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Schweizer Glaskunst auf dem Bildschirm

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«Zeiten ändern sich: Auch die Forschung funktioniert heute zu einem grossen Teil über das Internet», sagte Stefan Trümpler, Direktor des Vitromusée in Romont, am Donnerstag vor den Medien. Um dem Zeitgeist entgegenzukommen, lanciert das schweizerische Museum für Glasmalerei und Glaskunst heute die neuartige Online-Plattform Vitrosearch (siehe Kasten). Die Internet-Datenbank soll der Forschung, aber auch dem interessierten Publikum die Schweizer Glaskunst zugänglich machen. Rund 3700 Werke vom Mittelalter bis in die Gegenwart finden sich in Form von digitalen Reproduktionen im Verzeichnis. Dazu gibt es umfangreiche Erläuterungen zu den Kunstwerken und vielfältige Vernetzungen unter den verschiedenen Bildern. In den kommenden Jahren soll die Datenbank fortlaufend aktualisiert werden. «Das Projekt ist selbst nach internationalen Massstäben einzigartig», hält Trümpler fest.

«Unsere Plattform soll für alle zugänglich sein», sagt Sarah Amsler, Projektverantwortliche für Vitrosearch. Deshalb funktioniere die Datenbank auf zwei Ebenen: Für Wissenschaftler bietet sie umfangreiches Dokumentationsmaterial und für interessierte Laien gut verständliche Erläuterungen und eine leicht bedienbare Oberfläche. Die Benutzer können die Datenbank nach Stichworten, Künstlern, Art der Objekte oder nach der Ikonografie der Werke durchsuchen. Zudem ist die Plattform auch auf dem Smartphone verfügbar: «Das nächste Mal, wenn Sie in einer Freiburger Kirche stehen und ein Glasfenster bewundern, können Sie Ihr Handy zücken und sich auf Vitrosearch über das Kunstwerk informieren», beschreibt Amsler die Anwendungsmöglichkeit von Vitrosearch. Gleiches gilt auch für das Museum: «Unsere Ausstellungen sind zwar auch ohne zusätzliche Infos verständlich», so Astrid Kaiser, Kuratorin im Vitromusée. «Aber für die besonders Interessierten bietet Vitrosearch eine gute Möglichkeit, um sich zusätzlich in die Geschichte der Kunstwerke zu vertiefen.»

Zu weit wolle das Museum mit der Integration der Plattform aber nicht gehen: «Wir haben darauf verzichtet, im Museum Tablets mit dem Programm zu verteilen», sagt Stefan Trümpler. Dafür steht den Besuchern im Rahmen der aktuellen Ausstellung (siehe Kasten) in einem Raum ein Computer zur Verfügung. Dadurch sollen die Besucher die Gelegenheit erhalten, die Plattform gleich im Museum auszuprobieren und ihren Besuch dadurch um zusätzliche Informationen anzureichern. Letztlich solle es aber während den Ausstellungen auch weiterhin primär um die Kunstwerke an sich gehen: «Eine digitale Reproduktion kann das Original nicht ersetzen», so Trümpler. «Und um dieses zu sehen, führt auch in der heutigen Zeit kein Weg vorbei am Museum.»

www.vitrosearch.ch

Ausstellung

Entwürfe geben Einblick in das Künstler-Atelier

Morgen eröffnet das Vitromusée im Schloss Romont seine neue Winterausstellung «Cherchez le vitrail». Die Ausstellung zeigt Entwürfe, Skizzen und Kartons von Künstlern, die den Entstehungsprozess von Glaskunst aus verschiedenen Jahrhunderten erlebbar machen. Das Schweizerische Museum für Glasmalerei und Glaskunst bewahrt rund 10 000 Werke solcher Art aus verschiedenen Künstler-Nachlässen auf und widmet sich seit 2014 der Konservierung dieser künstlerischen Vorstudien zu Glaskunstwerken. «Die Werke geben uns einen Einblick in die Arbeit im Künstleratelier», sagt die Kuratorin Astrid Kaiser. Zu sehen sind unter anderem Entwürfe und Skizzen der Glaskünstler Marcel Poncet, Augusto Giacometti oder Raymond Buchs. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören eine Reihe von Kartons, auf denen der Freiburger Maler Jean-Edouard de Castella seine Glasgemälde plante.

lr

Vitromusée, Romont. 10. Dezember 2017 bis 18. Februar 2018. Di. bis So. 10 bis 17 Uhr. Informationen unter: www.vitromusee.ch

Zahlen und Fakten

Glaskunstwerke aus drei Kantonen

Die Online-Datenbank Vitrosearch soll der Wissenschaft und der Öffentlichkeit das kulturelle Erbe der Schweizer Glaskunst zugänglich machen. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Vitromusée und des Vitrocentre in Romont. Die heute lancierte Version des Programms enthält rund 3800 Werke vom Mittelalter bis in die Moderne. Neben Werken aus der Sammlung des Vitromusée finden sich Glasgemälde des Kantons Genf von 1830 bis in die Gegenwart und Berner Glasmalereien des 16. bis 18 Jahrhunderts. Die Online-Datenbank soll künftig fortlaufend erweitert werden. Vitrosearch erlaubt es dem Benutzer, die Bilder nach unterschiedlichen Kriterien zu suchen und diese in den kulturhistorischen Kontext ihrer Zeit einzuordnen.

lr

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