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Schwere Vorwürfe gegen Genfer Choreographen

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Der Direktor und Choreograph der Genfer Tanzgruppe Alias steht in der Kritik. Mehrere Tänzerinnen werfen ihm sexuellen Missbrauch vor.

Der Choreograph habe sie mehrfach unsittlich berührt, zitiert die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» rund ein Dutzend betroffener Frauen. Der Choreograph bestreitet, sich unsittlich verhalten zu haben. Er fügte hinzu, seine Gesten seien wohl missverstanden worden.

Völlig anders schildert Madeleine Raykov, eine der betroffenen Frauen, die Übergriffe. Der Choreograph habe sie während der Proben an Hintern und Brüsten berührt. Sie habe sich unwohl gefühlt und sich gefragt, ob das normal sei. Gesagt habe sie aber nichts.

Der Berufsverband Syndicat Suisse Romand du Spectacle (SSRS) liess verlauten, dass ihm mehrere Personen bekannt seien, die die gleichen Erfahrungen mit dem Choreographen gemacht hätten. Dabei hätten diese Frauen auch andere Formen von Missbrauch erwähnt.

Der Verband fordert, dass die Stadt Genf eine Anhörung durchführt und so schnell wie möglich veranlasst, dass Massnahmen zum Schutz der Beschäftigten ergriffen werden. Es ist nicht das erste Mal, dass dem Choreographen sexuelle Belästigung vorgeworfen wird.

Im November 2018 hatte eine junge Tänzerin, die an einem Kurs des Choreographen teilgenommen hatte, eine Beschwerde gegen ihn eingereicht. Ende August 2021 verurteilte das Bezirksgericht Lausanne den Choreographen zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten auf Bewährung und 5000 Franken Schmerzensgeld. Der Choreograf hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

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