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Scott hat in Givisiez Grosses vor

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In der Industriezone von Givisiez fällt seit einigen Monaten ein siebenstöckiges und architektonisch einmaliges Gebäude auf: der Hauptsitz der Scott Sports SA. Das 60-Millionen-Bauwerk bietet auf einer Geschossfläche von 25 865 Quadratmetern Platz für 500 bis 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Heute sind dort 320 Mitarbeiter beschäftigt. «In fünf Jahren können es bereits 450 Mitarbeiter sein», gibt sich CEO und Mitbesitzer Beat Zaugg im Gespräch mit den FN optimistisch. «In zehn Jahren wollen wir den Umsatz von heute 800 Millionen Franken verdoppeln», fügt er bei.

Seine Zuversicht beruht auf der Marke Scott, die höchste Qualitätsansprüche erfüllt und für Nachhaltigkeit steht, sowie auf der Tatsache, dass sich immer mehr Menschen in ihrer Freizeit sportlich betätigen. «Wir besitzen in Givisiez nebst dem alten Gebäude noch Landreserven und hegen bereits weitere Ausbaupläne», verrät Zaugg und denkt dabei auch an neue Gebäude.

Ein Nino-Schurter-Auditorium

Bekannt geworden ist das Freiburger Unternehmen vor allem mit seinen Fahrrädern und allem, was dazugehört: Helm, Brille, Kleidung, Schuhe usw. 80 Prozent des Umsatzes erzielt es in diesem Bereich. Rund 270 Velomodelle kann Scott anbieten, natürlich auch E-Bikes. Stolz ist das Unternehmen darauf, dass es unter anderem den Cross-Moutainbiker Nino Schurter ausrüsten kann. So hat es vorige Woche ihm zu Ehren ein Nino-Schurter-Auditorium eingeweiht. Nebst dem Sportler selber waren auch Alt-Bundesrat Adolf Ogi und eine Vertretung des südkoreanischen Sportartikel-Herstellers Youngone anwesend. Scott hat auch selber ein Radrenn-Team, das zum Beispiel an der Tour de France teilnimmt.

Scott ist aber auch in den Bereichen Wintersport, Lauf- und Motorsport tätig. Für den Wintersport werden vor allem Kleider, Skibrillen und Skistöcke, aber auch Ski hergestellt. Dabei konzentriert sich die Firma auf Tourenski und kann darauf hinweisen, dass es den bekannten Extremsportler Mike Horn ausrüstet. Im Lauf- und Motorsport hat sich Scott ebenfalls mit Bekleidung und Schuhen einen Namen geschaffen.

Auch andere Marken

Scott respektive Beat Zaugg besitzt auch andere Sportartikelhersteller, zum Beispiel die bekannte Schuhmarke Dolomite, den Rucksack-Spezialisten Bach oder den deutschen Fahrradhersteller Bergamont. Weltweit ist Scott in 103 Ländern in 30 000 Verkaufsstellen präsent und beschäftigt 1500 Personen. Produziert wird in 25 Ländern, hauptsächlich im asiatischen Raum, aber auch in Holland, Belgien, Ungarn und Italien.

30 Ingenieure

Am Hauptsitz in Givisiez wird nichts produziert: Verkauf, Management, Marketing, Buchhaltung, aber auch Forschung und Entwicklung stehen im Vordergrund. «Wir beschäftigen 30 Ingenieure», sagt Beat Zaugg, die zum Beispiel die Fahrräder noch aerodynamischer, leichter und schöner machen wollen. «Gerade bei den Ingenieuren und IT-Spezialisten sind wir auf Mitarbeiter aus dem Ausland angewiesen, etwa aus Deutschland, England, Frankreich und Italien», erklärt er. Ansonsten werden die Mitarbeiter vor allem aus der Gegend zwischen Lausanne, Bulle, Neuenburg, Biel und Thun rekrutiert. «Es sind gut ausgebildete Leute. Wir haben ein junges, dynamisches Team mit einem Durchschnittsalter von 32 Jahren, das aber auch gut durchmischt ist», fügt er bei. «Der beste Verkäufer ist 68 Jahre alt. Bei uns muss niemand mit 65 in den Ruhestand treten», verrät er weiter. Er weist auch darauf hin, dass Givisiez an der Sprachgrenze wegen der Zweisprachigkeit ein idealer Standort sei. «Englisch ist aber eine Voraussetzung für eine Anstellung. Bei uns wird vor allem Englisch gesprochen, aber auch Deutsch, Französisch und Italienisch.»

