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Schweizer starten mit einem Sieg

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Die Schweizer verdienten sich den Sieg im ersten Spiel seit dem verlorenen WM-Final gegen Schweden (2:3 n.P.) mit einer Leistungssteigerung nach der ersten Pause. Dario Simion (30.) und Noah Rod (38.) wendeten im Mittelabschnitt ein 0:1 in ein 2:1. Für Ersteren war es im elften Länderspiel der erste Treffer.

Starker Bertschy

Zwar glichen die Slowaken in der 43. Minute in Überzahl zum 2:2 aus, fünf Minuten später nutzen die Schweizer aber ihrerseits das dritte Powerplay zum Siegestreffer. Der beim HC  Davos wieder erstarkte Inti Pestoni, der erstmals seit knapp drei Jahren das Nationaldress trug, vollendete eine schnelle Kombination. Bei sämtlichen drei Toren der Eidgenossen hatte der Düdinger Christoph ­Bertschy seinen Stock im Spiel. Der 24-jährige Flügelstürmer, der seit dieser Saison nach drei Jahren in Nordamerika für Lausanne tätig ist, strotzte vor Spielfreude. «Manchmal läuft es», sagte Bertschy bescheiden. «Ich fühlte mich heute gut. Die Sachen, die ich versucht habe, sind aufgegangen. Dann steigt das Selbstvertrauen, je länger die Partie dauert.» Zum Spiel sagte Bertschy: «Das zweite und dritte Drittel waren aus unserer Sicht sehr gut. Darauf können wir aufbauen. In der Defensive agierten wir solid. Gegen vorne spielten wir mit sehr viel Speed und wagten etwas.»

Im ersten Drittel bekundeten die Schweizer Anlaufschwierigkeiten und kreierten im Angriff kaum etwas. Vier Torschüsse (total 23) war die magere Ausbeute in den ersten 20 Minuten. «Es war ein harziger Start», sagte Fischer. «Wir bewegten uns im ersten Drittel nicht gut in der offensiven Zone. Danach spielten wir cleverer mit der Scheibe und konnten die Slowaken unter Druck setzen.» So ging der Plan auf, die Osteuropäer in deren Zone auseinanderzuziehen und die Verteidiger mehr zu integrieren.

Fischer setzte beim vierten Sieg in Serie gegen die Slowaken mit dem Freiburger Torhüter Gauthier Descloux, dem weiteren Düdinger Andrea Glauser, Roger Karrer und Marco Miranda auf vier Neulinge. Schliesslich nutzt er den Deutschland-Cup dazu, jungen Spielern wichtige Erfahrungen zu ermöglichen, um für noch mehr Breite zu sorgen. Die beste Note aus diesem Quartett verdiente sich Descloux. Der Keeper von Servette rettete der Schweiz im Schlussabschnitt mit einem sogenannten Big Save den Sieg und wehrte insgesamt 23 Schüsse ab.

Lob für Glauser

Auch mit Glauser und Karrer war Fischer zufrieden: «Glauser spielte hinten heraus sehr stark. Er hat eine gute Ruhe am Stock und ist körperlich stark. Bei Karrer gefällt mir die Art und Weise, wie er spielt. Er versucht, in der defensiven Zone Lösungen zu finden.» Für Miranda war es eine schwierige Partie, weil er nur als 13. Stürmer zum Einsatz kam und so keinen guten Rhythmus hatte.

sda

Eishockey

Slowakei – Schweiz 2:3 (1:0, 0:2, 1:1)

Königpalast, Krefeld. – 2000 Zuschauer. – SR Iwert/Schrader (GER), Kyei Niemako/Leermakers (GER/NED). Tore: 2. Bondra (Sukel, Malec) 1:0. 30. Simion (Bertschy) 1:1. 38. Rod (Bertschy) 1:2. 43. Hascak (Pulis, Gernat/Ausschluss Rod) 2:2. 48. Pestoni (Bertschy, Fuchs/Ausschluss Gernat) 2:3. Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen die Slowakei, 3-mal 2 Minuten gegen Deutschland.

Slowakei: Janus; Chovan, Daloga; Sersen, Rosandic; Grman, Malec; Gernat, Mikus; Rapac, Kytnar, Kudrna; Lantosi, Sukel, Bondra; Svitana, Spirko, Lunter; Pulis, Bubela, Hascak.

Schweiz: Descloux; Fora, Frick; Glauser, Kreis; Karrer, Marti; Heldner; Bertschy, Walser, Rod; Riat, Fuchs, Pestoni; Martschini, Richard, Herren; Mottet, Albrecht, Simion; Miranda.

Bemerkungen: Schweiz ohne Senn (Ersatztorhüter), Flüeler, Paschoud und Bachofner (alle überzählig). – Länderspiel-Debüts von Descloux, Glauser, Karrer und Miranda. – Timeout Slowakei (59.), Slowaken ab 58:30 ohne Goalie. – Schüsse: Slowakei 25 (7-7-11); Schweiz 23 (4-14-5).

Deutschland-Cup. Die weiteren Spiele der Schweiz. Samstag: Deutschland – Schweiz (13.30 Uhr). Sonntag: Schweiz – Russland (11.00 Uhr).

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