Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Schwerer Stoff angenehm leicht erzählt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Zu Beginn der 1990er-Jahre hat ein literarisches Werk ein schier unglaubliches Echo ausgelöst: «Sofies Welt». Es wurde in 65 Sprachen übersetzt und bis 2017 über 40 Millionen Mal verkauft. Das Buch des norwegischen Lehrers und Schriftstellers war eigentlich als Einführung in die Philosophie für ältere Kinder gedacht, hat jedoch auch viele erwachsene Leserinnen und Leser gefunden. 1994 wurde der Autor mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Der grandiose Erfolg lässt sich wohl dadurch erklären, dass es Jostein Gaarder gelungen ist, etwas schwer verständliche Inhalte in einen angenehm leichtfüssigen Schreibstil zu verpacken. Dazu die «Wetzlarer Neue Zeitung» sehr treffend: «Statt eines trockenen Lehrbuchs gibt es hier Wissen zum Anfassen, spannend bis zur letzten Seite.»

Und nun präsentiert Gaarder sein neuestes Werk mit dem Titel «Genau richtig: Die kurze Geschichte einer langen Nacht.» Dabei geht es um die philosophische Auseinandersetzung des Protagonisten Albert, auch er Lehrer, mit sich selbst und dem Sinn des Lebens. «Mit ‹Genau richtig› beweist Jostein Gaarder erneut die wunderbare Gabe, ernste Gedanken federleicht zu verpacken.» (NDR Kultur)

Altersgerechte Themen

Der Autor, mittlerweile in die Jahre gekommen, präsentiert nun eine Erzählung, die sich an die ältere Generation richtet. Jostein Gaarder ist – zusammen mit seinen Leserinnen und Lesern – reifer geworden und konzentriert sich nun in bewährter Form und angemessenem Stil auf altersgerechte Themen. Eine zentrale Rolle nimmt die Frage nach dem Recht auf ein selbstbestimmtes Ende eines erfüllten Lebens ein, nachdem der Pro­tagonist die Diagnose «unheilbare Krankheit» erhalten hat.

«Ich kann mich noch nicht damit abfinden, dass ich bald bereit sein muss, alles zu verlassen, absolut alles.»

So viel darf verraten werden: Diese Frage beantwortet Gaarder auf seine ganz eigene Art, die Geschichte nimmt eine unerwartete Wendung. Der Autor findet eine Antwort, die, wie der Titel uns schon einflüstert, genau richtig ist.

Ins Reine kommen

Kurz zur Erzählung: Albert hat gerade von seiner Hausärztin und ehemaligen Geliebten erfahren, dass er unheilbar erkrankt ist. Seine Frau ist gerade an einem Kongress in Australien. Allein auf sich gestellt, entscheidet sich Albert, in die einsame, an einem Waldsee gelegene Ferienhütte der Familie zu fahren – mit dem Ziel, in sich zu gehen, seine Gedanken zu ordnen, mit seiner Vergangenheit ins Reine zu kommen und einen Entschluss zu fassen, wie es weitergehen soll. Was ist für Albert genau richtig? Soll er seinem Leben ein Ende setzen, bevor es die Krankheit tut?

Fehler im Hüttenbuch

Die kurze Geschichte einer langen Nacht hat die Form einer Retrospektive. Albert schreibt die in seinem Leben gemachten Fehler ins Hüttenbuch, das eine Art Familienchronik darstellt, und lässt uns Lesende an seinen astrophysikalischen und philosophischen Überlegungen teilhaben. Er ist fest entschlossen, von seinem Recht auf ein selbst bestimmtes Ende Gebrauch zu machen. Da erscheint ein Fremder …

Jostein Gaarder: «Genau richtig: Die kurze Geschichte einer langen Nacht», München: Carl-Hanser-Verlag, 2019, 124 S.

Aldo Fasel ist Leiter der Volksbibliothek Plaffeien-Oberschrot-Zumholz.

Zur Person

Philosoph und Schriftsteller

Jostein Gaarder, 1952 in Norwegen geboren, studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaften. Er war lange Philosophielehrer und lebt heute als freier Schriftsteller in Oslo. 1993 erschien sein Weltbestseller «Sofies Welt», 2017 der Roman «Ein treuer Freund».

af

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema