zu 101 betrug, war ein Durchbruch in einem Sachgeschäft oft nur mithilfe der CVP möglich.

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