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Schwesternheim wird zum Vinzenzhaus

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Schwesternheim wird zum Vinzenzhaus

Gemeindeversammlung Tafers stimmt der Gründung einer Körperschaft zu

Das so genannte Schwesternheim in Tafers geht in den Besitz einer neuen öffentlich-rechtlichen Körperschaft über, mit der Gemeinde als Hauptträgerin. Im Vinzenzhaus sollen inskünftig Alterswohnungen eingerichtet werden.

Von IMELDA RUFFIEUX

Einstimmig und ohne grosse Diskussion genehmigten die 51 Stimmbürgerinnen und -bürger das Geschäft. Der Gemeinderat durfte am Montag nur positive Reaktionen für seine Weitsicht, das gut erhaltene Schwesternheim zu sichern, entgegennehmen.

Das Gebäude ist vor etwa 20 Jahren von der Schwesterngemeinschaft gebaut worden, nachdem sich die letzten Ordensfrauen von ihren früheren Tätigkeiten zurückgezogen hatten. Die Vinzenzschwestern haben jahrzehntelang das soziale Leben der Region geprägt, in dem sie in Spital, Waisenhaus und Schulwesen tätig waren.

Kaufpreis von 1,35 Millionen Franken

Die heutige Besitzerin ist die «Karitative Vereinigung Haus Louise von Marillac». Weder der Gemeindeverband Altersheim St. Martin noch ein anderer Zweckverband wollte aktiv werden, wie Ammann Roman Schwaller ausführte. Deshalb habe der Gemeinderat beschlossen, Hand zu bieten. Mit der Kongregation wurde der Kaufpreis von 1,35 Mio. Franken (ohne Nebenkosten) festgelegt.

Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen für ältere Leute

Die Nähe zum Dorfzentrum, die Grösse des Hauses, mögliche Synergien mit dem Altersheim – es gibt viele Vorteile, die für einen Kauf sprechen. Dafür spricht sicher auch die grosse Parzelle (rund 6000 Quadratmeter) in einer Zone von allgemeinem Interesse. «Die Schwestern haben der Öffentlichkeit viel gegeben. In dem wir ihnen die Gewissenheit geben, dass das Gelände im Dienst der Allgemeinheit bleibt, danken wir ihnen für ihr grosses Engagement», führte Gemeinderat Josef Cattilaz aus.

Vorgesehen ist, das Haus zu Alterswohnungen umzubauen. Die vorläufige Planung hat ergeben, dass zehn Kleinwohnungen (zwei und drei Zimmer) daraus entstehen könnten, teilweise rollstuhlgängig.

Das Gebäude ist in gutem Zustand; einzig Küchen müssten eingebaut werden. Es ist aber nicht die Gemeinde selbst, welche die Wohnungen bauen und verwalten wird, sondern eine öffentlich-rechtliche Körperschaft, die neu gegründet wird. Diese Rechtsform ermöglicht einerseits eine effektive und transparente Vorgehensweise, belässt aber der Gemeinde gleichzeitig die Kontrolle über die Zukunft des Hauses, wie Josef Cattilaz ausführte. In den Statuten ist nämlich klar festgehalten, dass grössere Projekte (wie zum Beispiel ein Umbau) durch die Gemeindeversammlung genehmigt werden muss. Der Vorstand der Körperschaft wird vom Gemeinderat eingesetzt und ist diesem Rechenschaft schuldig.

Die Gemeindeversammlung stimmte den Statuten zu und genehmigte ein Dotationskapital von 250 000 Franken. Ausserdem wurde der Übernahme einer Defizitgarantie zugestimmt. Auch seitens der Finanzkommission gab es keine Einwände: Der Kauf wurde als sinnvoll, der Preis moderat, das Risiko gering und das Bedürfnis nach Alterswohnungen als bestätigt beurteilt. Der Gemeinderat nahm die Anregung entgegen, beim Umbau eine Fachperson aus der Betagtenpflege miteinzubeziehen.

Erinnerung an Schwesternschaft

Als neuer Name für das Gebäude wurde «Vinzenzhaus Tafers» gewählt – dies in Erinnerung an das Engagement der Vinzenzschwestern. Noch werden die Statuten von den kantonalen Ämtern überprüft. Man hofft, dass sie auf Anfang 2006 in Kraft treten, so dass die Kaufsverhandlungen zum Abschluss gebracht werden können.

Es besteht aber kein Grund zur Eile, denn das Gebäude konnte bis Ende April 2006 an die Providence vermietet werden. Es dient als Ausweich-Quartier, während das Altersheim im Neustadt-Quartier in Freiburg umgebaut wird.

Reglemente genehmigt

Die Gemeindeversammlung genehmigte auch zwei überarbeitete, neueren Bestimmungen und Gegebenheiten angepasste Reglemente: das Bestattungs- und Friedhofsreglement sowie das Feuerwehrregelment – beide Vorlagen einstimmig.

Die Gemeinde Tafers hat vorsorglich Einsprache gegen das Projekt Poyabrücke gemacht.

Ammann Roman Schwaller erklärte zum Schluss der Versammlung, dass verschiedene Punkte geklärt werden müssen. Zum Beispiel verlangt Tafers eine Analyse über das zusätzliche Verkehrsaufkommen auf der Tafersstrasse. Ausserdem möchte man sicher sein, dass die geplanten Lärmschutzmassnahmen auch ausserhalb der Stadtgrenzen realisiert werden. Mehr Informationen will man auch bezüglich der Auswirkungen des Lärmkatasters.

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