Zahlen und Fakten

Seit 1978 in Givisiez

Scott wurde bereits 1958 in den USA gegründet und war vorerst auf die Entwicklung von Skistöcken spezialisiert. 1978 verlegte das Unternehmen seinen Hauptsitz in die Industriezone von Givisiez. Beat Zaugg verheimlicht nicht, dass damals die Privilegien der Holding-Gesellschaften ausschlaggebend waren. Ihm bereitet die Unternehmenssteuerreform aber keine Mühe. Und weil Givisiez auch verkehrstechnisch günstig gelegen ist und bald einen modernen Bahnhof erhält, bezeichnet er den Standort als ideal. 1998 hat die Direktion mit ihm an der Spitze Scott übernommen, wodurch das Unternehmen schweizerisch wurde. Heute besitzt Beat Zaugg zusammen mit dem Management 49,99 Prozent der Aktien, Mehrheitsaktionär mit 50,01 Prozent der Aktien ist der südkoreanische Sportartikelhersteller Youngone. «Youngone ist ein börsenkotiertes Unternehmen und daran interessiert, dass es Scott konsolidieren kann. Und wir haben dadurch leichter Zugang zum Kapitalmarkt und profitieren von Synergien», erklärt Zaugg diese Win-win-Situation.

Scott Sports SA

Ein Gebäude der Superlative

Wer das neue Gebäude von Scott in Givisiez von aussen sieht und einen Rundgang im Innern macht, kommt schnell ins Schwärmen: Es ist ein architektonisches Juwel. «Das Gebäude verkörpert die Werte von Scott: Innovation, Technologie und Design», sagt CEO Beat Zaugg im Gespräch mit den FN. So sind die 440 Fenster aus Aluminium mit je zwei Segeln versehen. Diese reagieren auf Sonne, Wind und Wärme und schliessen oder öffnen sich je nach Wetter. An der Decke des Gebäudes sind Panels angebracht, die heizen, kühlen, schalldämpfend wirken und das Licht im Innern des Gebäudes regeln. «Der Energiebedarf wird zu einem Drittel durch die Sonne, zu einem Drittel durch Geothermie und zu einem Drittel durch Fernwärme gedeckt, sobald wir angeschlossen werden», erklärt Zaugg weiter.

Imposant ist die riesige Eingangshalle aus Holz, ein Atrium. «Aussen hat unser Gebäude eine harte Haut aus Metall, innen hat es aber einen weichen Kern aus Holz», fügt der CEO bei. Auffallend sind die grossen Büroräume, aber auch die 50 Meeting- und die zwei Seminarräume. Dazu gesellen sich Ausstellhallen und ein Museum. So können in einer riesigen Showhalle die 270 Scott-Radmodelle bewundert werden. Scott legt grossen Wert darauf, den Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen zu bieten. In einer grossen Kantine können sie das Mittagessen zu vergünstigten Preisen einnehmen. Wer über Mittag Rad fahren will, kann sein Fahrrad in einer Einstellhalle abholen. «Wir haben 400 Veloparkplätze», verrät Zaugg. Und bald wird auch ein Gymnastik- und Fitnessstudio eingerichtet. Beat Zaugg ist stolz, ein schönes Gebäude erstellt zu haben, das die Industriezone Givisiez aufwertet. «Ob man schön baut oder unschön, es kostet gleich viel», schmunzelt er mit Blick auf das 60-Millionen-Bauwerk.

 

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