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Schweizer Börse wegen Ukrainekonflikt im roten Bereich erwartet

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An der Schweizer Börse zeichnen sich am Dienstag wegen der Eskalation im Ukrainekonflikt happige Verluste ab. Der Leitindex SMI wird knapp zwei Stunden vor Handelsbeginn rund ein Prozent tiefer erwartet, wie der vorbörsliche Kurs der IG Bank zeigt.

Schon am Vortag, als sich die Lage zuspitzte, war der SMI auf ein Jahrestief gefallen und hatte schliesslich 0,98 Prozent eingebüsst. Seit Anfang Jahr summieren sich die Verluste nun auf 7,6 Prozent.

An den anderen Handelsplätzen in Europa dürfte es laut den vorbörslichen Indikationen am Dienstag ebenfalls abwärts gehen. Und in Asien büsst der Nikkei-Index aktuell 1,8 Prozent ein, und auch an den Handelsplätzen in China und Hongkong sind die Kurstafeln tiefrot.

Der russische Präsident Wladimir Putin befahl allen Warnungen des Westens zum Trotz am Montagabend die Entsendung von Truppen in den umkämpften Osten der Ukraine. Die Einheiten sollen in den selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk für «Frieden» sorgen, wie es in einem Dekret heisst, das der Kremlchef in Moskau unterzeichnete.

Zugleich erkannte Putin die beiden von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiete, die völkerrechtlich zur Ukraine gehören, als unabhängige Staaten an. Wann die russischen Soldaten dort einrücken, blieb zunächst unklar. Die USA und die EU protestierten und kündigten Strafmassnahmen an.

Die Folgen auf die Devisenmärkte hielten sich in der Nacht auf Dienstag im Rahmen. Händler erklärten sich dies auch damit, dass die US-Finanzmärkte am Montag wegen eines Feiertages geschlossen waren.

Der Franken, der an den Finanzmärkten als «sicherer Hafen» gilt und in Krisenzeiten stets gefragt ist, gewann aber schon am Vortag deutlich an Wert. Entsprechend kostet ein Euro aktuell nur noch 1,0360, nachdem es am Vortag zeitweise mehr als 1,04 gewesen waren.

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