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Schwieriger Start der Demenzstation

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«Derzeit sind noch zwei Betten in der Demenzstation unbesetzt, alle anderen 90 Betten im Pflegeheim Maggenberg sind belegt.» Dies sagte Peter Portmann, Präsident des Gesundheitsnetzes Sense, an der gestrigen Delegiertenversammlung. Dieser Verband betreibt im Auftrag der 17 Sensler Gemeinden das Heim auf dem Maggenberg in Tafers. Liegt der Belegungsgrad seit Mitte April 2019 im Rahmen des Budgets, hatte dieses Ziel während des letzten Jahres nicht erreicht werden können. Das Haus war 2018 zu 88,39 Prozent belegt. «Kein befriedigender Wert», sagt Peter Portmann. Nach drei Jahren Um- und Ausbau sei das Jahr 2018 eine «Übergangs- und Stabilisierungsphase» für das Heim gewesen. Es habe eine Weile gedauert, bis der Betrieb hochgefahren werden konnte, die Personalknappheit und -dotation sei sehr schwierig gewesen. Das Heim beschäftigte 2018 rund 160 Mitarbeitende.

Eine Reihe weiterer Gründe

Die schlechte Auslastung zeigt sich auch in der Buchhaltung: Die Betriebsrechnung des Pflegeheims Maggenberg schliesst mit einem Defizit von 439 360 Franken und damit um 176 000 Franken schlechter als budgetiert. Geschäftsleiter Guido Hagen nannte an der gestrigen Versammlung weitere Gründe für das Resultat, wie etwa der eingefrorene Pensionspreis, mehr Ferienabwesenheiten von Heimbewohnern, der Wechsel des Apothekensystems sowie unvorhergesehen Ausgaben für mehr Sicherheit im Demenzgarten und für die Beseitigung von Sturmschäden. Er führte auch an, dass die «suboptimale Auslastung» des Spitals Tafers sich auf die Rechnung auswirkte: Es fehlen Einnahmen in der Küche, im Personalrestaurant und in der Cafeteria.

Die Delegierten haben die Rechnung mit 50 Ja-Stimmen genehmigt. In der Diskussion haben einzelne Gemeinderäte die Frage nach den noch verbleibenden acht Doppelzimmern aufgeworfen. Diese seien schwieriger zu bewirtschaften als die Einzelzimmer. «Wir haben sie beim Umbau bewusst behalten, weil halt doch ab und zu die Nachfrage besteht, beispielsweise bei Ehepaaren», sagt Peter Portmann. Die Zimmer einfach aufgeben wollte der Vorstand nicht, weil dem Bezirk so acht Betten verloren gegangen wären.

Bereits letzten Herbst hatten einzelne Gemeinden Massnahmen zur Bekämpfung des Defizits gefordert. Giffers und Ueberstorf hatten dieses Begehren mit Briefen verstärkt. Peter Portmann versprach Antworten im kommenden Herbst.

Idee

Wenn der Patient selbst zur Spitex kommt und nicht umgekehrt

Heute gehen die Mitarbeitenden der Spitex zu den Menschen nach Hause und erbringen bei ihnen Leistungen in Pflege und Hauswirtschaft. Letztes Jahr hat die Spitex Sense in den Kerndiensten 70 795 Stunden geleistet. Die Sensler Gemeinden zahlen 3,5 Millionen Franken an den Betriebskostenüberschuss. Was aber, wenn dieser Prozess umgekehrt wird und Patienten, die noch in der Lage sind, den Weg zu einem Spitexzentrum auf sich nehmen und sich dort zum Beispiel den Verband wechseln lassen? ­Hugo Baeriswyl, Leiter der Spitex Sense, hat die Idee eines sogenannten Spitex-Ambulatoriums an der gestrigen Delegiertenversammlung präsentiert. Auslöser sei die Tatsache gewesen, dass zehn Prozent der Arbeitszeit der Spitexmitarbeitenden auf die Fahrten fallen. Der Klient hat Vorteile mit einem Ambulatorium: Er bekommt dort einen präzisen Termin, die Behandlung ist diskreter und geschieht unter hygienischen Bedingungen. Im Wartezimmer kommt er allenfalls in Kontakt zu anderen Leuten. «Die Idee steht und fällt mit einem attraktiven Standort», sagt Hugo Baeriswyl. Wenn allenfalls ein Café, ein Arzt oder andere Dienstleistungsangebote in der Nähe seien, würden viel mehr Klienten diese Variante wählen. «Momentan ist es nur eine Idee.» Um sie weiter zu verfolgen, müssten Abklärungen mit Ärzten, Fahrdiensten gemacht, mögliche Standorte und die Finanzierung abgeklärt werden. Die Idee stiess bei den Delegierten auf gutes Echo.

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