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Schweizer wenden Testspiel gegen Finnland nach der Pause

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Der Schweiz gelingt im EM-Jahr 2021 der dritte Sieg im dritten Spiel. Nach den beiden Erfolgen zum Auftakt der WM-Qualifikation schlägt sie in St. Gallen Finnland in einem Testspiel 3:2.

Die eingewechselten Ruben Vargas mit einem satten Schuss aus gut 16 Metern (57.) und Haris Seferovic mit einem Kopfball (86.) drehten nach der Pause die Partie zugunsten der Schweiz und sorgten dafür, dass die Mannschaft von Vladimir Petkovic ihre schwarze Serie in Testspielen beendete. In den zuvor vier Nicht-Wettbewerbsspielen seit der WM 2018 in Russland hatte die Schweiz immer den Kürzeren gezogen: gegen England (0:1), Katar (0:1), Kroatien (1:2) und Belgien (1:2).

Erneut frühe Führung

Wie in den beiden Spielen der WM-Qualifikation gegen Bulgarien (3:1) und Litauen (1:0) gingen die Schweizer auch gegen Finnland früh in Führung, Mario Gavranovic traf in der 21. Minute nach Vorarbeit von Xherdan Shaqiri und Djibril Sow zum 1:0. Zur Pause lag das Heimteam aber entgegen dem Spielverlauf zurück. Zwei Fehler in der Defensive nützten die Finnen eiskalt aus.

In Abwesenheit von Teemu Pukki – der finnische Top-Torschütze kam erst in der Schlussphase zu einem Kurzeinsatz – traf Joel Pohjanpalo zweimal für die Gäste, die im Juni ihre Premiere an einer EM-Endrunde feiern werden. Zuerst traf der Stürmer von Union Berlin per Kopf (30.), zehn Minuten später verwandelte er einen Foulpenalty souverän.

Shaqiri in Spiellaune

In den Offensive vermochte die SFV-Auswahl besser zu gefallen. Unmittelbar nach dem 1:1 traf Gavranovic aus kurzer Distanz nur den Aussenpfosten, zudem vergab Zuber zweimal aus aussichtsreicher Position. Kurz vor dem 2:2 hatte bereits Denis Zakaria den Ausgleich auf dem Fuss.

Bei allen gefährlichen Schweizer Aktionen vor der Pause hatte Shaqiri die Füsse im Spiel. Der Liverpool-Spieler war sowohl beim 3:1 in Sofia (zwei Assists) sowie mit seinem Tor beim 1:0 gegen Litauen spielentscheidend. Gegen Finnland schien ihn die Captain-Binde in seinem 89. Länderspiel zusätzlich zu beflügeln. Er zeigte sich spielfreudig und war sich auch nicht zu schade, defensive Arbeit zu verrichten. Dass er den Corner verursachte, der zum 1:1 führte, war ein Schönheitsfehler.

Shaqiri war bei Spielbeginn neben Nico Elvedi der einzige Spieler, der bereits gegen Litauen in der Startaufstellung gestanden hatte, sie wurden in der Pause durch Granit Xhaka und Manuel Akanji ersetzt. Von Petkovics unbestrittenen Stammspielern kam nach gut einer Stunde auch noch Seferovic ins Spiel, der seinen Kurzeinsatz mit dem 21. Treffer im 73. Länderspiel.

Fassnacht bucht zwei Assists

Von der zweiten Garde vermochten in erster Linie die Torschützen Gavranovic und Vargas sowie Christian Fassnacht zu gefallen. Der YB-Spieler bereitete beide Tore nach der Pause vor. Eray Cömert und Jonas Omlin sahen beim ersten Gegentreffer nicht gut aus, Djibril Sow gab zwar den Assist zum 1:0, verschuldete aber mit einem Ballverlust und einem ungestümen Einsteigen im Strafraum das 1:2. Loris Benito zeigte links in der Dreierkette eine solide Leistung, Edimilson Fernandes blieb unauffällig.

Für die Schweiz war es der letzte Test, bevor es ernst gilt. Beim nächsten Zusammenzug nimmt die SFV-Auswahl in der letzten Mai-Woche die unmittelbare Vorbereitung auf die EM in Angriff. Dann stehen noch zwei Testspiele gegen die USA und Liechtenstein an, bevor die Nationalmannschaft in der EM-Vorrunde auf Wales, Italien und die Türkei trifft.

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