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Schweizer Alltagsgeschichte in Bildern

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Schweizer Alltagsgeschichte in Bildern

Autor: Willi Wottreng/SDA

Hunderttausend Fotos hatte das Sammler-Ehepaar Ruth und Peter Herzog dem Schweizerischen Landesmuseum 1994 übergeben. Im Dezember 2008 kaufte das Museum weitere 30 000 Bilder, den Schweizer Teil der Sammlung. Aus diesem Schatz ist nun eine kleine Auswahl zu sehen: Bilder von bekannten wie von anonymen Fotografen, Sujets, die als zeittypisch gelten können: Dorfladen 1944, Schweinemarkt in Thun, Chorprobe in Zuoz.

Geschichte erzählen

Mit der Sammlung Herzog verfügt das Landesmuseum über die schweizweit grössten Bestände dokumentarischer Fotografie. «Wir erzählen, wie die Fotografie die Geschichte der Schweiz erzählt hat», sagte eine der Kuratorinnen anlässlich der Besichtigung. Denn Bilder geben nicht einfach die Realität wieder. Manches wurde nicht fotografiert, und alle Fotos sind durch die Mentalität der Zeit geprägt. Und doch entsteht ein Eindruck davon, wie eine dörfliche Welt verstädterte, wie die Individuen darin zunehmend mehr zur Geltung kamen.

Aufgefrischte Erinnerung

Das Landesmuseum zeigt eine von vielen Möglichkeiten, um die Schweizer Alltagsgeschichte zu erzählen. Manches fehlt ohnehin: Kino und Show-Bizz. Die Arbeiterbewegung. Die Immigration. Medien. Forschung und Wissenschaft. Andere Ausstellungsmacher werden mit den Bilderschätzen in ihren Archiven andere Erzählungen präsentieren.

Ältere Besucher werden bei etlichen Bildern sagen können: Genau so war es damals! Jüngere können fragen: So war es früher?

Ein Schweizer – Wer ist das?

Durcheinander gemischt werden im dritten Ausstellungsteil «Helden des Alltags». Unbekannte und bekannte Persönlichkeiten – Gilberte de Courgenay, Max Frisch -, die manchmal mit Namen angeschrieben sind und manchmal nicht, was besagen soll: Sie haben alle beigetragen zu dieser Schweiz.

Eine Lichtbildprojektion schliesst die Ausstellung ab, mit einem in Jahrzehntschritten gegliederten Überblick zur Porträtfotografie. Man verfolgt, wie sich die Leute zuerst steif und rituell im Atelier präsentierten. Wie die Haltungen natürlicher wurden. Wie die Menschen individuelle Posen und Gesichter erhielten. Und wie sie in der Reportagefotografie in ihrem flüchtigen Alltag festgehalten werden.

Das ist eine anrührende Bildfolge, die nachdenken lässt über das Menschenwesen der Gattung «Schweizer und Schweizerin».

Die Ausstellung «Aufbruch in die Gegenwart. Die Schweiz in Fotografien 1840- 1960» läuft noch bis zum 23. Februar 2010. Sie ist offen von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 19 Uhr; montags geschlossen. Weitere Infos: www.aufbruch.landesmuseum.ch

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