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Schweizer Nationalteam – Hinten zu viert, vorne ohne Spielpraxis

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Nach sieben Jahren unter Vladimir Petkovic begann am Montag kurz nach dem Mittag eine neue Ära im Schweizer Nationalteam. Was ändert? Wer profitiert? Diese und weitere Fragen (und Antworten) zum Start des neuen Nationaltrainers Murat Yakin.

Wie viel ändert Murat Yakin personell?

Auf den ersten Blick scheint es, als wäre Vladimir Petkovic immer noch da. Das 27-Mann-Kader hätte er wohl ähnlich zusammengestellt. Einziger Neuling ist Cédric Zesiger. 23 Spieler aus dem Aufgebot waren an der EM dabei. Das Gerüst der Mannschaft bleibt bestehen. Nach der EM hat nur Admir Mehmedi den Rücktritt aus dem Nationalteam erklärt.

Torhüter Yann Sommer, Mittelfeldspieler Granit Xhaka sowie Offensivspieler Xherdan Shaqiri werden zusammen mit Manuel Akanji und Haris Seferovic auch unter Yakin den innersten Zirkel der Führungsspieler bilden. Kopf des Teams bleibt Captain Xhaka. Mit ihm hat sich Yakin seit seiner Nominierung mehrmals telefonisch ausgetauscht.

Was ändert taktisch?

Am Anfang dürfte die Abkehr von der Dreier- und die Rückkehr zur Viererabwehr die markanteste Änderung sein. Yakin hängt diesen Wechsel aber nicht zu hoch. „Das unter Petkovic praktizierte System kann man auch mit einer Viererabwehr spielen. Es ist nur eine kleine Rochade.“ Unter Yakin ist ein 4-2-3-1 zu erwarten.

Wie ist der Formstand der Spieler?

„Wir müssen das in den ersten Tagen beobachten“, sagte Yakin am Freitag bei der Bekanntgabe des Kaders immer wieder. Dabei ging es um die Offensivspieler. Xherdan Shaqiri hat wegen seines späten Transfers von Liverpool zu Lyon in dieser Saison noch keine Minute gespielt. Breel Embolo ist wegen einer Verletzung noch ohne Einsatz. Mario Gavranovic spielte letztmals am 1. August, damals noch für Dinamo Zagreb. Und Haris Seferovic gab am Sonntag ein 16-minütiges Comeback, nachdem er zuvor wegen einer Wadenverletzung fast vier Wochen ausgefallen war.

Besser sieht es in Abwehr und Mittelfeld aus. Hier haben die meisten Akteure drei oder vier Pflichtspiele absolviert. Yann Sommer, Silvan Widmer, Nico Elvedi, Manuel Akanji, Ricardo Rodriguez, Granit Xhaka, Remo Freuler und Djibril Sow sind allesamt Stammspieler in einer der Top-4-Ligen. Am meisten Einsätze in den Beinen haben die fünf Spieler aus der Super League. Eray Cömert, Michel Aebischer, Christian Fassnacht, Ulisses Garcia und Neuling Cédric Zesiger haben für Basel beziehungsweise die Young Boys seit Saisonbeginn schon neun oder zehn Spiele absolviert.

Wer könnte vom Trainerwechsel profitieren?

Mit dem Aufgebot hat Yakin allenfalls damit überrascht, dass er nicht überrascht hat. Ein möglicher Profiteur könnte Fabian Schär sein, der an der EM nach den ersten zwei Gruppenspielen aus der Startformation flog. Yakin kennt den Innenverteidiger von Newcastle United aus gemeinsamer Zeit beim FC Basel. Er machte Schär damals zum Stammspieler in der Super League und dann auch zum Nationalspieler. Ausserdem besitzt Schär ähnliche Stärken, wie sie Yakin als Spieler auch hatte: gutes Stellungsspiel, Ruhe am Ball, weite Pässe aus der Abwehr.

Gregor Kobel ist ein weiterer Spieler, der unter Yakin in der Hierarchie aufsteigen könnte. Als Nummer 4 unter Petkovic rutschte der Goalie von Borussia Dortmund erst nach Jonas Omlins Verletzung ins EM-Kader. Nun würde es nicht überraschen, wenn Kobel auf Kosten von Yvon Mvogo zur Nummer 2 hinter Yann Sommer würde. Es wäre ein logischer Entscheid: Kobel ist Stammkeeper in Dortmund, Mvogo Ersatz in Eindhoven.

Worum geht es in den ersten Spielen?

Gegen Griechenland stehe das Kennenlernen im Vordergrund, sagte Yakin. Er hat 27 Spieler aufgeboten und hätte am Mittwoch gerne zwei komplett verschiedene Formationen je eine Halbzeit spielen lassen. Doch die Anzahl Wechsel ist auf sechs beschränkt. Aber klar ist: „Italien ist das wichtige Spiel“, so Yakin. Am Sonntag geht es in Basel gegen den Europameister um Punkte in der WM-Qualifikation.

Beide Teams haben bisher das Punktemaximum geholt. Die Schweiz sechs aus zwei Spielen, Italien neun aus drei Spielen. Die beiden Duelle mit Italien entscheiden höchstwahrscheinlich darüber, ob sich die Schweiz als Gruppensieger direkt für die WM 2022 in Katar qualifiziert oder ob sie im März die Playoffs mit zwei K.o.-Spielen bestreiten muss. Nordirland, auswärts der Gegner der Schweiz am Mittwoch nächster Woche, kann kaum in den Kampf um die ersten zwei Ränge eingreifen. Allerdings könnten die Briten gerade in Belfast zum Stolperstein werden. Ein positives Resultat gegen Italien verliert viel von seinem Wert, wenn die Schweiz drei Tage später in Nordirland Punkte abgibt.

Dürfen wieder Zuschauer ins Stadion?

Erstmals seit Oktober 2020 darf das Schweizer Nationalteam wieder Publikum empfangen. Für die Spiele gegen Griechenland und Italien gibt es im St.-Jakob-Park je 32’000 Plätze. Für das Testspiel vom Mittwoch hat der SFV bis am Montag knapp 3000 Tickets verkauft. Der Vorverkauf für das Duell mit Italien startete erst am Montagnachmittag. Ins Stadion darf, wer ein Covid-Zertifikat vorweisen kann.

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